Tagwerk vom 22. bis 24.01.2012

Aufgeschnapptes und knapp kommentiertes aus den Nachrichten.

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Unerhört – Die Linkspartei wird vom Verfassungsschutz beobachtet

27 Mitglieder der Linksfraktion des Bundestages werden vom beobachtet, darunter Gregor Gysi und mehrere Politiker, die als Realos gelten. Vielleicht ist diese Nachricht nicht wirklich neu, aber sie wirft einen bezeichnenden Blick auf den Zustand und die Paradoxien deutscher Politik und Verfassungswirklichkeit.

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Tagwerk vom 21.01.2012

Ein paar Bemerkungen zu aktuellen Nachrichten des Tages.

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Tagwerk vom 20.01.2012

Hier wieder ein paar Notizen, die ich mir beim Lesen aktueller Nachrichten machte. Zumindest über Ägypten werde ich wohl noch einen Kommentar schreiben, nehme ich an.

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Tagwerk vom 19.01.2012

Es kommt immer wieder vor, dass ich in den Nachrichten Dinge lese, zu denen ich keinen ganzen Blogbeitrag schreiben werde, oder zumindest noch nicht. Aber manchmal möchte ich diese Dinge vermelden oder einen kurzen Zwischenruf abgeben. Darum gibt es ab sofort in unregelmäßigen Abständen die gesammelten Kurzmitteilungen unter der Überschrift “Tagwerk”. Sie sind ungetaggt und von der Leber weg geschrieben, und es gibt keine Links. Sie sind einfach nur kleine Zwischenrufe. Viel Spaß damit.

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Womit ich bei Suchmaschinen gefunden werde: drei wichtige Begriffe

Wenn man heute im Internet wer sein will, muss man von den bei den richtigen Begriffen gefunden werden. Nicht nur bei den Hauptbegriffen, die das Blog ausmachen und zu jedem Artikel gehören, sondern auch bei Begriffen, die einfach in den Artikeln auftauchen. Ich verrate jetzt mal, warum mein Blog so gut besucht ist, und für welche Begriffe es berühmt ist.

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Schon vor 14 Jahren: Le Monde diplomatique, 12.12.97: Die Märkte entschärfen

Manchmal ist es wohltuend und hilfreich, wenn einem durch einen einfachen und gut geschriebenen Artikel in Erinnerung gerufen wird, was das Problem der übermächtigen Finanzmärkte eigentlich bedeutet. Noch viel spannender wird die Sache, wenn man mal erfährt, wie lange man schon vor diesem Problem warnt. Die von mir geschätzte Zeitung “Le Monde Diplomatique” hat dies bereits im Dezember 1997 getan. Zu einer Zeit, in der das Internet erst seit 6 Jahren Gestalt annahm, zu der in Deutschland noch Helmut Kohl regierte. Eine Zeit, die man in unserem schnelllebigen Medienzeitalter prähistorisch nennen könnte. Um so grausamer die Wahrheit, dass die Warnungen und Analysen aus berufenem Munde schon damals überhört wurden.

Hier der Link:

Le Monde diplomatique, deutsche Ausgabe, 12.12.97 Die Märkte entschärfen.

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Guter Beitrag: Kleine Bilanz des #SOPA-Blackouts « … Kaffee bei mir?

Eine gute und im Gegensatz zu manchen nationalen Medien optimistische Darstellung des Protestes gegen #. Schade: Bei der Aufzählung der Protestler war ich nicht dabei. Aber wir kämpfen ja für eine Sache, und nicht für persönliche Eitelkeiten. :-)

Niemand sollte aber glauben, dass das Thema damit vom Tisch ist. Vermutlich werden weitere koordinierte und kreative Protestaktionen notwendig. Ebenfalls besonders wichtig finde ich, dass es solche Bestrebungen auch in Europa gibt.

Hier der Link:

Kleine Bilanz des #SOPA-Blackouts « … Kaffee bei mir?.

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2012 – Das Jahr der Freidenker

Dieses Jahr soll das große Jahr der weltweiten Protestbewegung sein, “echte Jetzt” und “” sollen, inzwischen zu Schlagworten aufgestiegen, auch in Deutschland Fuß fassen. Auch und gerade, wenn die derzeitigen Teilnehmerzahlen sinken, sagen ihre Aktivisten.

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Mein Wa(h)renhaus beteiligt sich am SOPA-Blackout

Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs,

es tut mir sehr leid, aber am 18. und vielleicht auch am 23. Januar 2012 ist diese Seite nicht erreichbar. Mit dieser Aktion protestiere ich gemeinsam mit vielen vielen anderen Internetseiten und großen Firmen wie Google, Facebook und Wikipedia gegen den Stop Online Piracy Act, der derzeit im US-Kongress behandelt wird. Mit diesem neuen Gesetz wird es den US-Behörden auf Bitte der Musik- und Filmindustrie ermöglicht, jede Webseite auf der Welt wegen möglicher Links zu Seiten mit möglicherweise urheberrechtlich geschütztem Inhalt einfach abzuschalten. Damit kann die US-Filmindustrie ohne deutsches Gericht, ohne deutsche Mitarbeit entscheiden, ob Ihre oder meine Internetseite einfach vom Netz genommen wird. Die gesamte Infrastruktur des Internets läuft über die . Das wäre das Ende des Internets wie wir es kennen. Ich habe über 1600 Links auf meiner Seite. Es ist mir absolut unmöglich, jeden Tag zu prüfen, ob sich auf einer dieser 1600 Webseiten etwas verändert hat und möglicherweise dort ein Link zu einem Youtube-Film existiert, der urheberrechtlich geschützt sein könnte. Ich bin kein Rechtsanwalt.

Außerdem sehe ich die Gefahr, dass der nächste Schritt ein Gesetz ist, das Webseiten abschalten lässt, die den Sicherheits- oder internationalen Interessen der USA zuwider handeln könnten. Es wäre der Tod der nicht nur im Internet.

Es ist nicht viel, was wir, die einfachen Bürgerinnen und Bürger, Nutzerinnen und Nutzer dagegen tun können. Wir können nur protestieren, indem wir zeigen, wie ein Internet aussehen würde, das keine vielfältigen Meinungen mehr enthält, indem wir einfach unsere Seiten abschalten, und sei es nur für 12 Stunden. Dieser hat allerdings nur Sinn, wenn Google und Facebook ihn ebenfalls durchführen. Das ist jetzt, da ich diesen Beitrag schreibe, noch nicht bekannt. Nur wenn Google und die anderen ihre Dienste vorübergehend deaktivieren, und wenn die größten sozialen Netzwerke ebenfalls nicht zur Verfügung stehen, könnte den meisten Internetnutzern aufgehen, was passieren könnte, wenn dieses Gesetz tatsächlich zur Anwendung kommt.

Seit Jahren versuchen die Regierungen der NATO-Staaten und anderer sogenannter Demokratien, einst als Hort der und des politischen wie gesellschaftlichen Fortschritts gefeiert, die Rechte ihrer Bürger immer mehr einzuschränken. Es ist immer weniger verwunderlich, dass Menschen, die man häufig Verschwörungstheoretiker nennt, den Terrorismus für einen getürkten Vorwand zur Einschränkung der bürgerlichen halten. So weit möchte ich nicht gehen, aber ich betrachte die Tendenz, kritische Meinungen zu unterdrücken, mit Sorge, Scham und Wut.

Ich möchte Sie alle herzlich bitten, sich für die Freiheit des Internets einzusetzen, in jeder Form, die Ihnen möglich ist. Wir, die unabhängigen Laienjournalisten, die wenn möglich auch kritische Berichterstattung durchführen, zählen auf Ihre Hilfe.

Vielen Dank

Ihr

Jens Bertrams

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Mein Fluch, mein Segen – Über den Umgang mit der Informationsflut

Ich habe gestern eine gute Freundin besucht und 4 Gläser eines leicht alkoholischen Getränks zu mir genommen. Was hat das in diesem Blog zu suchen, mögen Sie fragen? Nun: Wir sprachen über unseren Umgang mit Informationen, über ihre Glaubwürdigkeit, über Desillusionierung und über den Segen des Internets. Und das hat viel mit diesem Blog zu tun, oder?

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Aus der SZ: Scientology-Aussteiger über Sektenführer – “Er hat mich geschlagen, er hat mich Klos putzen lassen”

Der folgende Artikel erinnert mich an meine Zeit, in der ich in der Anti--Bewegung im Internet aktiv war. Ich weiß gut, wer Mike Rinder war, der hier als geläuterter Paulus ein Interview gibt. Aufschlussreich ist es aber allemal. Vor 13 Jahren hat er einen armen, ängstlichen und schwitzenden Aussteiger verfolgt und vor laufenden Kameras von Bremen zum Weinen gebracht. Heute ist er selbst ein Aussteiger. Bis heute verteidigt er den Sektengründer und die “Tech”, die scheinbar wissenschaftliche Allerwelthilfsmethode der . Das tun viele Ex-Scientologen. Ich erinnere mich an einen Niederländer, der in Franken lebte, mit dem ich ab und an debattierte. Vermutlich trieb er seine Tochter in den Selbstmord und misshandelte Frau und Sohn. Diese ist gemeingefährlich, und selbst ihre Aussteiger können sich kaum von ihr lösen.
Hier der Artikel:

Scientology-Aussteiger über Sektenführer – “Er hat mich geschlagen, er hat mich Klos putzen lassen” – Leben – sueddeutsche.de.

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Hut mit Schleier – Königin Beatrix und ihr eigener Kopftuchskandal

Während wir in Deutschland über die Kredite und Medienbeeinflussungen unseres Bundespräsidenten debattieren, geht es in den Niederlanden derzeit um Hut mit Schleier der . Nicht als Klatschnachrichten über modische Bekleidung, sondern als ernst gemeintes Politikum über die verfassungsmäßige Stellung der Monarchin.

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Mein Journalismus und ich – eine Neubewertung

Seit 6 Jahren arbeite ich nun für den Internetsender www.ohrfunk.de – eine lange Zeit schon. Immer habe ich versucht, interessante und aussagekräftige zu führen. Manchmal hat mich das zur Verzweiflung getrieben. Jetzt ist es Zeit für eine Neubewertung meiner journalistischen Arbeit, für eine Neuberechnung des Wertes meiner Tätigkeit, und für Konsequenzen, die mir das Leben hoffentlich erleichtern.

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Thesen gegen die Ausplünderung der Gesellschaft – Aufgesammelt in der Süddeutschen Zeitung

Der Schriftsteller Ingo Schulze schreibt in der Süddeutschen Zeitung besser als ich es jemals könnte, was ich über die Wirtschaftspolitik und über das Ende unserer sagen würde.

Thesen gegen die Ausplünderung der Gesellschaft – “Kapitalismus braucht keine Demokratie” – Kultur – sueddeutsche.de.

Wir brauchen eine demokratische Erneuerung, eine marktkonforme Demokratie, wie die Bundeskanzlerin sie will, ist der Tod einer wirklich verfassungsgemäßen parlamentarischen Demokratie.

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