Grabenkämpfe

Was kommt dabei heraus, wenn man gegen einen Graben kämpft? Nichts, wie ich am eigenen Leib feststellen durfte.

Ich habe glaube ich schon mal geschrieben, dass hier bei uns am Haus kräftig gearbeitet wird. Neue Fenster wurden eingesetzt, die Balkone werden in Etappen abgerissen, und innerhalb eines viertel Jahres, so versichert man uns, gibt es neue. Irgendwie hatte ich aber nicht gecheckt, dass alle Büsche, die den Weg von unserem Haus zur Straße säumten, abgerissen worden waren, um Platz für die Baumaschinen zu schaffen, die sich hier tummeln und ziemlichen Lärm machen. So entstand ein tiefer Graben, der auch noch unabgesichert ist. Als ich vor ein paar Tagen morgens das Haus verließ, ging ich mit beschwingten Schritten den Weg entlang, und plumps hing ich über dem Graben. Dabei bin ich mit meinem Fuß umgeknickt und draufgefallen. Das tat tierisch weh, und ich kann froh sein, dass ich mir nichts gebrochen habe. Aber da habe ich einige Tage was von, das ist schon klar. Man sollte eben nicht gegen einen Graben kämpfen.

Jetzt überlege ich mir ernsthaft, ob ich vielleicht doch mal darauf hinweisen sollte, dass sie das Ding absichern sollten.

Copyright © 2006, Jens Bertrams.

Über Jens Bertrams

Jahrgang 1969, Journalist bei www.ohrfunk.de, Fan der Niederlande und der SF-Serie Perry Rhodan.
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Comments

5 Kommentare zu Grabenkämpfe

  1. Melody sagt:

    Ach herrje. Gute Besserung!

  2. Christiane sagt:

    Na sicher solltest Du darauf hinweisen. Wenn nicht der Leiter der Baustelle greifbar ist, interessiert sich sicherlich das Ordnungsamt dafür.

  3. Lieber Jens,
    mir ist so etwas ähnliches auch schon mal passiert. Ein Auto stand auf dem Gehsteig. Ich wich zur Hauswand hin aus. Aber genau an der Stelle war ein ungesicherter Kellereingang. Da bin ich dann reingefallen.
    Ich finde, wir sollten da immer meckern, wenn uns so etwas passiert. Schließlich ist es meist Ausdruck der Gedanken- und mitunter auch Rücksichtslosigkeit unserer Mitmenschen.
    Sicherlich wird es nie eine behindertengerechte Welt geben. Aber bei Bauarbeiten vor dem Haus, in dem Du schließlich nicht der einzige blinde Bewohner bist, sollten die Arbeiter da schon drauf achten!
    Immerhin warst Du gestern wieder einigermaßen guter Dinge.
    Aber trotzdem
    Liebe Grüße
    Franz-Josef Hanke

  4. @alle: Danke für die Anteilnahme. Ich sollte öfter solche Sachen schreiben, dann werden meine Beiträge auch mal kommentiert:-) – Heißt aber nicht, dass ich öfter in einen Graben fallen will.

    Es geht mir auch schon wieder erheblich besser. Franz-Josef, als ich bei dir war, humpelte ich aber durchaus noch ein bisschen.

    Inzwischen geht es aber wirklich wieder ganz gut. Besten Dank für eure Daumen, oder was ihr mir sonst noch so gedrückt haben könntet.

  5. Je länger ich über diese Geschichte nachdenke, desto wichtiger finde ich, dass man in solchen Fällen konsequent gegen jede Nachlässigkeit vorgeht. Wie sollen die Bauarbeiter sonst lernen, vorsichtig zu sein. Das ist keine Nörgelei von notorischen Rechthabern, sondern eine Vorsichtsmaßnahme zum eigenen schutz und dem anderer Betroffener.
    Bei mir um die Ecke war kürzlich auch eine ungesicherte Straßenbaustelle. Da die Arbeiter mich erst kurz vor der Baugrube abgefangen haben, habe ich gleich beim Ordnungsamt angerufen. Da hatte zwei Sekunden vorher schon jemand anderes sich beschwert, der das Ganze gesehen hatte. daraufhin ist ein Beamter losgefahren und hat dem Bauleiter die Leviten gelesen. Von dem Tag an war die Baustelle immeer perfekt gesichert.
    Vielleicht wäre das mit den Baustellen ja mal ein Thema für eine Ohrfunk-Sendung, wenn Du wieder aus Deinem Urlaub zurück bist.
    Erst mal wünsche ich Dir eine schöne Zeit. Hoffentlich kommt die Sonne bald wieder!
    Liebe Grüße an alle Bau- und Kanalarbeiter, alle Kanalratten, alle Urlauber und alle Daheim- und Zurückgebliebenen
    Euer
    Franz-Josef Hanke

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