Ob Bush die Welt noch in den dritten Weltkrieg bombt? – Er liebt das Spiel mit dem Feuer

„Noble Resolve 07“, die ehrenvolle, die noble Lösung, so heißt ein Manöver der US-Streitkräfte in Europa und Nordamerika, das in den nächsten Tagen stattfindet. Simuliert wird ein Terroranschlag mit einem Nuklearsprengsatz, und natürlich die darauffolgende Reaktion. Kritiker der Regierung Bush befürchten nun, dass man diese Übung als Vorbereitung zu einem fingierten Terroranschlag benutzen will, um einen Grund geliefert zu bekommen, den Iran mit Nuklearwaffen angreifen zu können.

Im Blog von Anna Kühne aus Berlin steht die Übersetzung eines amerikanischen Blogeintrags über das geplante Manöver. Schlüssig wird dargelegt, dass jene US-Einheiten mindestens beteiligt sind, die auch tatsächlich bei der Abwehr eines Atomschlages und bei seiner nuklearen Beantwortung beteiligt wären. Die Simulation soll sehr „lebensecht“ ausgeführt werden. Anna Kühne ist bislang in Deutschland die Einzige, die über dieses Manöver schreibt. Dabei startet es hier in Europa, wo die Bombe in Richtung USA geschmuggelt werden soll.

Wer kennt ihn nicht, den Cowboy aus Texas, der von Weltpolitik persönlich nicht das Geringste versteht und mit einer einzigen Aktion mehr Porzellan zerschlägt, als 20 Polterabende es zuwege bringen können? George W. Bush ist eine Gefahr für die Menschheit und die Erde. Bislang meinen noch viele, man solle ihn einfach gewähren lassen, spätestens 2009 am 20. Januar habe sich das Problem erledigt. Das ist zwar richtig, aber was ist bis dahin wohl geschehen? Was ist nicht schon bis jetzt geschehen? Der Nahost-Konflikt, dessen Lösung bei Amtsantritt Bushs in greifbare Nähe gerückt war, schwehlt weiter vor sich hin, Der Irak und Afghanistan sind destabilisiert, halb besetzt und sind mehr dennje zu Terrornestern geworden, in denen die Bevölkerung sich im ständigen Bürgerkrieg befindet und unsägliche Not leidet, wo aber westliche Armeen ihre Spielzeuge ausprobieren dürfen. Außerdem ist jede internationale Vereinbarung, die in irgendeiner Weise den Fortschritt bringen würde, wie z. B. das Kyoto-Protokoll oder der Vertrag über den internationalen Strafgerichtshof, praktisch unmöglich geworden. Bush will die Welt regieren, ein neuer, vorläufig noch kalter Krieg mit Russland deutet sich an, der Sternenkrieg wird wieder erwogen mit dem neuen Raketenabwehrsystem, das die Menschen in ganz Europa verunsichert. Und es wurden Pläne bekannt, den Iran im Falle eines neuerlichen Terroranschlages auf amerikanisches Gebiet mit Atomwaffen anzugreifen. Wenn man weiß, wie Geheimdienste ihren Regierungen Kriegsvorwände beschaffen, kann einem Angst und Bange werden. Hier in Deutschland gab es auch solche Beispiele, zumindest im Kleinen. Ein V-Mann des Verfassungsschutzes verübt einen anschlag auf ein Gefängnis, und schon ruft man nach härteren Gesetzen. – Die SS überfällt als polnische Soldaten verkleidet einen deutschen Sender, und schon bricht der zweite Weltkrieg aus. – Eine möglicherweise scharfe Atomwaffe landet in den USA, und schon wird der Iran, das Nest der Extremisten, mit Nuklearwaffen platt gemacht. So löst Bush dieses Problem, weil er weiß, dass er sich noch ein besetztes Land nicht leisten kann.

Sollte diese Horrorvision allerdings vor dem 20.01.2009 Wirklichkeit werden, so gnade uns Gott. Dann hat Bush die Welt in den Ruin gestürzt, denn die Terroristen, die es natürlich gibt, und zwar weltweit, werden daraufhin einen geradezu sozialistischen Eifer entwickeln: Terroristen aller Länder vereinigt euch!

Der Blogeintrag von Anna Kühne ist absolut lesenswert. Bush spielt mit dem Feuer, und seine Politik ist berechenbar unberechenbar. Wir können nur dafür beten, dass der nächste Präsident ein Demokrat sein wird. Vielleicht ja Hilary Clinton? Wäre doch mal was.

Copyright 2007, Jens Bertrams.


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Über Jens Bertrams

Jahrgang 1969, Journalist bei www.ohrfunk.de, Fan der Niederlande und der SF-Serie Perry Rhodan.
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Comments

Ein Kommentar zu Ob Bush die Welt noch in den dritten Weltkrieg bombt? – Er liebt das Spiel mit dem Feuer

  1. Terror auf Bestellung scheint hier nur die logische Konsequenz von Wolfgang Schäubles umstürzlerischen Plänen zu sein. Schließlich behaupten doch kritische Leute in Gießen, die Polizei erfinde Straftaten, um sie eben diesen kritischen Geistern in die Schuhe zu schieben. Derartige Machenschaften würde Schäuble diesen kriminellen Typen in den Strafverfolgungsbehörden noch leichter machen!
    Deswegen muss Schäuble allmählich mal in Rente! Es lebe die Freiheit!
    fjh

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