Womit ich bei Suchmaschinen gefunden werde: drei wichtige Begriffe

Wenn man heute im Internet wer sein will, muss man von den Suchmaschinen bei den richtigen Begriffen gefunden werden. Nicht nur bei den Hauptbegriffen, die das Blog ausmachen und zu jedem Artikel gehören, sondern auch bei Begriffen, die einfach in den Artikeln auftauchen. Ich verrate jetzt mal, warum mein Blog so gut besucht ist, und für welche Begriffe es berühmt ist.

Bei all meinen Artikeln über Demokratie, Menschenrechte, Wirtschaft, Religion, Europa und viele andere Themen, bleibt es natürlich nicht aus, dass mein Blog schnell zur Berühmtheit wird. Dabei verfolgt mein Erfolg eine Doppelstrategie. Zum Einen werbe ich auf Twitter mit Überschrift und Link, bei Facebook ebenfalls, und dann gibt es da noch die Suchmaschinen. Die machen bei den Besuchern meiner inzwischen 467 Artikel als Verlinker rund 60 % aus. Rund 50 Sekunden halten sich meine Besucher durchschnittlich auf meiner Seite auf, und sie schauen sich ungefähr anderthalb Artikel an, im Durchschnitt natürlich. Jetzt aber zu den Schlagworten, die meine Seite so unendlich berühmt machen. 🙂

Wichtigster Begriff ist „Jan Vering“, das ist ein Gospel-Sänger, den ich in meinem atheistischen Manifest erwähnte. Offenbar wird meine Seite von vielen Gospel-Fans frequentiert, dann aber nur kurz angeschaut, denn es geht ja bei mir außer im atheistischen Manifest nicht um Gospel-Musik, und irgendwie bezweifle ich, dass ein Gospel-Fan sich in diesem Artikel besonders wiederfinden wird. Allerdings habe ich mit Jan Vering und Anderen nach dem Manifest eine spannende Debatte geführt. Noch heute erhalte ich Antworten auf diesen Text, obwohl der Kommentarbereich meines Blogs ansonsten tot ist. 2007 wusste man noch, wie man richtig kommentiert. 🙂

Die zweite Redewendung, unter der man mich findet, ist: „Erinnerungen an meine Schulzeit„. Vermutlich kommen viele Menschen darauf, diese Redewendung bei Google einzugeben, weil sie freudetrunken an die schönen Dinge ihrer Kindheit erinnert werden wollen. Leider bieten meine Artikel zu diesem Thema keinen Anlass, mit dieser Freudetrunkenheit durch mein Blog zu stöbern. Da kann ich die 50 Sekunden schon verstehen, nach denen man sich gruselnd abwendet. Aber es ist natürlich nicht so, dass es nicht auch schöne Erinnerungen an die Schulzeit geben würde, so viel zur Beruhigung. Es kommt eben darauf an, über welche Themen man schreibt.

Und eine dritte Redewendung möchte ich noch erwähnen, mit der mein Blog ab und an gefunden wird. Es handelt sich um „Reider und Ausmacher„. Ich stamme aus Solingen, und in diesen inzwischen weitgehend ausgestorbenen Berufen hat meine gesamte Familie gearbeitet. Ich finde es wundervoll, dass es Menschen gibt, die nach der Bedeutung dieser Begriffe suchen. Mein eigener Bericht dazu ist recht unvollständig, und auf Wikipedia habe ich nur den „Schalenschneider“ gefunden. In diesem Artikel wird der Reider ebenfalls nur kurz, und der Ausmacher, der letztlich die Messer oder Werkzeuge fertigstellt, überhaupt nicht erwähnt.

Was sagt mir nun die Tatsache, dass es gar nicht meine Hauptthemen sind, zu denen ich von Suchmaschinen abgerufen werde? Entweder habe ich meine Artikel schlecht beschriftet, oder aber, und auch das halte ich für wahrscheinlich, politische und gesellschaftliche Themen werden selten bei Suchmaschinen abgefragt. Könnte ich gut kochen, sollte ich ein Küchenblog eröffnen, sicher wären Themen der Unterhaltungsbranche hilfreich.

Aber ach: Ich kann nun mal nicht aus meiner Haut. So bleibt mir nur, die Dinge anzunehmen, wie sie nun einmal sind, und das Beste daraus zu machen. 🙂

Über Jens Bertrams

Jahrgang 1969, Journalist bei www.ohrfunk.de, Fan der Niederlande und der SF-Serie Perry Rhodan.
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