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	<title>Mein Wa(h)renhaus &#187; Bloggen</title>
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	<description>ein politisches Geschäft mit Käse aus Holland</description>
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		<title>Womit ich bei Suchmaschinen gefunden werde: drei wichtige Begriffe</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 05:50:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man heute im Internet wer sein will, muss man von den Suchmaschinen bei den richtigen Begriffen gefunden werden. Nicht nur bei den Hauptbegriffen, die das Blog ausmachen und zu jedem Artikel gehören, sondern auch bei Begriffen, die einfach in &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/womit-ich-bei-suchmaschinen-gefunden-werde-drei-wichtige-begriffe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/womit-ich-bei-suchmaschinen-gefunden-werde-drei-wichtige-begriffe/' addthis:title='Womit ich bei Suchmaschinen gefunden werde: drei wichtige Begriffe' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Wenn man heute im Internet wer sein will, muss man von den <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Suchmaschinen">Suchmaschinen</a> bei den richtigen Begriffen gefunden werden. Nicht nur bei den Hauptbegriffen, die das Blog ausmachen und zu jedem Artikel gehören, sondern auch bei Begriffen, die einfach in den Artikeln auftauchen. Ich verrate jetzt mal, warum mein Blog so gut besucht ist, und für welche Begriffe es berühmt ist.</p>
<p><span id="more-1095"></span>
<p>Bei all meinen Artikeln über <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/menschenrechte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Menschenrechte">Menschenrechte</a>, Wirtschaft, Religion, Europa und viele andere Themen, bleibt es natürlich nicht aus, dass mein Blog schnell zur Berühmtheit wird. Dabei verfolgt mein Erfolg eine Doppelstrategie. Zum Einen werbe ich auf Twitter mit Überschrift und Link, bei <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> ebenfalls, und dann gibt es da noch die Suchmaschinen. Die machen bei den Besuchern meiner inzwischen 467 Artikel als Verlinker rund 60 % aus. Rund 50 Sekunden halten sich meine Besucher durchschnittlich auf meiner Seite auf, und sie schauen sich ungefähr anderthalb Artikel an, im Durchschnitt natürlich. Jetzt aber zu den Schlagworten, die meine Seite so unendlich berühmt machen. <img src='http://blog.jens-bertrams.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wichtigster Begriff ist &#8220;Jan Vering&#8221;, das ist ein <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/gospel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gospel">Gospel</a>-Sänger, den ich in meinem <a title="Link zum Blogbeitrag" href="http://blog.jens-bertrams.de/2006/11/mein-atheistisches-manifest/" target="_blank">atheistischen Manifest</a> erwähnte. Offenbar wird meine Seite von vielen Gospel-Fans frequentiert, dann aber nur kurz angeschaut, denn es geht ja bei mir außer im atheistischen Manifest nicht um Gospel-Musik, und irgendwie bezweifle ich, dass ein Gospel-Fan sich in diesem Artikel besonders wiederfinden wird. Allerdings habe ich mit Jan Vering und Anderen nach dem Manifest eine spannende Debatte geführt. Noch heute erhalte ich Antworten auf diesen Text, obwohl der Kommentarbereich meines <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a> ansonsten tot ist. 2007 wusste man noch, wie man richtig kommentiert. <img src='http://blog.jens-bertrams.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die zweite Redewendung, unter der man mich findet, ist: &#8220;<a title="Link zum Blogbeitrag" href="http://blog.jens-bertrams.de/2005/08/erinnerungen-an-meine-schulzeit/" target="_blank">Erinnerungen an meine Schulzeit</a>&#8220;. Vermutlich kommen viele Menschen darauf, diese Redewendung bei <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> einzugeben, weil sie freudetrunken an die schönen Dinge ihrer <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kindheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kindheit">Kindheit</a> erinnert werden wollen. Leider bieten meine Artikel zu diesem Thema keinen Anlass, mit dieser Freudetrunkenheit durch mein Blog zu stöbern. Da kann ich die 50 Sekunden schon verstehen, nach denen man sich gruselnd abwendet. Aber es ist natürlich nicht so, dass es nicht auch schöne Erinnerungen an die Schulzeit geben würde, so viel zur Beruhigung. Es kommt eben darauf an, über welche Themen man schreibt.</p>
<p>Und eine dritte Redewendung möchte ich noch erwähnen, mit der mein Blog ab und an gefunden wird. Es handelt sich um &#8220;<a title="Link zum Blogartikel" href="http://blog.jens-bertrams.de/2006/11/reider-und-ausmacher-das-unbekannte-handwerk/" target="_blank">Reider und Ausmacher</a>&#8220;. Ich stamme aus <a title="Link zur Internetseite" href="http://www.solingen.de" target="_blank">Solingen</a>, und in diesen inzwischen weitgehend ausgestorbenen Berufen hat meine gesamte Familie gearbeitet. Ich finde es wundervoll, dass es Menschen gibt, die nach der Bedeutung dieser Begriffe suchen. Mein eigener Bericht dazu ist recht unvollständig, und auf Wikipedia habe ich nur den &#8220;<a title="Link zur Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schalenschneider" target="_blank">Schalenschneider</a>&#8221; gefunden. In diesem Artikel wird der Reider ebenfalls nur kurz, und der Ausmacher, der letztlich die Messer oder Werkzeuge fertigstellt, überhaupt nicht erwähnt.</p>
<p>Was sagt mir nun die Tatsache, dass es gar nicht meine Hauptthemen sind, zu denen ich von Suchmaschinen abgerufen werde? Entweder habe ich meine Artikel schlecht beschriftet, oder aber, und auch das halte ich für wahrscheinlich, politische und gesellschaftliche Themen werden selten bei Suchmaschinen abgefragt. Könnte ich gut kochen, sollte ich ein Küchenblog eröffnen, sicher wären Themen der Unterhaltungsbranche hilfreich.</p>
<p>Aber ach: Ich kann nun mal nicht aus meiner Haut. So bleibt mir nur, die Dinge anzunehmen, wie sie nun einmal sind, und das Beste daraus zu machen. <img src='http://blog.jens-bertrams.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/womit-ich-bei-suchmaschinen-gefunden-werde-drei-wichtige-begriffe/' addthis:title='Womit ich bei Suchmaschinen gefunden werde: drei wichtige Begriffe' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/gospel/" title="Gospel" rel="tag">Gospel</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/handwerk/" title="Handwerk" rel="tag">Handwerk</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kindheit/" title="Kindheit" rel="tag">Kindheit</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchbegriffe/" title="Suchbegriffe" rel="tag">Suchbegriffe</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinen/" title="Suchmaschinen" rel="tag">Suchmaschinen</a></p>
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		</item>
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		<title>Guter Beitrag: Kleine Bilanz des #SOPA-Blackouts « … Kaffee bei mir?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 05:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine gute und im Gegensatz zu manchen nationalen Medien optimistische Darstellung des Protestes gegen #SOPA. Schade: Bei der Aufzählung der Protestler war ich nicht dabei. Aber wir kämpfen ja für eine Sache, und nicht für persönliche Eitelkeiten. Niemand sollte aber &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/guter-beitrag-kleine-bilanz-des-sopa-blackouts-kaffee-bei-mir/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/guter-beitrag-kleine-bilanz-des-sopa-blackouts-kaffee-bei-mir/' addthis:title='Guter Beitrag: Kleine Bilanz des #SOPA-Blackouts « … Kaffee bei mir?' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Eine gute und im Gegensatz zu manchen nationalen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> optimistische Darstellung des Protestes gegen #<a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sopa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SOPA">SOPA</a>. Schade: Bei der Aufzählung der Protestler war ich nicht dabei. Aber wir kämpfen ja für eine Sache, und nicht für persönliche Eitelkeiten. <img src='http://blog.jens-bertrams.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Niemand sollte aber glauben, dass das Thema damit vom Tisch ist. Vermutlich werden weitere koordinierte und kreative Protestaktionen notwendig. Ebenfalls besonders wichtig finde ich, dass es solche Bestrebungen auch in Europa gibt.</p>
<p>Hier der Link:
<p><a href="http://opalkatze.wordpress.com/2012/01/18/kleine-bilanz-des-sopa-blackouts/" class="broken_link">Kleine Bilanz des #SOPA-Blackouts « … Kaffee bei mir?</a>.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/guter-beitrag-kleine-bilanz-des-sopa-blackouts-kaffee-bei-mir/' addthis:title='Guter Beitrag: Kleine Bilanz des #SOPA-Blackouts « … Kaffee bei mir?' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" title="Demokratie" rel="tag">Demokratie</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/meinungsfreiheit/" title="Meinungsfreiheit" rel="tag">Meinungsfreiheit</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sopa/" title="SOPA" rel="tag">SOPA</a></p>
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		<title>Mein Wa(h)renhaus beteiligt sich am SOPA-Blackout</title>
		<link>http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-wahrenhaus-beteiligt-sich-am-sopa-blackout/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 07:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs, es tut mir sehr leid, aber am 18. und vielleicht auch am 23. Januar 2012 ist diese Seite nicht erreichbar. Mit dieser Aktion protestiere ich gemeinsam mit vielen vielen anderen Internetseiten und großen Firmen &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-wahrenhaus-beteiligt-sich-am-sopa-blackout/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-wahrenhaus-beteiligt-sich-am-sopa-blackout/' addthis:title='Mein Wa(h)renhaus beteiligt sich am SOPA-Blackout' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Liebe Leserinnen und Leser dieses <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a>,</p>
<p>es tut mir sehr leid, aber am 18. und vielleicht auch am 23. Januar 2012 ist diese Seite nicht erreichbar. Mit dieser Aktion protestiere ich gemeinsam mit vielen vielen anderen Internetseiten und großen Firmen wie <a title="Link zu Google" href="http://www.google.de" target="_blank">Google</a>, <a title="Link zu Facebook" href="http://www.facebook.com" target="_blank">Facebook</a> und <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org" target="_blank">Wikipedia</a> gegen den <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act" target="_blank">Stop Online Piracy Act</a>, der derzeit im US-Kongress behandelt wird. Mit diesem neuen Gesetz wird es den US-Behörden auf Bitte der Musik- und Filmindustrie ermöglicht, jede Webseite auf der Welt wegen möglicher Links zu Seiten mit möglicherweise urheberrechtlich geschütztem Inhalt einfach abzuschalten. Damit kann die US-Filmindustrie ohne deutsches Gericht, ohne deutsche Mitarbeit entscheiden, ob Ihre oder meine Internetseite einfach vom Netz genommen wird. Die gesamte Infrastruktur des Internets läuft über die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/usa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with USA">USA</a>. Das wäre das Ende des Internets wie wir es kennen. Ich habe über 1600 Links auf meiner Seite. Es ist mir absolut unmöglich, jeden Tag zu prüfen, ob sich auf einer dieser 1600 Webseiten etwas verändert hat und möglicherweise dort ein Link zu einem Youtube-Film existiert, der urheberrechtlich geschützt sein könnte. Ich bin kein Rechtsanwalt.</p>
<p>Außerdem sehe ich die Gefahr, dass der nächste Schritt ein Gesetz ist, das Webseiten abschalten lässt, die den Sicherheits- oder internationalen Interessen der USA zuwider handeln könnten. Es wäre der Tod der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/meinungsfreiheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Meinungsfreiheit">Meinungsfreiheit</a> nicht nur im Internet.</p>
<p>Es ist nicht viel, was wir, die einfachen Bürgerinnen und Bürger, Nutzerinnen und Nutzer dagegen tun können. Wir können nur protestieren, indem wir zeigen, wie ein Internet aussehen würde, das keine vielfältigen Meinungen mehr enthält, indem wir einfach unsere Seiten abschalten, und sei es nur für 12 Stunden. Dieser <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/protest/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Protest">Protest</a> hat allerdings nur Sinn, wenn <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> und <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> ihn ebenfalls durchführen. Das ist jetzt, da ich diesen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/beitrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beitrag">Beitrag</a> schreibe, noch nicht bekannt. Nur wenn <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> und die anderen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Suchmaschinen">Suchmaschinen</a> ihre Dienste vorübergehend deaktivieren, und wenn die größten sozialen Netzwerke ebenfalls nicht zur Verfügung stehen, könnte den meisten Internetnutzern aufgehen, was passieren könnte, wenn dieses Gesetz tatsächlich zur Anwendung kommt.</p>
<p>Seit Jahren versuchen die Regierungen der NATO-Staaten und anderer sogenannter Demokratien, einst als Hort der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/menschenrechte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Menschenrechte">Menschenrechte</a> und des politischen wie gesellschaftlichen Fortschritts gefeiert, die Rechte ihrer Bürger immer mehr einzuschränken. Es ist immer weniger verwunderlich, dass Menschen, die man häufig Verschwörungstheoretiker nennt, den Terrorismus für einen getürkten Vorwand zur Einschränkung der bürgerlichen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/freiheitsrechte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Freiheitsrechte">Freiheitsrechte</a> halten. So weit möchte ich nicht gehen, aber ich betrachte die Tendenz, kritische Meinungen zu unterdrücken, mit Sorge, Scham und Wut.</p>
<p>Ich möchte Sie alle herzlich bitten, sich für die Freiheit des Internets einzusetzen, in jeder Form, die Ihnen möglich ist. Wir, die unabhängigen Laienjournalisten, die wenn möglich auch kritische Berichterstattung durchführen, zählen auf Ihre Hilfe.</p>
<p>Vielen Dank</p>
<p>Ihr</p>
<p>Jens Bertrams</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-wahrenhaus-beteiligt-sich-am-sopa-blackout/' addthis:title='Mein Wa(h)renhaus beteiligt sich am SOPA-Blackout' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" title="Demokratie" rel="tag">Demokratie</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/freiheitsrechte/" title="Freiheitsrechte" rel="tag">Freiheitsrechte</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/meinungsfreiheit/" title="Meinungsfreiheit" rel="tag">Meinungsfreiheit</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/menschenrechte/" title="Menschenrechte" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/protest/" title="Protest" rel="tag">Protest</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sopa/" title="SOPA" rel="tag">SOPA</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/urheberrecht/" title="Urheberrecht" rel="tag">Urheberrecht</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/usa/" title="USA" rel="tag">USA</a></p>
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		</item>
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		<title>Rückkehr aus dem Urlaub</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 08:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs. Ab dem 8. Januar werde ich wieder regelmäßiger Texte auf dieser Seite veröffentlichen, mein dreiwöchiger Urlaub ist beendet. Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie die Feiertage gut überstanden haben mögen, und dass sie fröhlich &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/ruckkehr-aus-dem-urlaub/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/ruckkehr-aus-dem-urlaub/' addthis:title='Rückkehr aus dem Urlaub' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Liebe Leserinnen und Leser dieses <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a>. Ab dem 8. Januar werde ich wieder regelmäßiger Texte auf dieser Seite veröffentlichen, mein dreiwöchiger <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/urlaub/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urlaub">Urlaub</a> ist beendet. Ich <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wunsche/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wünsche">wünsche</a> Ihnen allen, dass Sie die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/feiertage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Feiertage">Feiertage</a> gut überstanden haben mögen, und dass sie fröhlich und guter Dinge ins neue Kalenderjahr gehen. Bleiben Sie dabei auch diesem Blog treu, wenn Sie wollen, kommentieren Sie meine Beiträge, Spenden Sie über den Pay-Pal-Button, falls Ihnen diese Seite gefällt, und treten Sie über das Kontaktformular mit mir in Verbindung, wenn Sie das möchten. Ich freue mich über Beteiligung und Rückmeldungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alles Gute für 2012 wünscht Ihnen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jens Bertrams</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/ruckkehr-aus-dem-urlaub/' addthis:title='Rückkehr aus dem Urlaub' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/feiertage/" title="Feiertage" rel="tag">Feiertage</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/jahreswechsel/" title="Jahreswechsel" rel="tag">Jahreswechsel</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/urlaub/" title="Urlaub" rel="tag">Urlaub</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wunsche/" title="Wünsche" rel="tag">Wünsche</a></p>
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		<title>Spenden Sie Anerkennung &#8211; Warum ich einen PayPal-Button habe</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 08:36:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele Blogs haben inzwischen einen Spenden-Button auf ihrer Seite. Vielleicht ist es euch, liebe Leserinnen und Leser, aufgefallen, dass auch mein Wa(h)renhaus jetzt einen solchen Pay-Pal-Spendenbutton besitzt. Und weil wir ja alle jetzt die Adventszeit genießen, will ich euch auch &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/spenden-sie-anerkennung-warum-ich-einen-paypal-button-habe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/spenden-sie-anerkennung-warum-ich-einen-paypal-button-habe/' addthis:title='Spenden Sie Anerkennung &#8211; Warum ich einen PayPal-Button habe' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Viele <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a> haben inzwischen einen Spenden-Button auf ihrer Seite. Vielleicht ist es euch, liebe Leserinnen und Leser, aufgefallen, dass auch mein Wa(h)renhaus jetzt einen solchen Pay-Pal-Spendenbutton besitzt. Und weil wir ja alle jetzt die Adventszeit genießen, will ich euch auch erzählen, warum das so ist. Gebt also fein acht! <img src='http://blog.jens-bertrams.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><span id="more-1033"></span>
<p>Wenn man ein Blog mit fast 450 Artikeln betreibt, das man auch gern vernetzen möchte, dann kostet das Zeit. Außerordentlich viel Zeit natürlich, man kann Tage und Nächte schlaflos vor seinem Rechner sitzen, die Augen mit Streichhölzern offen halten und so weiter. Und wenn einem schon sonst keiner Geld gibt, dann sollen wenigstens die Leser was dafür abdrücken. &#8211; Nee, halt, das war irgendwie falsch. Der Anfang war misslungen, noch mal:</p>
<p>Es gibt sooo viele Leute, die Geld kriegen für ein paar bunte Bildchen, 3 hingeworfene Sätze, ein Video und eine sich drehende DNS-Graphik, da werdet ihr Geizknochen wohl mal für mich im Advent einen Euro übrig haben? &#8211; - Auch das war es irgendwie nicht. Noch mal:</p>
<p>Ich bin arm und blind, und trotzdem&#8230;</p>
<p>Wie schwer ist es doch, zu erklären, warum man einen Spenden-Button auf die Seite setzt? Dabei ist es in Wahrheit doch ganz einfach:</p>
<p>Ich glaube, dass meine 450 Beiträge in diesem Blog mich Arbeit und Aufwand gekostet haben, den ich wirklich gern betrieben habe. Darum sollen meine Leserinnen und Leser die Möglichkeit, aber natürlich nur die Möglichkeit haben, mir eine nach ihrer Meinung angemessene Gegenleistung zukommen zu lassen. Andere, die den Wert ihrer Arbeit auch schätzen, machen das mit Flattr, ich mache es mit einem PayPal-Button.</p>
<p>Dahinter steht der Gedanke, dass auch Arbeit, die außerhalb eines regulären Arbeitsverhältnisses verrichtet wird, Arbeit ist. Aber sie ist sozusagen auf dem ganz freien Markt verrichtet worden, die Kunden bestimmen den Preis, je nachdem, wie zufrieden sie sind. Und es geht ja für mich nicht darum, meinen vollständigen Lebensunterhalt damit zu verdienen, obwohl das natürlich beweisen würde, dass ich in den Augen derer, die dieses Blog lesen, gut schreibe. Spenden sind für mich zum Einen eine Motivation, das Blog weiter zu betreiben, zum Anderen einfach eine Gegenleistung für die Texte, die ich mir ausdachte und schrieb, für die Recherche, die ich dafür betrieb, vielleicht auch eine Hilfe für die notwendigen Auslagen an Software, Serverplatz und anderen Kleinigkeiten.</p>
<p>Nicht, dass ihr mich da missversteht. Ich bitte nicht etwa um Spenden, ich gebe nur die Möglichkeit, meine Arbeit zu honorieren, und ihr könnt das in dem Maße tun, wie sie euch etwas gebracht hat.</p>
<p>Deshalb gibt es diesen PayPal-Button auf meiner Seite, falls sich irgendwer von euch mal darüber gewundert haben sollte. Ich selbst freue mich immer wieder, wenn Leute, die z. B. eine kostenlose Software anbieten, einen Spenden-Button auf ihrer Seite haben. Im Rahmen meiner Möglichkeiten mache ich davon gebrauch, weil ich das neben einem Dank für eine gute Möglichkeit halte, die Arbeit dieser Leute zu honorieren. Schön finde ich daran, dass es freiwillig ist, dass es nicht die Voraussetzung dafür ist, etwas zu bekommen. Und so möchte ich es auch halten.</p>
<p>Schönen Advent an Alle</p>
<p>Jens Bertrams</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/spenden-sie-anerkennung-warum-ich-einen-paypal-button-habe/' addthis:title='Spenden Sie Anerkennung &#8211; Warum ich einen PayPal-Button habe' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		<title>Positive Impulse</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 10:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Frau befahl mir, künftig in meinem Blog auch mehr über positive Dinge zu schreiben, sozusagen als Ausgleich für die dauernd von mir verbreiteten oder kommentierten schlechten Nachrichten. Ohne Hoffnung und positive Beispiele wäre ein gutes Engagement oft nicht möglich. &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/08/positive-impulse/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/08/positive-impulse/' addthis:title='Positive Impulse' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Meine Frau befahl mir, künftig in meinem Blog auch mehr über positive Dinge zu schreiben, sozusagen als Ausgleich für die dauernd von mir verbreiteten oder kommentierten schlechten Nachrichten. Ohne Hoffnung und positive Beispiele wäre ein gutes <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/engagement/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Engagement">Engagement</a> oft nicht möglich. Mit diesem Posting trage ich ihrem Befehl Rechnung.</p>
<p><span id="more-986"></span>
<p>In den letzten Tagen hat <a title="Link zum Artikel" href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/08/warum-kracht-es-in-london/" target="_blank">mein Artikel über die Krawalle in London</a> viele Leser auf mein Blog geführt. Darüber habe ich mich so gefreut, dass ich den <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/beitrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beitrag">Beitrag</a> gleich als <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a> für den <a title="Link zum Ohrfunk" href="http://www.ohrfunk.de" target="_blank">Ohrfunk</a> verarbeitet habe. Dann kam ich mit <a title="Link zum sporadischen Blog meiner Liebsten" href="http://dasnest.klangoblog.net" target="_blank">meiner Liebsten</a> darüber ins Gespräch. Sie sagte mir unverblümt: &#8220;Das ist kein Kommentar, für den ich Werbung machen würde.&#8221; Als ich sie fragte, warum, antwortete sie mir ungefähr wie folgt:</p>
<p>&#8220;In den letzten Jahren haben wir schon oft Analysen der Ursachen für zunehmende Jugendgewalt gehört. Immer wieder ist die Gesellschaft schuld. Wenn man das immer wieder hört, verliert man irgendwann den Mut, etwas zu ändern, denn es brennt ja an allen Ecken und Enden. Was hingegen fehlt sind Plattformen, wo gezeigt wird, wie man sich engagieren kann, was man ändern kann, welche Möglichkeiten man hat. Und es fehlen Erfolgsgeschichten. Wenn etwas einen Menschen wirklich dazu bringen soll, persönlich etwas zu tun, sich zu engagieren, dann sind es nicht die sachlichen oder gar schwarzseherischen Analysen, die das bewirken, sondern Dinge, die einen gefühlsmäßig berühren. Kein noch so ausgefeilter intellektueller Kommentar kann das schaffen, sondern nur Beschreibungen, die kleiner ansetzen, von persönlichen Erlebnissen berichten oder das Bauchgefühl ansprechen. Erst dann, wenn man sich bewusst zum Handeln oder zur Recherche entschlossen hat, sind sachliche Infos nützlich und unbedingt erforderlich. Mir sind aber, auch in deinem Blog, zu wenig positive und ermutigende Ansätze aufgefallen.&#8221;</p>
<p>Nun sitzt der schärfste Kritiker, oder in meinem Fall die schärfste Kritikerin, ja oft am eigenen Küchentisch. Trotzdem konnte ich die gut gemeinte Kritik nicht einfach so übergehen. Natürlich hat sie recht, dass man von ermutigenden Berichten stärker angesprochen wird als von Negativanalysen. Also habe ich über eine Lösung des Problems nachgedacht. Zuerst dachte ich, dass meine Liebste wollte, dass weniger analytische Beiträge veröffentlicht werden. In Rumänien hat es mal einen Gesetzesvorstoß gegeben, der die Presse dazu zwingen sollte, 50 % positive Nachrichten zu veröffentlichen, wie auch immer man das definieren sollte und wer auch immer das Recht zur Definition haben sollte. Die Presse lief natürlich Sturm gegen das Gesetz, und zwar mit dem alten Berufsgrundsatz: &#8220;Good News is bad News.&#8221; Aber für wen ist eine gute Nachricht eine schlechte Nachricht? Für die Shareholder, weil sie Gewinneinbußen befürchten, denn sie glauben, die Menschen seien nur an schlechten, sensationellen Nachrichten interessiert.</p>
<p>Sehen Sie? Schon berichte ich wieder über die Schlechtigkeit der Welt, über böse Konzerne und die guten Politiker, die gute nachrichten verbreiten wollen. Die Materie ist nicht einfach. Jedenfalls stellte sich heraus, dass meine Liebste lediglich darauf hinwirken wollte, dass nicht weniger schlechte, sondern mehr gute Nachrichten veröffentlicht werden. Und da kann ich ihr nur zustimmen.</p>
<p>Also habe ich auf meinem Blog eine neue Kategorie eingerichtet mit dem Titel &#8220;positive Impulse&#8221;. Ich werde über sozial gerechte Reiche, über engagierte Bildbeschreiber, über erfolgreiches Bürgerengagement für eine bessere Bildung und auch über ein Portal für gute Nachrichten schreiben. Diese Themen stehen schon fest. Und gleichzeitig wird es von mir auch heute wieder einen Artikel über die anstehende Rezession geben. Wollen wir hoffen, dass die positiven Impulse die Leserinnen und Leser ansprechen und dafür sorgen, dass sie sich engagieren. Denn unsere Welt ist nicht schlecht, nicht verdammungs- und verteufelungswürdig. Sie ist verbesserungsbedürftig, aber jede und jeder von uns hat jeden Tag aufs neue die Chance dazu. Wir müssen sie nur nutzen, und das gemeinsam.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/08/positive-impulse/' addthis:title='Positive Impulse' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/analyse/" title="Analyse" rel="tag">Analyse</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/engagement/" title="Engagement" rel="tag">Engagement</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/positiv/" title="positiv" rel="tag">positiv</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/pressefreiheit/" title="Pressefreiheit" rel="tag">Pressefreiheit</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/schwarzseherei/" title="Schwarzseherei" rel="tag">Schwarzseherei</a></p>
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		<title>Wo ist die gepflegte politische Debatte in der Blogosphäre?</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 11:18:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit 2 Tagen beobachte ich fasziniert, dass mein Blogbeitrag über die Krawalle in London oft und gern gelesen wird. Allerdings wird er von keinem Blog verlinkt, und es hat bislang nicht einen Kommentar dazu auf meinem Blog gegeben. Ich kann &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/08/wo-ist-die-gepflegte-politische-debatte-in-der-blogosphare/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/08/wo-ist-die-gepflegte-politische-debatte-in-der-blogosphare/' addthis:title='Wo ist die gepflegte politische Debatte in der Blogosphäre?' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Seit 2 Tagen beobachte ich fasziniert, dass mein Blogbeitrag über die Krawalle in London oft und gern gelesen wird. Allerdings wird er von keinem Blog verlinkt, und es hat bislang nicht einen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a> dazu auf meinem Blog gegeben. Ich kann mich, nicht nur bezogen auf mein eigenes Blog, an ganz andere Zeiten erinnern und frage mich, warum auf gemäßigten Politblogs so wenig debattiert wird, und warum sie auch kaum bekannt sind.</p>
<p><span id="more-985"></span>
<p>Bei der Bundestagswahl 2005 gab es eine Vielzahl politischer <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a>. Auch 3 Jahre zuvor waren schon welche aufgetaucht, aber im Vergleich zum Hype des Sommers 2005 konnte man sie vernachlässigen. Ich selbst habe mich damals mit Begeisterung an politischen Diskussionen beteiligt, gerade die neu sich formierende Linke, der Populismus des Oskar Lafontaine und das Abrücken von der SPD wurde kontrovers debattiert. Neben diesen allgemeinen Themen ging es aber auch um Einzelfragen der Bildungs-, Sozial- und Steuerpolitik, und natürlich spielte immer auch die Königsdisziplin politischer Aktivitäten, die Außenpolitik, eine große Rolle. Damals verglichen viele Autoren das Aufkommen der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a> mit einer demokratischen Revolution im Internet, redeten und schrieben eine neue <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/diskussionskultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussionskultur">Diskussionskultur</a> herbei, wähnten die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> durch eine &#8220;Graswurzelbewegung&#8221; der Netzgemeinde auf einem guten Weg. Es war eine Zeit, in der man auch als neuer Blogger, wie ich einer war, etwas bewegen konnte, oder zumindest konnte man mitdebattieren und sich bilden. Das Schwert des eigenen Wortes wird nämlich stumpf, wenn man es nicht ab und an gegen andere Meinungen antreten lässt. Für mich ist politische Toleranz und gepflegter Meinungsaustausch für eine funktionierende politische Kultur unverzichtbar.</p>
<p>Kurz nach den Wahlen waren viele der Wahlblogs wieder verschwunden. Das galt auch für die Blogs der Politiker, die in den Wochen zuvor wie Pilze aus dem Boden geschossen waren. Einige sind uns erhalten geblieben, z. B. &#8220;<a title="Link zum Parteibuch" href="http://www.mein-parteibuch.com" target="_blank" class="broken_link">Mein Parteibuch</a>&#8221; und der &#8220;<a title="Link zum Bembelkandidaten" href="http://www.bembelkandidat.de.ms" target="_blank">Bembelkandidat</a>&#8220;. Doch der Ton in der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogosphare/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogosphäre">Blogosphäre</a> veränderte sich, und ich spreche jetzt bewusst ausschließlich von der politischen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogosphare/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogosphäre">Blogosphäre</a>.</p>
<p>Als der kurze Frühling des recht toleranten Bloggertums vorbei war, begab man sich in einen Stellungskrieg mit rückläufiger Bekanntheit und Beteiligung, so meine persönliche Beobachtung, die ich auch bitte als solche verstanden wissen möchte.</p>
<p>Wenn ich heute politische Blogs lese, auch welche, die ich früher durchaus geachtet habe, dann fällt mir angesichts der großen gesellschaftlichen und politischen Probleme eine zunehmende Systementfremdung und Radikalisierung auf. Ich meine damit, dass die Grundwerte wie Demokratie, persönliche Freiheit und <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/menschenrechte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Menschenrechte">Menschenrechte</a> immer mehr als nicht existente Vorspiegelungen des ungezügelten Kapitalismus dargestellt werden. Zunehmend geht man von der Kritik an Missständen dieses Systems über zur vollständigen Ablehnung dieser Grundwerte. Wer sich also heute politisch für die Demokratie im westlichen Sinne einsetzt, wird von vielen alteingesessenen Politaktivisten im Internet wie ein Faschist behandelt. Der Faschismus beginnt bei allem, was rechts von der Linken ist, und manchmal sogar bei der Linken selbst. Natürlich gibt es auch extrem rechte Blogs mit ihren ungezügelten Hasstiraden gegen Muslime und Linke. So ist zwischen diesen beiden Lagern, die im Tonfall mehr verbindet als trennt, ein Stellungskrieg entstanden. Das führt zum Beispiel nach meinen Beobachtungen dazu, dass es einige politische Blogs gibt, deren Kommentare auf meistens radikale Artikel im frenetischen Beifall, oder in wüster Ablehnung bestehen. Inhalt spielt selten eine Rolle, hauptsache man kann eine rechte Kommentarkeilerei vom Zaun brechen.</p>
<p>Als ich selbst mit dem Bloggen begann, gab es auf meine Beiträge auch immer wieder Kommentare. Dann habe ich mein Blog eine Weile wegen meiner Tätigkeit für den Ohrfunk massiv vernachlässigt. Als ich wieder einstieg, war es kaum noch möglich, mit einer gemäßigten Stimme Fuß zu fassen. Diskussionen über meine Kommentare fanden nicht mehr statt. Inzwischen gibt es sogar Blogs, die ganz bewusst keine Diskussionen wollen und die Kommentarfunktion ausschalten, bei denen es einzig und allein um die Verbreitung der systemfeindlichen Meinungen geht. Feindliche Meinungen gegen ein System übrigens, dass ihnen die Verbreitung dieser Meinungen noch gestattet. Ich weiß ja selbst, dass man die Blogger nicht als Gefahr sieht. Ich bin politisch nicht so naiv zu glauben, es sei in dieser Gesellschaft reiner Idealismus, der heute noch unterschiedliche Meinungen zulässt. Trotzdem bin ich jemand, der sich für die Veränderung des bestehenden Systems hin zu mehr Demokratie und Pluralismus, zu sozialer Verantwortung in der Marktwirtschaft und zu ausgleichender Gerechtigkeit, nachhaltiger Energie-, Umwelt- und Friedenspolitik einsetzt. Viele politische Blogs haben den Boden der berühmt gewordenen freiheitlich-demokratischen Grundordnung aber verlassen, was ich schade finde.</p>
<p>Eine gewöhnlich gut unterrichtete, engagierte junge Frau mittleren Alters, mit der ich immer mal wieder politische Diskussionen führe, war sich mit mir in dieser Beurteilung einig, als ich ihr erzählte, dass ich einen Blogbeitrag über dieses Thema schreiben wollte. Ihre <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/analyse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Analyse">Analyse</a> der Situation viel persönlich und sehr knapp aus: Die Qualität und der Tiefgang der Blogbeiträge habe massiv nachgelassen, sachliche <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/analyse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Analyse">Analyse</a> sei immer weniger erwünscht, im Gegensatz zur polemischen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/meinungsmache/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Meinungsmache">Meinungsmache</a>, und außerdem gebe es auch im Bereich der Blogs inzwischen eine Reizüberflutung, seit es sehr viele Blogs gebe, die sich &#8211; überspitzt formuliert &#8211; mit der täglichen Verdauung des Bloggers befassten. &#8220;Viele nutzen ihre Blogs, um sich auszukotzen&#8221;, sagte sie. Ich glaube, da ist was dran.</p>
<p>Ich habe in den letzten 2 Jahren über viele Themen geschrieben, über die man hätte diskutieren können. Auch viele Themen, über die ich selbst gern diskutiert hätte. Aber die Beiträge wurden nicht mehr kommentiert. Das Interesse an Blogs, die kein unkontrolliertes Politikerbashing betreiben, scheint massiv nachgelassen zu haben. Wo ist der Aufbruch in eine Demokratisierung durch das Internet hin? Wo sind all die engagierten Demokraten, die mit kritischem Blick und wachem Verstand die Vorgänge in unserem Land und in der Welt verfolgen, sich informieren, ihre Meinung sagen und sich doch gegenseitig respektieren?</p>
<p>Ich selbst lese kaum noch Blogs. Das finde ich bedauerlich, aber Blogs, die ausschließlich dazu da sind, die Schlechtigkeit des gesamten politischen Systems darzustellen, ohne machbare Alternativen zu bieten, finde ich unsinnig. Blogs über erfolgreiche, sozusagen systemimmanente Projekte werden kaum bekannt. Meinungsblogs verstehen sich allzu oft als undifferenzierte Meinungsmacherplattformen, das finde ich schade. Bei den nächsten Wahlen beispielsweise wird es vermutlich nicht mehr viele interessante Blogs geben, die dazu aufrufen, tatsächlich wählen zu gehen, sich in den Parteien zu engagieren und deren Kurs mit einem Marsch durch die Institutionen zu verändern. Vielmehr wird der Leser dieser Blogs vermutlich denken, dass das ganze Wählen ohnehin keinen Sinn hat und nur eine Vorspiegelung wirklicher Demokratie ist. Selbst wenn das stimmt, hilft der Boykott nichts, ebenso wenig wie die Protestwahl für solche Gruppierungen wie die rechten Parteien, die jetzt in ganz Europa Fuß fassen. Aber demokratische Vernetzung, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/engagement/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Engagement">Engagement</a> und sogar Hinwendung zu den Kräften der Marktwirtschaft, die selbst für ihre soziale Komponente eintreten, könnte nützlich sein.</p>
<p>Jedenfalls ist von der Aufbruchsstimmung, die ich miterlebte, als ich selbst mit dem Bloggen begann, nicht mehr viel zu spüren. Deshalb können Artikel über London oder Oslo veröffentlicht werden, zum Beispiel von mir, ohne einen einzigen Kommentar nach sich zu ziehen. Vielleicht haben die politischen Blogs den Reiz des Neuen verloren, jedenfalls haben Ihr Einfluss und ihre Bekanntheit spürbar nachgelassen, sieht man von radikalen Meinungsblogs einmal ab.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/08/wo-ist-die-gepflegte-politische-debatte-in-der-blogosphare/' addthis:title='Wo ist die gepflegte politische Debatte in der Blogosphäre?' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogosphare/" title="Blogosphäre" rel="tag">Blogosphäre</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" title="Blogs" rel="tag">Blogs</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" title="Demokratie" rel="tag">Demokratie</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/diskussionskultur/" title="Diskussionskultur" rel="tag">Diskussionskultur</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/meinungsmache/" title="Meinungsmache" rel="tag">Meinungsmache</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/netzpolitik/" title="Netzpolitik" rel="tag">Netzpolitik</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/systemkritik/" title="Systemkritik" rel="tag">Systemkritik</a></p>
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		<title>Suchmaschinenoptimierung</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 07:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man wie ich nur eine einstellige Besucherzahl pro Tag auf seinem Blog hat, wenigstens an manchen Tagen, dann möchte man das gerne ändern. Also wünschte ich mir eine Fee herbei, und siehe, sie kam auch. Es war eine männliche &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/08/suchmaschinenoptimierung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/08/suchmaschinenoptimierung/' addthis:title='Suchmaschinenoptimierung' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Wenn man wie ich nur eine einstellige Besucherzahl pro Tag auf seinem Blog hat, wenigstens an manchen Tagen, dann möchte man das gerne ändern. Also wünschte ich mir eine Fee herbei, und siehe, sie kam auch.</p>
<p><span id="more-974"></span>
<p>Es war eine männliche Fee, ich habe noch nicht herausgefunden, ob es dafür ein Wort gibt. In Gestalt von Raul Hagen näherte sie sich mir, er ist der Initiator von &#8220;<a title="Link zur Seite" href="http://www.goodnewstoday.de" target="_blank">Good News Today</a>&#8220;. Ich führte gestern mit ihm für den Ohrfunk ein Interview, was übrigens sehr gut war. Bei dieser Gelegenheit unterhielten wir uns ein wenig, und er schlug mir vor, mehr für meine <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinenoptimierung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Suchmaschinenoptimierung">Suchmaschinenoptimierung</a> zu tun. Ich kriegte einen gewaltigen Schreck, denn ich dachte, das hätte ich bereits. Ein sogenanntes <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/seo-plugin/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SEO-Plugin">SEO-Plugin</a> lief bei mir, und ich hatte extra für <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> eine sogenannte XML-Sitemap erzeugt. Meine Statistiken blieben aber flau.</p>
<p>Raul nun sagte mir als erstes, dass meine Permalink-Struktur von <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wordpress/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wordpress">WordPress</a> schlecht sei. <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/permalinks/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Permalinks">Permalinks</a> sind die Adressen, unter denen meine Beiträge zu erreichen sind. Früher wurde das durch echte HTML-Seiten geregelt, aber heutzutage gibt es die Jahres- und Monatsverzeichnisse, die man bei mir findet, in Wirklichkeit gar nicht, es sind praktisch erfundene Adressen, damit die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Suchmaschinen">Suchmaschinen</a> besser auf meine Seiten zugreifen können. Meine Adressstruktur bestand aus dem Jahr, einem Schrägstrich, dem Monat, wieder einem Schrägstrich, dem Tag, noch einem Schrägstrich, und dann der Nummer des Beitrages. Diese Nummer hatte aber für die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Suchmaschinen">Suchmaschinen</a> nichts mit dem Titel zu tun, und der widerum nichts mit den Schlüsselwörtern, die die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Suchmaschinen">Suchmaschinen</a> benutzen. Raul riet mir, die Struktur so zu ändern, dass in der Adresse auch der Titel des Beitrages zu lesen ist. Da ich aber Links auf meine alten Adressen habe, musste ich mir erst ein Plugin suchen, das diese alten Adressen auf die neuen umleitet. Gott sei dank fand ich schnell eines.</p>
<p>Rauls zweiter Tipp war komplizierter. Er schlug vor, im Titel jedes Beitrages statt meines Blognamens die Stichwörter oder Tags zu verwenden, die den Inhalt des Beitrages beschreiben. Das gefiel mir nicht, zumindest nicht, wenn ich sie von Hand eintragen hätte müssen. Glücklicherweise gibt es aber auch hierfür ein Plugin, das ich mir installierte. Allerdings muss ich daran noch einiges verfeinern, aber das kommt in nächster Zeit. Jedenfalls findet man darum jetzt im Seitentitel jedes Beitrages auch schon einige Schlüsselwörter über den Inhalt. Wollen wir hoffen, dass das irgendwas bringt. Denn natürlich möchte ich gern, dass die Seite hier auch gelesen wird.</p>
<p>Suchmaschinenoptimierung ist offenbar eine eigene Wissenschaft. Muss es vielleicht auch sein, wenn man bedenkt, wie viele Seiten so ein Suchmaschinenrobot indizieren muss. Natürlich, und davor will ich mich auch nicht drücken, kann eine mangelnde Beteiligung von Lesern dieses <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a> auch am Inhalt liegen. Vielleicht ist mein Fehler, kein Pöbelblog zu haben, oder vielleicht stimmt es, was manche Politiker immer wieder beklagen: Die Deutschen interessieren sich nicht für ihre Gesellschaft und ihre Politik.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/08/suchmaschinenoptimierung/' addthis:title='Suchmaschinenoptimierung' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/google/" title="Google" rel="tag">Google</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/permalinks/" title="Permalinks" rel="tag">Permalinks</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/seo-plugin/" title="SEO-Plugin" rel="tag">SEO-Plugin</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinen/" title="Suchmaschinen" rel="tag">Suchmaschinen</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinenoptimierung/" title="Suchmaschinenoptimierung" rel="tag">Suchmaschinenoptimierung</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wordpress/" title="Wordpress" rel="tag">Wordpress</a></p>
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		<item>
		<title>Wichtige Veränderungen in meinem Blog</title>
		<link>http://blog.jens-bertrams.de/2011/07/wichtige-veranderungen-in-meinem-blog/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 11:32:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Computer und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Beitrag]]></category>
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		<category><![CDATA[Schnickschnack]]></category>
		<category><![CDATA[Wordpress]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Sie in den letzten Wochen auf meinem Blog gesehen haben, hat sich einiges verändert. Für alle die, die sich wundern, was der Schnickschnack soll, möchte ich hier ein paar Erklärungen und wirklich nützliche Tipps liefern. Vor ein paar Wochen &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/07/wichtige-veranderungen-in-meinem-blog/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/07/wichtige-veranderungen-in-meinem-blog/' addthis:title='Wichtige Veränderungen in meinem Blog' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Wie Sie in den letzten Wochen auf meinem Blog gesehen haben, hat sich einiges verändert. Für alle die, die sich wundern, was der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/schnickschnack/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schnickschnack">Schnickschnack</a> soll, möchte ich hier ein paar Erklärungen und wirklich nützliche Tipps liefern.</p>
<p><span id="more-938"></span>
<p>Vor ein paar Wochen habe ich das Aussehen des <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a> verändert und dann auch <a title="Link zu WordPress" href="http://www.wordpress.org" target="_blank">WordPress</a>, das System, mit dem ich mein Blog betreibe, aktualisiert. Das war nach mehr als 5 Jahren auch wirklich einmal fällig. Das war aber nicht alles. In den letzten Monaten habe ich feststellen müssen, dass die Besucherzahlen auf meiner Seite extrem rückläufig waren. Es gab Tage, an denen verirrten sich gerade mal 2 Besucher hierher. Für mich, der ich eine Menge Zeit, Gehirnschmalz und Herzblut in dieses Blog investiere, war das ein unhaltbarer Zustand.</p>
<p>Zunächst einmal habe ich das Blog umgestaltet. Es gibt nun eine gute Suchfunktion, Kategorien, Monatsarchive, die Blog-Roll und 4 Feeds, von denen die letzten 5 Artikel angezeigt werden. Dazu gehören die <a title="Link zur Hu in Marburg" href="http://www.hu-marburg.de" target="_blank">Humanistische Union in Marburg</a>, die <a title="Link zu Marburgnews" href="http://www.marburgnews.de" target="_blank">Marburgnews</a> und die <a title="Link zur NOS" href="http://www.nos.nl" target="_blank">niederländische Rundfunkstiftung</a>.</p>
<p>Außerdem gibt es jetzt eine Möglichkeit, freiwillig für den Erhalt dieses Blogs via <a title="Link zu Pay Pal" href="http://www.paypal.de" target="_blank">Pay Pal</a> zu spenden. Natürlich ist das keine Verpflichtung, aber ich habe das schon auf anderen Blogs gesehen und auch schon gespendet, weil ich glaube, dass auch so ein Blog einen gewissen Wert hat.</p>
<p>Endlich habe ich auch ein ordentliches Impressum und ein Kontaktformular eingebaut. Das lag mir schon lange am Herzen, ich habe mich aber nie dazu aufgerafft.</p>
<p>Für alle die, die eine Diskussion in den Kommentaren verfolgen wollen, gibt es jetzt eine neue Funktion. Wenn Sie einen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a> schreiben, gibt es unter dem Abschicken-Button ein Kontrollkästchen. Damit können Sie angeben, dass Sie sich per Mail über neue Kommentare zu diesem Blogeintrag benachrichtigen lassen wollen. Ich halte das für eine gute Sache, falls man einen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a> schreibt und nicht alle 2 Stunden nachsehen will, wer geantwortet hat, zumal es nur selten und wenige Kommentare auf meinem Blog gibt.</p>
<p>Eine weitere Neuerung, die vielleicht meinen blinden Leserinnen und Lesern ein wenig Schwierigkeiten bereitet, sind die Buttons zum Twittern oder zum Teilen auf <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a>. Da sehr viele Menschen auf diesen Netzwerken aktiv sind, halte ich es wirklich für unerlässlich, den Besucherinnen und Besuchern meiner Seite die Möglichkeit zu geben, Artikel, die sie gut und interessant finden, der Welt mitzuteilen. Bitte machen Sie als Twitter- oder <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a>-Nutzer ausgiebig gebrauch von diesen neuen Möglichkeiten, und zögern Sie auch nicht, den Like-Button zu nutzen, wenn Ihnen der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/beitrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beitrag">Beitrag</a> gefält und Sie Facebook-Nutzer sind. Auf die Dauer werde ich auch ein Bewertungssystem für Menschen hinzufügen, die nicht bei Facebook aktiv sind.</p>
<p>Ab sofort werden meine Beiträge auch verschlagwortet. Dies geschieht automatisch und wird von mir nur in den seltensten Fällen manuell nachbearbeitet. Während Kategorien bei <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wordpress/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wordpress">WordPress</a> feste Ordner sind, sind Schlagworte so eine Art Karteikarten oder Lesezeichen, von denen es viel mehr gibt als Kategorien. <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Suchmaschinen">Suchmaschinen</a> können Beiträge so leichter einordnen.</p>
<p>Überhaupt habe ich mich im Hintergrund auch um die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinenoptimierung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Suchmaschinenoptimierung">Suchmaschinenoptimierung</a> gekümmert. Und ich werde nach und nach auch wieder die Anzahl von Links erhöhen, sowohl zu interessanten oder zugehörigen Artikeln meines eigenen Blogs, als auch zu Artikeln von Leuten aus meiner Blogroll. Schon jetzt findet man unter den Beitragen verwandte Artikel und weitere Leseempfehlungen.</p>
<p>Dass ich auf der Seite das Wetter in Marburg anzeigen lasse, ist bei den ganzen Veränderungen eher nur noch eine kleine Spielerei, die das ganze einfach nur nett macht.</p>
<p>Haben Sie Ideen, wie ich mehr Besucher zu dieser Seite holen kann? Also Besucher natürlich, die sich für diesen Content interessieren, nicht einfach nur Leute, die drauf klicken? Für Anregungen bin ich immer offen.</p>
<p>Viel Spaß noch mit den Seiten auf diesem Blog!</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/07/wichtige-veranderungen-in-meinem-blog/' addthis:title='Wichtige Veränderungen in meinem Blog' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/beitrag/" title="Beitrag" rel="tag">Beitrag</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" title="Blogs" rel="tag">Blogs</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/facebook/" title="Facebook" rel="tag">Facebook</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kommentar/" title="Kommentar" rel="tag">Kommentar</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/schnickschnack/" title="Schnickschnack" rel="tag">Schnickschnack</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wordpress/" title="Wordpress" rel="tag">Wordpress</a></p>
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		<title>Schnelle Beerdigung einer guten Idee</title>
		<link>http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/schnelle-beerdigung-einer-guten-idee/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 02:23:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Abend und die Nacht habe ich getestet. Vorläufig wird es keinen Podcast geben, auch wenn die Episode 1 jetzt korrekt erscheint. Sie tut es nur, weil ich von Hand daran gearbeitet habe. Genau das wollte ich mir aber ersparen. &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/schnelle-beerdigung-einer-guten-idee/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/schnelle-beerdigung-einer-guten-idee/' addthis:title='Schnelle Beerdigung einer guten Idee' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Den Abend und die Nacht habe ich getestet. Vorläufig wird es keinen Podcast geben, auch wenn die Episode 1 jetzt korrekt erscheint. Sie tut es nur, weil ich von Hand daran gearbeitet habe. Genau das wollte ich mir aber ersparen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schade, aber ich werde weiter daran arbeiten.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/schnelle-beerdigung-einer-guten-idee/' addthis:title='Schnelle Beerdigung einer guten Idee' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		<title>Neuer Podcast: Episode 1 &#8211; Test und Eigenwerbung</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 01:46:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Computer und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Eintrag ist hauptsächlich ein Test. Ich habe mich entschieden, wieder mit einem eigenen Podcast in unregelmäßigen Abständen zu beginnen. Hier folgt die erste Episode. Inhalt ist eigentlich nur der Test der Funktion. Und ein wenig Eigenwerbung. auf www.tag-des-schreibens.com bin &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/neuer-podcast-episode-1-test-und-eigenwerbung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/neuer-podcast-episode-1-test-und-eigenwerbung/' addthis:title='Neuer Podcast: Episode 1 &#8211; Test und Eigenwerbung' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Dieser Eintrag ist hauptsächlich ein Test. Ich habe mich entschieden, wieder mit einem eigenen Podcast in unregelmäßigen Abständen zu beginnen. Hier folgt die erste Episode. Inhalt ist eigentlich nur der Test der Funktion. Und ein wenig Eigenwerbung. auf www.tag-des-schreibens.com bin ich als einer von 60 zum Onlineautor des Jahres nominiert worden. Noch bis zum 26. Juni kann man dafür abstimmen. Im Podcast lese ich den Text, für den ich nominiert worden bin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="/wp-content/uploads/episode1-testundeigenwerbung.mp3">Episode 1 &#8211; Test und Eigenwerbung</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gute Unterhaltung.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/neuer-podcast-episode-1-test-und-eigenwerbung/' addthis:title='Neuer Podcast: Episode 1 &#8211; Test und Eigenwerbung' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Artikel 401 &#8211; die 6-Jahres-Bilanz</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 14:08:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bloggen]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 14. April 2005 habe ich dieses Weblog unter dem Titel &#8220;Mein chaotisches Webtagebuch&#8221; eröffnet. Seither habe ich 400 Artikel gepostet, und das in 2260 Tagen. Zeit, eine kurze Bilanz zu ziehen.Mir gefiel damals die Idee, über alles und jedes &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/artikel-401-die-6-jahres-bilanz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/artikel-401-die-6-jahres-bilanz/' addthis:title='Artikel 401 &#8211; die 6-Jahres-Bilanz' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Am 14. April 2005 habe ich dieses Weblog unter dem Titel &#8220;Mein chaotisches Webtagebuch&#8221; eröffnet. Seither habe ich 400 Artikel gepostet, und das in 2260 Tagen. Zeit, eine kurze Bilanz zu ziehen.<span id="more-840"></span>Mir gefiel damals die Idee, über alles und jedes zu schreiben. Nicht umsonst habe ich das Blog ein &#8220;Webtagebuch&#8221; genannt. Meine Gedanken wollte ich niederschreiben, über Ereignisse aus meinem Leben berichten, und ich wollte über die Themen referieren, die mir am Herzen lagen: Die Niederlande, Politik, vielleicht auch Musik. Natürlich sollte auch das Thema Behinderung nicht fehlen, und vermutlich würde ich auch über das Internet einiges zu sagen haben. So standen trotz des chaotischen Charakters meines <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a> die Hauptthemen und Kategorien bereits fest. Also machte ich mich daran, sie mit Leben zu füllen.</p>
<p>Auf die Idee mit dem Bloggen hatte mich <a title="Link zum Blog von Christiane Link" href="http://www.behindertenparkplatz.de" target="_blank">Christiane</a> gebracht, und sie und ihr Freund halfen mir auch bei der Einrichtung von <a title="Link zu WordPress" href="http://www.wordpress.org" target="_blank">WordPress</a>. Für mich tat sich eine völlig neue Welt auf, und es sah so aus, als würde ich in den folgenden Monaten, kurz vor der Bundestagswahl 2005, sehr viel bloggen und lesen.</p>
<p>Wie oft in meinem Leben kam dann alles ganz anders. Am 5. Mai 2005 trafen sich in Berlin einige blinde Radiofans, und vom 30. September 2005 an war ich fast nur noch mit dem Radio beschäftigt. Das merkte man schnell auch in meinem Blog. Am Anfang hatte ich durchaus einige Zugriffe, aber in den Jahren darauf änderte sich das. Seit Februar 2006 arbeitete ich für den <a title="Link zum Ohrfunk" href="http://www.ohrfunk.de" target="_blank">Ohrfunk</a>, und ich habe mein Blog sträflich vernachlässigt.</p>
<p><a title="Link zum Journalistenbüro von Franz-Josef Hanke" href="http://www.fjh-journalistenbuero.de" target="_blank">Franz-Josef Hanke</a>, ein befreundeter Journalist, kam mit mir gemeinsam auf die Idee, dem Blog einen treffenderen Namen zu geben. Da ich immer mehr politische Beiträge schrieb und kaum noch über mein Leben berichtete, schlug er &#8220;Mein Wa(h)renhaus&#8221; als neuen Titel vor. Die Idee gefiel mir, und ich setzte sie um.</p>
<p>Ein paar Highlights gab es in meiner Blog-Geschichte. Mein <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/beitrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beitrag">Beitrag</a> über meine <a title="Link zum Beitrag" href="http://blog.jens-bertrams.de/2006/09/09/138/" target="_blank">Erinnerungen an den 11. September</a>, oder der <a title="Link zum Beitrag" href="http://blog.jens-bertrams.de/2007/04/20/214/" target="_blank">über den Arbeitslosen</a>, der in Speyer verhungerte. Auch mein <a title="Link zum Beitrag" href="http://blog.jens-bertrams.de/2006/11/08/165/" target="_blank">Atheistisches Manifest</a> löste interessante Diskussionen aus. Ansonsten blieb und bleibt es in diesem Blog recht still. Das ist natürlich nicht verwunderlich. Denn schon seit langem spicke ich meine Beiträge nicht mehr mit Links zu anderen Blogs, wie es sich für ein echt gutes Weblog eigentlich gehört. Ich würde es auch gern machen, aber allein die Recherche und das umständliche, für mich umständliche, Aussortieren der Adressen nimmt mir sehr viel Zeit weg, die ich während meiner Arbeit fürs Radio einfach nicht habe. Das ist sehr schade, denn ich habe immer gern in Blogs gelesen und mir daraus auch Inspiration geholt.</p>
<p>400 Artikel in 6 Jahren und 2 Monaten ist nicht viel. Es wäre noch weniger, wenn ich nicht meine Kommentare für den Sender in dieses Blog einstellen würde. Aber eine Kommentierung meiner Beiträge findet schon lange kaum noch statt. Wenn ich 5 Besucher am Tag habe, so ist das viel. Mir bleibt nur der Trost, dass meine Postings ja über <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Suchmaschinen">Suchmaschinen</a> zu finden sind, und dass sie irgendwem, der es gerade mal braucht, als Informationsquelle dienen können. Deshalb werde ich auch dann weiter bloggen, wenn die Besucherzahlen ein großes Desinteresse an diesen Seiten vermuten lassen.</p>
<p>Vor ein paar Tagen habe ich das Aussehen des Blogs nach mehreren Jahren mal überarbeitet. Es war dringend nötig, und ich wollte die Möglichkeiten des neuen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wordpress/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wordpress">WordPress</a> besser nutzen. Die Idee dazu lieferte das Blog meines Freundes <a title="Link zu den Zeitgeistern" href="http://blog.mario-kratzer.de" target="_blank">Mario Kratzer</a>. Vielleicht signalisiert das neue Gewand ja auch einen neuen Aufbruch.</p>
<p>Zum Schluss möchte ich drei Bloggerinnen danken, die am Anfang oft und auch später immer mal wieder auf meinen Seiten herumgelesen und mein Blog verlinkt haben: <a title="Link zum Behindertenparkplatz" href="http://www.behindertenparkplatz.de" target="_blank">Christiane</a>, <a title="Link zur Sammelmappe" href="http://www.sammelmappe.de" target="_blank">Claudia</a> und <a title="Link zu moving Target" href="http://www.moving-target.de" target="_blank">Carola</a>. Vielen Dank, und fröhliches Bloggen!</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/artikel-401-die-6-jahres-bilanz/' addthis:title='Artikel 401 &#8211; die 6-Jahres-Bilanz' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mein Wa(h)renhaus im neuen Gewand</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 04:14:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Computer und Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich bin ich ja selten ein Freund von großen Relaunches und Redesigns. Ich finde, dass sich auch Webseiten, genau wie Radiosendungen, durch Kontinuität, ein scharfes Profil und Erkennbarkeit auszeichnen. Damit liege ich im durchhörbaren und durchlesbaren Magazinzeitalter meistens nicht im &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/mein-wahrenhaus-im-neuen-gewand/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/mein-wahrenhaus-im-neuen-gewand/' addthis:title='Mein Wa(h)renhaus im neuen Gewand' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Eigentlich bin ich ja selten ein Freund von großen Relaunches und Redesigns. Ich finde, dass sich auch Webseiten, genau wie Radiosendungen, durch Kontinuität, ein scharfes Profil und Erkennbarkeit auszeichnen. Damit liege ich im durchhörbaren und durchlesbaren Magazinzeitalter meistens nicht im Trend. Hin und wieder ist aber ein Redesign aus ganz praktischen Gründen notwendig, und drum hat mein Blog jetzt eins erhalten.<span id="more-481"></span>Zunächst einmal ging es mir um Barrierearmut. Von Barrierefreiheit will ich nicht sprechen, die ist nicht erreicht, und ich habe auch keine Lust, dass mir die Technikformalisten aufs Dach steigen. Deshalb habe ich mit einer neuen Version von <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wordpress/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wordpress">WordPress</a> auch das Theme gewechselt. Das Blog verfügt jetzt über Orientierungspunkte und einen &#8220;Springe zum Inhalt&#8221;-Link.</p>
<p>Außerdem hat WordPress auf sogenannte Widgets umgestellt. Man muss jetzt noch weniger von HTML oder PHP verstehen, um verschiedene Funktionen an verschiedenen Stellen einbauen zu können. Das hat Vorteile. Auch als Blinder kann man begrenzt Einfluss darauf nehmen, wo auf der Seite verschiedene Elemente zu finden sind. Anfänglich dachte ich, diese Widgets seien überhaupt nicht zugänglich, weil sie via drag and drop verschoben und eingebaut werden mussten. Aber man kann auf einen Zugänglichkeitsmodus umschalten, und dann funktionierts.</p>
<p>Zum Schluss hatte ich ohnehin vor, ein paar Änderungen vorzunehmen. Heute ist es ja notwendig, sich in soziale Netzwerke einzuklinken. Dazu muss es einfache Möglichkeiten geben, eigene Artikel von Besuchern auf diesen Netzwerkseiten verbreiten zu lassen. Allerdings kollidiert das oft mit der Barrierearmut, weil gerade die älteren Browser mit den Share-Buttons nicht mehr umgehen können, oder der Rechner extrem verlangsamt wird.</p>
<p>Darum bin ich für Kritik und Anregungen sehr dankbar. Unten auf jeder Seite gibt es ab sofort ein Kontaktformular. Und ich hoffe, dass durch die stärkere Einbindung in soziale Netzwerke die Zugriffszahlen auch steigen werden.</p>
<p>In diesem Sinne viel Spaß mit dem neuen Design.</p>
<p>p. S.: Ein Impressum ist auch endlich vorhanden.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/06/mein-wahrenhaus-im-neuen-gewand/' addthis:title='Mein Wa(h)renhaus im neuen Gewand' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		<title>Die spanische Revolution &#8211; Hirngespinst oder Realität</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 15:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Computer und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[erlebte Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Wäre ich nicht ein aufmerksamer Leser auf Twitter, ich hätte von der angelaufenen spanischen Revolution nichts, aber auch gar nichts, gehört. In der ARD und im ZDF, im Spiegel und im Stern, in der Süddeutschen, der frankfurter Allgemeinen und sogar &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/05/die-spanische-revolution-hirngespinst-oder-realitat/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/05/die-spanische-revolution-hirngespinst-oder-realitat/' addthis:title='Die spanische Revolution &#8211; Hirngespinst oder Realität' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Wäre ich nicht ein aufmerksamer Leser auf Twitter, ich hätte von der angelaufenen spanischen Revolution nichts, aber auch gar nichts, gehört. In der ARD und im ZDF, im Spiegel und im Stern, in der Süddeutschen, der frankfurter Allgemeinen und sogar in der Bild-Zeitung wird der begonnene Umsturz tot geschwiegen. Oder: Sollte es gar keinen Umsturz geben?<span id="more-466"></span>Spanische Demonstranten werfen Journalisten vor, über ihre Anliegen, über die Bewegung &#8220;<a title="Democracia real ya!" href="http://www.democraciarealya.es" target="_blank">Wirkliche Demokratie JETZT</a>!&#8221; und über den Verlauf der Ereignisse zu schweigen, und zwar ganz bewusst. Denn die Bewegung hat sich nicht mehr und nicht weniger vorgenommen, als einen Systemwechsel hin zu einer nicht ideologischen, wirklich pluralistischen, sozial gerechten und gleichberechtigten <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a>. &#8220;Wir sind keine Wahre in den Händen der Politiker und Banker&#8221;, erklärt die Bewegung selbstbewusst. In ihrem <a title="Manifest auf englisch" href="http://www.democraciarealya.es/?page_id=814" target="_blank">Manifest</a> heißt es unter Anderem:</p>
<p>&#8220;Einige von uns betrachten sich als liberaler, andere konservativer. Einige<br />
gläubig, andere nicht. Einige haben eine klar definierte Ideologie, andere<br />
betrachten sich als unpolitisch. Aber wir alle sind betroffen und empört<br />
über das politische, ökonomische und soziale Panorama was wir um uns herum<br />
sehen. Empört über die Hilflosigkeit einfacher Leute.&#8221;</p>
<p>Die Plattform fordert unter Anderem: &#8220;Die vordringlichsten Aufgaben jeder entwickelten Gesellschaft sind Gleichheit, Fortschritt, Solidarität, kulturelle Freiheit, Nachhaltigkeit und Entwicklung, Wohlfahrt und das Glück der Menschen. An folgende unveräußerliche Wahrheiten sollten wir uns in unserer Gesellschaft halten:Das Recht auf Wohnung, Arbeit, Kultur, Gesundheit, Bildung, politische Teilhabe, freie Entfaltung der Persönlichkeit und Verbraucherrechte für ein gesundes und glückliches Leben. &#8230; Demokratie gehört dem Volk. Demos heißt Volk, kratos heißt Regierung. Dies bedeutet, dass die Regierung aus jedem Einzelnen von uns besteht. Doch in Spanien hört uns der größte Teil der politischen Klasse nicht einmal zu. Politiker sollten unsere Interessen in den staatlichen Institutionen vertreten und somit die politische Teilhabe der Bürger durch direkte Maßnahmen verwirklichen, die den größten Nutzen für die Gesamtgesellschaft erbringen. Sie sollten nicht reich und wohlhabend auf unsere Kosten werden und sich nur der Diktatur der großen Wirtschaftsinteressen verschreiben. Und dies mit Hilfe eines zwei-Parteien-Systems, das mit den Namen PP und PSOE verknüpft ist. Machtgier und ihre Konzentration bei wenigen Personen schafft Ungleichheit, Spannung und Ungerechtigkeit, was zur Gewalt führt, die wir ablehnen. Das veraltete und unnatürliche Wirtschaftsmodell nährt einen gesellschaftlichen Mechanismus, der sich in einer enger werdenden Spirale selbst verzehrt, in dem ein paar davon profitieren, während für den Rest nur Armut bleibt. Bis hin zum Zusammenbruch. &#8230; Wir sind anonym, aber ohne uns würde dieses System nicht funktionieren, denn wir halten es in gang. Wenn wir es als Gesellschaft lernen, unsere Zukunft nicht einer abstrakten Wirtschaft anzuvertrauen, die für die Meisten niemals Nutzen bringt, können wir den Missbrauch beseitigen, unter dem wir alle leiden. Wir brauchen eine ethische Revolution. Anstatt das Geld über den Menschen zu stellen, werden wir es uns wieder dienstbar machen. Wir sind Menschen, keine Wahren! &#8230;&#8221;</p>
<p>Dieser Aufruf und die Bewegung &#8220;Wirkliche Demokratie jetzt&#8221; entwickelte sich aus einer Internetmailingliste. Und am vergangenen Sonntag brachte sie in 70 Städten Spaniens rund 100.000 Menschen auf die Straßen. &#8220;Wählt sie nicht&#8221;, skandierten diese Menschen aus allen Schichten, Altersgruppen und Regionen, und meinten damit die Politiker, die sich am kommenden Sonntag der Wiederwahl in den Regional- und Gemeindeparlamenten stellen. Ausdrücklich wendet sich die Protestbewegung gegen die Korruption im Land, denn von 123 Politikern auf den Wahllisten aller Parteien ist bereits bekannt, dass sie der Korruption verdächtigt oder gar überführt sind. Das hindert sie jedoch nicht daran, zur Wahl anzutreten. Die Rechte Presse nennt die Demonstranten &#8220;ein paar Ultralinke&#8221;, das Staatsfernsehen spricht von &#8220;Unzufriedenen&#8221;. Zumindest letzteres ist zweifellos richtig, allerdings scheinen es weit mehr als ein paar zu sein. Immerhin waren es so viele, dass die Polizei in der letzten Nacht die Puerta del Sol im Zentrum Madrids gewaltsam räumte, nachdem mehrere tausend Menschen dort bis zu den Wahlen einen Sitzstreik veranstalten wollten. &#8220;In Spanien ist es erlaubt, zu Campen, um Justin Biber zu sehen, aber nicht, um für seine Rechte einzutreten&#8221;, schrieb ein Aktivist auf Twitter.</p>
<p>Und von all diesen Entwicklungen hörte man in Deutschland nichts. Hätten diese Vorfälle in Ägypten stattgefunden, in Tunesien oder Syrien, schon wäre man mit einem riesigen Presseaufgebot vor Ort gewesen. Nicht so in der Mitte Europas, was jetzt nicht geografisch gemeint war. Dort halten sich die Massenmedien auffällig vornehm zurück. Warum?</p>
<p>In einer Stellungnahme auf Twitter sprach das ZDF von der Netzcampagne einiger weniger Linker, die keine Meldung wert sei. Abgesehen von der Frage, warum Aktionen von Linken keine Meldung wert sind, zeigt dieses Beispiel, wie recht die Demonstranten in Spanien haben. Medienmacht und Deutungshoheit über Wichtiges und Unwichtiges sind in wenigen Händen kkonzentriert, die Meinung wird größtenteils gemacht und ist selten objektiv. Man kann viele Seiten über <a title="DSK auf Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dominique_Strauss-Kahn" target="_blank">Dominique Strauss-Kahn</a> lesen, über die sogenannte spanische Revolution liest man fast nichts. Der ORF und die <a title="Bericht bei TP" href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/149848" target="_blank">Telepolis</a> vom Heise-Verlag brachten interessante Beiträge, ansonsten herrscht Schweigen. Es ist dasselbe Schweigen, das in Deutschland über Montagsdemonstrationen gegen die Hartz-Gesetzgebung herrschte und teilweise immer noch herrscht. Verschwörungstheoretiker vermuten, dass diese Nachrichten bewusst unterdrückt werden, um rechte Kräfte zu stützen und die Reaktion an der Macht zu halten. Ich fürchte, der Grund ist viel banaler: Die Massenmedien erkennen, dass sie mit der Berichterstattung über die &#8220;spanische Revolution&#8221; in Deutschland kein Geld machen können. Es lohnt sich nicht, Reporterteams nach Spanien zu schicken, einen direkten Gewinn gibt es nicht. Anders ist es, wenn in einem arabischen Land eine pro-westliche Regierung an die Macht kommt, ein Gewaltherrscher vertrieben wird, Krieg droht. Denn eines muss man bei aller Sympathie für die Spanier doch zugeben: Von einer Revolution, von Sensationsmeldungen, von super Einschaltquoten sind die Revolutionäre südlich der Pyrenäen dann doch noch weit genug entfernt, um jede Aufregung in den Vorstandsetagen deutscher <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> zu vermeiden. Keine Toten, keine Giftgasanschläge, keine brutalen Panzerführer, die auf harmlose Zivilisten schießen.</p>
<p>Nachdem dies gesagt ist, muss man aber auch die andere Seite der Medaille beleuchten. Wie so oft nehmen die Kritiker eines Systems die Methoden des Systems an, nur plumper und weniger geräuschlos. Denn natürlich haben auch die Massenmedien recht. Der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/protest/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Protest">Protest</a> in Spanien hat bislang nur eine kleine Gruppe erfasst. Voran getrieben wird er von einigen Intellektuellen, die mediale Aufmerksamkeit für die Bewegung erringen wollen. Das ist auch dringend nötig, weil sie von den Massenmedien blockiert werden. Aber zu behaupten, es handle sich um eine Volksbewegung, wäre dann doch übertrieben. Die Plattform &#8220;Wirkliche Demokratie jetzt&#8221; ist aus einer Internetmailingliste entstanden, und natürlich kann sie sich entwickeln. Eine Volksbewegung wie in Tunesien und Ägypten, mit denen sich die spanischen Revolutionäre gern vergleichen, sieht aber anders aus. Trotzdem ist die &#8220;spanish revolution&#8221; ein &#8220;trending topic&#8221;, also ein führendes Thema, auf Twitter. Jeder Systemkritiker, der etwas auf sich hält, verbreitet mehr oder weniger intelligente Kurznachrichten mit diesem Schlagwort. Es handelt sich aber um gar nicht so viele Individuen, die die Trends in den sozialen Netzwerken setzen. Das muss man wissen, wenn man zu einer objektiven Lagebeurteilung kommen will.</p>
<p>Liest man manche Meldung über Spanien in sozialen Netzwerken, so rechnet man jeden Augenblick mit der Abdankung des noch von Franco eingesetzten Königs, erwartet man, dass demnächst die Regierung zurücktritt und Freudenfeste auf den Straßen Madrids einsetzen. Ich glaube nicht, dass es dazu kommt. Ich kann nur hoffen, dass sich in Spanien der Wunsch nach einer ethischen Revolution durchsetzt und eine Reform des politischen Systems möglich wird.</p>
<p>Die Organisatoren der Proteste haben die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/meinungsmache/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Meinungsmache">Meinungsmache</a> der Massenmedien zurecht kritisiert. Doch auch sie plustern die Ereignisse auf. Ein trending Topic auf Twitter macht die Ereignisse nicht größer als sie sind. Dabei sollten sie den Menschen mehr vertrauen. Denn bei genug Durchhaltevermögen, Gewaltlosigkeit und klaren Zielsetzungen kann die Welt auf die Dauer nicht umhin, von der sich langsam entwickelnden Bewegung Kenntnis zu nehmen.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/05/die-spanische-revolution-hirngespinst-oder-realitat/' addthis:title='Die spanische Revolution &#8211; Hirngespinst oder Realität' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		<title>Die Wahrheit: Bin Laden, Deutschland und das Internet</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 07:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Osama bin Laden ist tot, und Deutschland trauert. Nicht die Regierung, die neofaschistische, teuflische Regierung, aber die aufrechten Demokraten und Pazifisten. Ein Menschenleben wurde ausgelöscht, ein unschuldiger Mann wurde einfach so, ohne Grund und ohne Rücksicht, ohne Erbarmen und ohne &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/05/die-wahrheit-bin-laden-deutschland-und-das-internet/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/05/die-wahrheit-bin-laden-deutschland-und-das-internet/' addthis:title='Die Wahrheit: Bin Laden, Deutschland und das Internet' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Osama bin Laden ist tot, und Deutschland trauert. Nicht die Regierung, die neofaschistische, teuflische Regierung, aber die aufrechten Demokraten und Pazifisten. Ein Menschenleben wurde ausgelöscht, ein unschuldiger Mann wurde einfach so, ohne Grund und ohne Rücksicht, ohne Erbarmen und ohne Menschlichkeit, hingerichtet, ermordet, grausam exekutiert. Und außerdem: Der echte Osama ist ohnehin schon seit über 9 Jahren tot. So sagt es das allwissende und gerechte Internet, und wer sind wir, dem neuen Stammtisch zu widersprechen?<span id="more-463"></span>Natürlich hat Angela Merkel, Gott sei ihrer armen Seele gnädig, etwas wirklich empörendes gesagt. Sie sagte, sie freue sich über den Tod Osama bin Ladens. Nachdem der Papst erklärt hat, dass sich ein Christenmensch nie über den Tod eines anderen Menschen freut, von Jesus selbst mal abgesehen, der mit seinem Tod immerhin die Sünden von den Menschen nahm, durfte Merkels Äußerung gerade in der eigenen Partei nicht unwidersprochen bleiben. Von überall her regnet es Kritik auf die Kanzlerin herab, und sie weiß nicht, wie ihr geschieht, wenn sich gute, brave Mitglieder ihrer Union auf einmal mit den Linken einig wissen. Wenn diese Einigkeit ein Gradmesser für die Berechtigung der Kritik ist, dann hat Angela Merkel sich wirklich um Kopf und Kragen geredet. Trotzdem möchte ich leise Zweifel anbringen. Oh nein, ich will Frau Merkel nicht verteidigen, ich schließe mich der Kritik sogar ausdrücklich an. Nur: Bei aller allgemeinen Ablehnung der merkelschen Äußerung darf man meiner Ansicht nach nicht vergessen, wem sie galt. Es war ein Mensch, dem Freiheit, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> und Humanität vollkommen egal war. Er ging mit Schusswaffen und Bomben um, tötete Familien, Männer, Söhne, Väter, Frauen, Töchter und Mütter. Das rechtfertigt Angela Merkel nicht, aber es ändert die Proportionen. Es zeigt, dass Osama bin Laden nicht, wie es sich im Internet mancher Orts anhört, ein gutmütiger, armer, kranker, 54jähriger Familienvater war, der kein Wässerchen trüben konnte. Er war eben auch ein Massenmörder: Wie Hitler, wie Stalin, wie Bush. Der Hass, oft im Internet als gerechter Hass verstanden, gegen die böse, dekadente, mordlustige westliche Zivilisation rechtfertigt meiner bescheidenen Meinung nach eben nicht alles! Wie wäre wohl die Schimpfkanonade auf die Bundeskanzlerin ausgefallen, wenn sie lediglich gesagt hätte, dass sie sich freue, endlich den Chef der el Qaida los zu sein?</p>
<p>Natürlich hat Präsident Barack Obama, Gott sei seiner armen Seele gnädig, etwas wirklich empörendes getan. Er hat den unbewaffneten Osama bin Laden, immer vorausgesetzt, er war es tatsächlich, einfach erschießen lassen, statt ihn festzunehmen und vor ein ordentliches Gericht zu stellen. Natürlich hat er überhaupt nur angegriffen, um seine Wiederwahl zu sichern und von den wirtschaftlichen Problemen der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/usa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with USA">USA</a> abzulenken. Osama bin Laden, den die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/usa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with USA">USA</a> früher unterstützten, wurde jetzt zum Opfer des bösen faschistischen Westens, weil er sich gerechterweise weigerte, seinem ehemaligen Herrn und Meister weiterhin zu gehorchen. Denn Osama, so weiß es dass allweise und allwissende Internet, war ein Pazifist, ein gläubiger Pazifist, der die bösen machenschaften des Westens nur früher durchschaut hat als die ständig Cola trinkenden und Chips fressenden Konsumbürger des Westens, deren Intelligenz, von den Internetintellektuellen abgesehen, gleich null ist. Dass Osama bin Laden, der Held einer neuen Zeit, ein echter Pazifist war, sieht man schon daran, dass er keine Waffe trug. Und die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/usa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with USA">USA</a>, diese faschistische Großmacht, haben ihn einfach so umgebracht, ohne mit der Wimper zu zucken. Jetzt wissen wir, wer der wahre Menschheitsfeind ist, wenn wir es nicht ohnehin schon immer wussten. Trotzdem möchte ich leise Zweifel anbringen. Oh nein, ich will Herrn Obama nicht verteidigen, ich schließe mich der Kritik sogar ausdrücklich an. Nur: Bei aller Kritik am gewaltsamen Tod bin Ladens, wenn er es denn war, dürfen wir nicht vergessen, dass wir nicht alles wissen, auch wenn wir es glauben, weil uns das Internet zur Verfügung steht. Ich maße mir nicht an, zu wissen, dass Osama bin Laden kaltblütig errmordet wurde, auch wenn ich es für relativ wahrscheinlich halte, dass die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/usa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with USA">USA</a> über seinen Tod nicht unglücklich sind. In einer solchen Situation, wo jeder Beteiligte auch um sein Überleben besorgt ist, können viele Dinge passieren. Auch die Soldaten sind Menschen, selbst wenn manche Friedensaktivisten im Internet sie gern tot sehen möchten und der Pazifismus bei Soldaten und Polizisten plötzlich Grenzen hat. Ich kann nicht sagen, wie viele Menschen in dem Raum, in dem sich der mutmaßliche bin Laden aufgehalten hat, selbst geschossen haben, wie bedroht sich die Soldaten fühlten. Ich gebe zu, dass ich, hätte ich von der Aktion im Voraus gewusst, mit der Erschießung des Terroristen gerechnet hätte. Ich gebe auch zu, dass ich nach der Aktion sofort annahm, die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/usa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with USA">USA</a> würden ihre erste Darstellung nach und nach korrigieren, was ja auch geschah. Daraus allein aber zu schließen, der Einsatz sei auf eine ganz bestimmte Weise abgelaufen und als kaltblütige Exekution geplant gewesen, einfach weil die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/usa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with USA">USA</a> immer kaltblütig exekutieren, maße ich mir nicht an. Wie wäre wohl die Schimpf- und Hasskanonade gegen den US-Präsidenten ausgefallen, wenn man bin Laden lebend gefasst hätte?</p>
<p>Natürlich hat die westliche Welt, Gott sei ihrer armen Seele gnädig, etwas wirklich empörendes versucht. Sie versuchte, die souveräne Öffentlichkeit zu belügen. Diese böse, faschistische westliche Welt mit ihren Politikern, korrupten Wirtschaftsbonzen und konsumverliebten Alltagsfaschisten versuchte doch tatsächlich, der unbestechlichen Öffentlichkeit 2.0 glauben zu machen, Osama bin Laden sei noch am Leben gewesen, als er am 1. Mai erschossen wurde. Dabei wusste doch die allinformierte Informationselite genau, dass Osama bin Laden schon im Dezember 2001 schwer krank und gezeichnet in Afghanistan starb. Warum haben wir das bloß nicht alle gewusst? Da sieht man mal wieder, wie wir alle unseren Verstand abgeben, wenn die USA mit der Fahne winken. Sie haben also einen vollkommen Unschuldigen erschossen. Die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> und die Politik sind schuld. Sie betrügen und belügen das Volk bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach Strich und Faden. Sie versuchen es zumindest. Geldgeilheit und Machtgier sind die Triebfeder dieses neofaschistischen Kapitalismus, Folter, Leid und Tot sind seine Folgen. Wie gut, dass wir das Internet voller Experten haben! Trotzdem möchte ich leise Zweifel anbringen. Oh nein, ich will die westliche Welt nicht verteidigen, ich schließe mich der Kritik sogar ausdrücklich an. Nur: Bei aller Kritik an den Scheinheiligkeiten und Lügengebäuden von <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> und Politik dürfen wir meiner Ansicht nach nicht den Fehler machen, uns selbst für Experten zu halten und zu glauben, wir wüssten alles besser. Wir waren nicht dabei, als die 79 Soldaten in Pakistan ihren Einsatz flogen, auch nicht, als im Dezember 2001 ein Mann beerdigt wurde, den Gerüchten zufolge eine Ägyptische Zeitung für bin Laden hielt. Wir glauben auch nur das, was Andere sagen.</p>
<p>Osama bin Laden ist tot. Nach meiner persönlichen Meinung ist er wohl vor wenigen Tagen in Pakistan gestorben. Ich kann es nicht beweisen, es kann auch anders gewesen sein. Vermutlich war er ein radikaler und rücksichtsloser Terrorist. Dafür sprechen für mich verschiedene Quellen, aber genau kann ich es nicht wissen. Ich kann in meinem Blog noch so schlaue Dinge sagen, ich bin keine originäre Quelle. Ich mache die Nachrichten nicht, ich begleite sie nur. Ich bin nicht dabei gewesen. Zu dieser Rolle passt Demut. Demut, weil ich mich vom Input anderer Menschen ernähre, im übertragenen Sinne, und weil ich mir ständig darüber im Klaren bin, dass nicht ich der Welt etwas zu sagen habe. Ich habe nur eine Meinung. Die wiederum kann für andere bereichernd sein, aber sie ist nicht mehr als eine Meinung, die ich mir bilde. Wahrheit habe ich trotz des Titels meines <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a> nicht zu bieten. Dieser Gedankengang stünde auch den Anderen an, die sich über das Geschehen her machen und es aus ihrem persönlichen und politischen Blickwinkel heraus betrachten. Und die Internetintellektuellen sind nun einmal amerikafeindlich eingestellt in Deutschland. Was immer sie gegen die USA finden können, das wird auch angeführt. Ich kritisiere das nicht, ich benenne es nur. Bei aller berechtigten oder unberechtigten Empörung, sagen wir, bei aller wichtigen Empörung, bei aller kritischen Realitätsbetrachtung, bei allem weltverändernden Elan sollten wir immer im Auge haben, dass die Wahrheit auch im Fall bin Laden niemand ganz genau kennt. Wir müssen mit dem als Wahrheit leben, was in unserer physisch-psychischen Umgebung das größte Beharrungsvermögen hat. Beeinflussen können wir das zwar, allerdings nur begrenzt.</p>
<p>Doch warum machen wir uns in Deutschland diese Gedanken überhaupt? Warum regen wir uns über Angela Merkel auf, die sich über das Ableben eines Terroristen freut? Hier ist meine Wahrheit: Nicht die christliche Kultur ist es, die viele gegen Merkel aufbringt, sondern ihre Abneigung gegen die westliche Zivilisation und Konsumgesellschaft. Diese Abneigung wird nie so stark, dass CDU und FDP mal unter die 5-Prozent-Hürde fallen, aber die falsch verstandene Humanität in Deutschland wird so stark, dass sie einen Massenmörder zum armen Opfer stilisiert. Und zwar, weil er ja nur Amerikaner ermordet hat. Und Amerikaner sind für viele in Deutschland keine Menschen, sondern Konsumterroristen und Faschisten. Damit will ich nicht die amerikanische Politik verteidigen. Ich will die amerikanischen Bürger verteidigen, die Opfer der Anschläge vom 11. September waren, die amerikanischen Bürger, die immer noch Bush und Obama wählen, obwohl sie Kriege anzetteln und die Welt beherrschen wollen. Ich verteidige diese Bürger eben trotz ihres politischen Unvermögens und ihrer Kurzsichtigkeit, trotz ihres Konsumverhaltens und der Unfähigkeit, mit Geld umzugehen. Denn sie sind Menschen. Und wer sind wir, ihnen das Mensch-Sein abzusprechen. Humanismus fängt bei Toleranz, oder zumindest bei Respekt an.</p>
<p>Angela Merkel hat etwas gesagt, was nicht tolerierbar ist. Sie hat es vielleicht gesagt, wenn wir ihr Positives unterstellen wollen, weil sie ein Gefühl der Erleichterung empfand. Es ist nicht richtig, einen Menschen zu exekutieren, auch das verstößt gegen die Menschlichkeit, ganz egal, was dieser Mensch vorher getan hat. Wir müssen uns nicht auf dieselbe Stufe mit ihm stellen. Aber wir dürfen ihn auch nicht zum Opfer machen. Wir müssen bei allem Respekt sehen, was er angerichtet hat und es verurteilen. Verurteilen mit den Mitteln, die unserer Gesellschaft zur Verfügung stehen, natürlich ohne die Todesstrafe anzuwenden, die selbst unmenschlich ist.</p>
<p>So trauere ich nicht um Osama bin Laden. Wer Hass sät, der wird auch Hass ernten. Ich bedaure die Tötung, ich verurteile die Tötung von Menschen, egal, welchen Namen sie tragen. Aber ich maße mir nicht an, zu beurteilen, ob diese Tötung kaltblütig oder bei dem Versuch erfolgte, Osama bin Laden festzunehmen. Ich weiß es nicht, ich kann es nur befürchten und traurig vermuten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und hier die Artikel, die mich zu diesem <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/beitrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beitrag">Beitrag</a> inspirierten:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Artikel bei Spiegel Online" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,760463,00.html" target="_blank">Desinformation: Ein Artikel von Sascha Lobo bei Spiegel Online</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Ein Blogartikel zu Osamas angeblich früherem Tod" href="http://duckhome.de/tb/archives/9136-Osama-bin-Laden-Der-Mann-der-zweimal-starb.html" target="_blank">Osama bin Laden: Der Mann, der zweimal starb</a></p>
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<p><a title="Artikel aus der Welt" href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13328497/Das-deutsche-Zartgefuehl-fuer-einen-Massenmoerder.html" target="_blank">Die Welt: Das deutsche Zartgefühl für einen Massenmörder</a></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/05/die-wahrheit-bin-laden-deutschland-und-das-internet/' addthis:title='Die Wahrheit: Bin Laden, Deutschland und das Internet' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		<title>Die Internet-Kulturrevolution &#8211; ein persönlicher Blick nach 15 Jahren</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 13:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Computer und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[erlebte Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Den folgenden Beitrag habe ich auch, aber längst nicht nur, für Ohrfunk geschrieben.In Ägypten und Tunesien ist die Internetgeneration die tragende Kraft bei den Protesten gegen die Potentaten. In Mitteleuropa ist knapp die Hälfte der Menschen schon über mehrere soziale &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/02/die-internet-kulturrevolution-ein-personlicher-blick-nach-15-jahren/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/02/die-internet-kulturrevolution-ein-personlicher-blick-nach-15-jahren/' addthis:title='Die Internet-Kulturrevolution &#8211; ein persönlicher Blick nach 15 Jahren' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Den folgenden <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/beitrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beitrag">Beitrag</a> habe ich auch, aber längst nicht nur, für Ohrfunk geschrieben.<span id="more-434"></span>In Ägypten und Tunesien ist die Internetgeneration die tragende Kraft bei den Protesten gegen die Potentaten. In Mitteleuropa ist knapp die Hälfte der Menschen schon über mehrere soziale Netzwerke verbunden. Das Wissen der Menschheit steht allen uneingeschränkt zur Verfügung, und auch ich kann endlich meine Tageszeitung lesen, wie jeder Andere auch. Und ohne das Internet gäbe es auch kein Wikileaks, und das wäre doch schade, oder nicht?</p>
<p>In diesen Tagen vor 15 Jahren verband ich meinen Computer über ein Modem mit 9600 Kilobit pro Sekunde erstmals mit dem Netz der Netze. Nach einigem Rattern und Piepsen betrat ich das digitale Wunderland und fand mich langsam und mühsam zurecht. Ich fand einen Text mit Querverweisen zu anderen Texten, ich las Nachrichten, und einige Tageszeitungen stellten ihre interessantesten Artikel im Internet aus. Fasziniert kurvte und Surfte ich Tag für Tag im Netz herum und war auf der Höhe der Zeit. Und wenige Tage später erhielt ich meine erste elektronische Post und freute mich darüber, wie einfach es war, einem Freund einen Brief zu schreiben. Ich weiß noch, wie lang und ausführlich meine Briefe im ersten Jahr noch waren. Ich schrieb, als würde ich einen normalen Brief schreiben, durchdacht, verschnörkelt und hoffentlich unterhaltsam. Ich las die Vertragstexte von Dayton, mit denen der Jugoslawienkrieg beendet worden war, und meine Begeisterung für das Netz stieg ins Uferlose.</p>
<p>Wenn ich heutzutage morgens aufwache, gehe ich zuerst zum elektronischen Briefkasten. Ob wohl während der Nacht interessante Post gekommen ist? Aber selten ist etwas spannendes dabei. Kaum einer schreibt ausführlich und interessant. Warum auch, ich tue es ja auch nicht mehr. Meine Mails sind kurz und knapp, ich habe Anderes zu tun. Dann schaue ich auf Twitter nach. Nach anderthalb Jahren verfliegt langsam der Ehrgeiz, alles lesen zu wollen, aber eine Weile brauche ich schon, um interessante Links zu finden, dann die entsprechenden Artikel zu konsumieren und mich auf diese Weise zu bilden. Aber weiß ich morgen noch, was ich heute gelesen habe? Alle paar Minuten schaue ich auf Twitter nach, ich habe ein <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a>-Profil, und auch bei WKW kann man mich finden.</p>
<p>Das Internet hat unsere Zivilisation verändert. Der Journalist Alex Rühle hat ein Buch geschrieben, in dem er seine Erlebnisse während eines halben Jahres Internetabstinenz festgehalten hat. Die Veränderungen sind erschreckend, das kann ich schon sagen, nachdem ich erst ein viertel des Buches gelesen habe. Dass es keine Telefonzellen mehr gibt, weil alle mittlerweile ein Handy haben, dass die Briefkästen bis auf Behördenbriefe und Werbung leer bleiben, während vor 15 Jahren die Post noch eine &#8220;heilige Institution&#8221; war, und dass man im Auto, im Zug, im Restaurant, ja beim Liebesspiel nur mal eben schnell ins Netz gucken will, ob es neue Mails gibt, ist heute ganz normal. Unterhält man sich mit Freunden, zieht man sich nur mal eben zurück um seine Mails zu checken. Ständige Erreichbarkeit ist ein Ideal, das jeder, der etwas auf sich hält, erfüllen muss, trotz Familie, und ohne Rücksicht auf Gesundheit und soziale Beziehungen, denn schließlich haben wir ja soziale Netzwerke. Die Mails selbst, die man dann schreibt, sind kurz und knapp, die Texte auf einer Internetseite liest man nur halb oder nur quer.</p>
<p>Und damit beginnt das, was ich als das eigentliche Drama der Kulturrevolution der letzten 15 jahre begreife. Die Quantität des Wissens und des Journalismus haben zugenommen, die Erreichbarkeit ebenfalls. Nur die Qualität nimmt ab, und zwar ständig. Früher tauchte man ein in ausführliche Texte, die ein Thema von vielen Seiten beleuchten. Heute liest man kurze Artikel quer, die ein komplexes Thema auf die Größe eines Schaukastens kleinhacken. Und auch die viel gepriesenen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a> der Möchtegernjournalisten ändern nichts daran und passen sich dem allgemeinen Trend an. Man will sich ja nur mal eben schnell über was informieren, einen Überblick verschaffen. Mal eben schnell. Und dann verbringt man Stunden in Foren, auf Diskussions-, Spiele- und Werbeseiten, in Onlineshops und Tauschbörsen und natürlich in sozialen Netzwerken. Das Internet, das Hilfsmittel für das reale Leben offline sein sollte, ist Selbstzweck geworden und schränkt das Leben offline ein.</p>
<p>Und dann ist da noch die Sache mit dem Kollektivgedächtnis der menschheit. Das Internet vergisst nichts, heißt es. Aber das ist nicht wahr. Es sind die Geschäftsinteressen der privaten Großkonzerne, die zum Beispiel die Tagesschau dazu bringen, ihre seit Jahren gespeicherten Nachrichten zu depublizieren, damit sie keinen Wettbewerbsvorteil gegenüber RTL und Sat 1 hat. Und ein Mensch wie ich sucht nach alten Meldungen, die ihm in seiner Anfangszeit im Internet zur Verfügung standen, um sich zu erinnern, um zu recherchieren, und er kann sie nicht finden. Das Internet vergisst doch etwas. Das Wissen für die Allgemeinheit zu erhalten, ist inzwischen illegal. Wir alle leben heutzuttage im Netz, viele leben vom Netz, doch das, was das Internet auf keinen Fall vergessen wird, ist der Schrott, während die Nachrichten, die Geschichte, das Wissen der menschheit depubliziert werden dürfen. Es ist wie eine Bücherverbrennung, nur schleichender, leiser, unbemerkter.</p>
<p>Oh nein: Ich bin nun wahrlich kein Internetmuffel. Dumm genug, das überhaupt sagen zu müssen, dumm genug, dass ich diese Verpflichtung überhaupt in mir spüre. Ich habe ein Blog, erfreue mich jeden Tag an den interessanten Feuilleton-Artikeln, die ich lese, und ich schreibe meine Kommentare für ein Radio, das dank des Interrnets in der ganzen Welt zu hören ist. Egal, wo meine Freunde sind, kann ich sie via Mail und Skype jederzeit erreichen. Der Punkt ist nur, dass ich es zum einen immer seltener tue, und dass zum Anderen die große Chance, die im Internet liegt, immer mehr vertan wird. Das kollektive Gedächtnis, das man aus den Büchern ins Internet ausgelagert hat, ist bald nicht mal mehr dort. Aber immerhin ist es unterhaltsam und sehr bunt.</p>
<p>Mein Leben hat sich durch das Internet in den letzten 15 Jahren massiv verändert: Ich wache mit dem Internet auf und schlafe mit ihm ein. Aber eines weiß ich: Wenn ich mit Freunden zusammensitze, wenn ich im Zug oder im Restaurant bin, im Kino oder im Kabarett, bei all diesen Veranstaltungen hat das Internet und das Handy nichts zu suchen. So viel Privatsphäre muss sein!</p>
<p>Aber: Während ich diesen Text geschrieben habe, habe ich drei mal auf Twitter nach neuen Nachrichten geschaut.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/02/die-internet-kulturrevolution-ein-personlicher-blick-nach-15-jahren/' addthis:title='Die Internet-Kulturrevolution &#8211; ein persönlicher Blick nach 15 Jahren' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		<title>Sind wir behindert, oder werden wir behindert?</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 20:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Computer und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind oder werden wir behindert? Das ist eine Frage, mit der zumindest ich mich immer wieder beschäftige. Selten so aktiv wie in den letzten Tagen, als eine Twitterdiskussion zu diesem Thema vollkommen außer Kontrolle geriet. Selten so, dass ich eine &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2010/10/sind-wir-behindert-oder-werden-wir-behindert/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2010/10/sind-wir-behindert-oder-werden-wir-behindert/' addthis:title='Sind wir behindert, oder werden wir behindert?' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Sind oder werden wir behindert? Das ist eine Frage, mit der zumindest ich mich immer wieder beschäftige. Selten so aktiv wie in den letzten Tagen, als eine Twitterdiskussion zu diesem Thema vollkommen außer Kontrolle geriet. Selten so, dass ich eine Behindertenideologie erlebte, die mich teilweise erschreckte, und die für ein gutes und gleichberechtigtes Miteinander schädlich ist.<span id="more-402"></span>Es fing alles ganz harmlos an. Für den Ohrfunk las ich einen <a title="Link zum Kobinet-Artikel" href="http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,25092/ticket,g_a_s_t" target="_blank">Artikel der Kobinet-Nachrichten</a>, in dem <a title="Link zum Bericht von Karin Kestner" href="http://www.kestner.de/n/verschiedenes/presse/2010/Beschluss_Sozialgericht_Ffm.htm" target="_blank">Karin Kestner mitteilte</a>, dass das Sozialgericht Frankfurt am Main per einstweiliger Anordnung einem gehörlosen Kind einen Gebärdensprachdolmetscher in der Regelschule zugesprochen hatte. Hierzu wollte ich mit Frau Kestner ein Interview führen und bereitete mich systematisch vor. Im <a title="Link zur Verfügung im PDF-Format" href="http://www.kestner.de/n/verschiedenes/presse/2010/Beschluss-Sozialgericht_Ffm.pdf" target="_blank">Urteil</a> (pdf) stand, dass die Eltern die Wahl zwischen dem sogenannten <a title="Link zum Wikipediaartikel Cochleaimplantat" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cochleaimplantat" target="_blank">Cochleaimplantat</a> und der Gebärdensprache hätten. Also informierte ich mich endlich mal oberflächlich über dieses Implantat. Im zugehörigen Wikipedia-Artikel stieß ich auf folgendes Zitat: &#8220;Die Implantation wird von einem Teil der Menschen abgelehnt, die sich der Gehörlosenkultur zugehörig oder verbunden fühlen. Dabei wird von der Befürchtung ausgegangen, dass in der anschließenden Rehabilitation der Einsatz der Gebärdensprache hinter die Förderung der Lautsprache zurückgestellt wird. Dem tauben Kind solle nicht durch die Implantation der Weg in die Gehörlosenkultur verbaut werden. Kritiker aus diesem Kreis bewerten die Propagierung des CI als gezielte Nicht-Akzeptanz von Taubheit und vom Leben mit Taubheit, welche sie <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/positiv/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with positiv">positiv</a> bewerten. Harlan L. Lane bezeichnet die Befürworter des CI sogar als audistisch. Er betrachtet Gehörlose nicht als Behinderte, sondern als Mitglieder einer ethnischen Gruppe.&#8221; Dies fand ich zumindest seltsam, also las ich den Artikel zur <a title="Link zum Artikel über Gehörlosenkultur" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gehörlosenkultur" target="_blank">Gehörlosenkultur</a>. Auch dort fand ich ein interessantes Zitat, das über das erste noch weit hinaus ging: &#8220;Deafhood oder Taubsein ist ein vom gehörlosen britischen Wissenschaftler Dr. Patrick (Paddy) Ladd entwickelter Begriff. Er soll dem negativen Begriff der Taubheit (Deafness) einen positiven Begriff entgegensetzen. Taubsein wird nicht als ein Defizit verstanden, sondern als ein Lebensgefühl, vergleichbar etwa mit Frausein, Christsein oder Jüdischsein. Ladd betrachtet die Gehörlosen nicht als Behinderte, sondern als Angehörige einer kulturellen Gruppe, ohne die die Welt ärmer an Vielfalt wäre. Er fordert die Gehörlosen auf, sich ihrer gemeinsamen Werte und ihrer Geschichte bewusst zu werden und ihre Kinder (sofern sie auch gehörlos sind) zu stolzen Mitgliedern ihrer Gemeinschaft zu erziehen. Taubsein solle als Lebensgefühl gefeiert werden. Aus diesen Überlegungen leitet Ladd auch seine umstrittene Forderung ab, bei Kindern auf Cochleaimplantate zu verzichten. &#8230; Ebenfalls umstritten ist Ladds positive Bewertung gehörloser Designerbabys, die durch die absichtliche Auswahl eines gehörlosen Samenspenders gezeugt werden. Ladd spricht von der &#8220;Kolonisierung&#8221; der Gehörlosen durch die Hörenden. Es gelte, der Betrachtungsweise als hilflose, passive Opfer Widerstand entgegenzusetzen und sich gegen die Kolonisierung zu wehren. Hörende könnten in diesem Prozess Allies (Verbündete) der Tauben werden, wenn sie lernten, Taubsein nicht als Behinderung zu betrachten.&#8221;</p>
<p>Ich muss zugeben, dass mich diese Betrachtungsweise schockiert hat. Es ist eine Sache, wenn gehörlose Eltern die Möglichkeit, oder auch eine hohe Wahrscheinlichkeit, für die Taubheit ihres Kindes akzeptieren und sich über ihr Kind freuen, ganz egal, ob es eine Behinderung hat oder nicht. Eine ganz andere Sache ist es, bewusst einen Samenspender zu suchen, damit das Kind ebenfalls gehörlos wird. Wenn gehörlose Menschen tatsächlich eine eigene Ethnie sind, dann wäre das mit einer gewissen Eugenik und ethnischer Säuberung bzw nationalistischem Gedankengut gleichzusetzen. Wir würden jeden Deutschen ablehnen, der sagen würde, dass er nur rein deutsche, oder sagen wir arische, Kinder haben will. Wenn die Gehörlosen sich als eigene Ethnie begreifen, müsste man an sie dieselben Maßstäbe anlegen. Übrigens: Wenn man konsequent Gehörlosigkeit als Behinderung ablehnt, dann verlieren Mitglieder dieser Ethnie, also Volksgruppe, die Ansprüche, die ihnen aus der Behinderung als Nachteilsausgleich entstünden. Dies aber würden dieselben Leute ablehnen. Allerdings bin ich dafür, Elemente der Betrachtung als Ethnie bewusst zu fördern. So ist die Gehörlosenkultur im Bereich der Kunst und des Theaters eine echte Bereicherung, und die Gebärdensprache ist unzweifelhaft eine eigene Sprache, die es zu fördern gilt. Gehörlose müssen einen Anspruch auf Erlernen, Pflege und Ausbau ihrer eigenen Sprache und Kultur haben, das steht für mich vollkommen außer Frage.</p>
<p>Der zweite Punkt, der mich an der Betrachtung als Ethnie störte, ist die Tatsache, dass es so wichtig ist, sich nicht als Menschen mit Behinderung sehen zu müssen. Ganz abgesehen davon, dass dann z. B. die Behindertenrechtskonvention auf Gehörlose nicht mehr anwendbar wäre und sie einige Rechte verlieren, zeigt die Ideologie der Befürworter der Volksgruppenthese einen herablassenden Blick auf behinderte Menschen. Man will auf keinen Fall dazu gehören. Man ist etwas Besseres, man gehört einer eigenen Volksgruppe an, aber natürlich nicht den Menschen mit Handicap oder Einschränkung, denn im eigenen Selbstverständnis gibt es ja keine Einschränkung. Alle Einschränkungen die im tatsächlichen Leben zu beobachten sind, sind nach den Anhängern dieser radikalen Theorie durch die Gesellschaft verschuldet, die den Mitgliedern der Gehörlosenethnie keine Unterstützung gewährt.</p>
<p>Nachdem ich mir diese Gedanken gemacht hatte, schrieb ich eine Twitternachricht: &#8220;Oha: Ob ich wohl in den nächsten Tagen zu einem Diskriminierer gestempelt werde? Komme an einem schwierigen Thema vorbei: Gehörlosenkultur. Also nicht die Gehörlosenkultur ist das Schwierige, das ist eher bewundernswert. Nur: Sind Gehörlose behindert oder, wie Ossis, eine Ethnie? Und wenn, warum? Um nicht behindert sein zu müssen? Wie ist dann deren Auffassung von Behinderung? &#8211; Sind so Gedanken bei meiner Arbeit.&#8221; Eigentlich gehöre ich nicht zu den Menschen, deren Twitternachrichten viel gelesen werden, schon gar nicht zu denen, auf deren Nachrichten viel reagiert wird. Diesmal aber begann schnell eine Diskussion. Eine Hauptteilnehmerin des späteren Streits war die Betreiberin des <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a> <a title="Link zum Rückspiegel" href="http://www.rueckspiegel.org" target="_blank">Rückspiegel</a>. Sie schrieb schon einleitend deutlich: &#8220;Ich kann nur sagen, daß Gehörlose, die gezielt ein taubes Kind haben wollen, i.m.h.o. nicht ganz dicht sind, und keine Ethnie. Mag sein, daß aus der Behinderung eine Kultur entsteht. Aber am Anfang steht ein körperliches Defizit, ob einem das paßt oder nicht.&#8221; Auf der anderen Seite war eine Gehörlose anwesend, die die Auffassung vertrat, dass die Eltern das alleinige Entscheidungsrecht haben, ob ihr Kind gehörlos sein soll oder nicht. Und es sei unbedingt erforderlich, die Bildungschancen für Gehörlose zu verbessern. Eine dritte, mehrfachbehinderte Teilnehmerin, stimmte der Bloggerin bei ihrer Ablehnung der Gehörlosenethnie zu, vertrat aber ansonsten die Ansicht, dass die Gesellschaft immer danach strebe, den behinderten Menschen zu reparieren, anstatt ihn wie er ist zu akzeptieren und sich auf ihn einzustellen. Alle Teilnehmer lehnten das sogenannte medizinische Modell von Behinderung ab, wobei die Bloggerin klar sagte, dass der Ursprung einer Behinderung ein körperliches Defizit sei, was den Menschen aber keineswegs abwerte oder definiere. Trotz guter Integration behinderter Menschen blieben, so zusammengefasst ihre Meinung, Defizite, die die Gesellschaft nicht reparieren könne. Einem Gehörlosen werde immer der Eindruck raschelnder Blätter, einem Blinden immer das Bild eines Regenbogens fehlen. Dies könne die Gesellschaft nicht zu 100 Prozent ausgleichen. Daher verbaue man einem neugeborenen Kind Chancen, wenn man von vorneherein festlege, dass es eine Behinderung haben solle. &#8220;Und es ist höchst bedenklich, immer die böse Gesellschaft zu beklagen, ohne die der behinderte ja gar nicht behindert wäre.&#8221;, fügte die Bloggerin hinzu. Die Gegenposition wurde am Anfang von der gehörlosen Teilnehmerin eloquent vertreten: &#8220;Wenn die Gesellschaft gleiche Bedingungen für alle schafft, ist es egal, ob man behindert ist oder nicht.&#8221;</p>
<p>Beide Positionen erzeugen ein Spannungsfeld, in dem viele behinderte Menschen leben. Wie viel von dem, was durch Behinderung an Einschränkung spürbar ist, kann durch die Gesellschaft durch welche Maßnahmen wettgemacht werden? Hier trafen aber zwei völlig verschiedene Sichtweisen aufeinander. Eine Frau, die von ihren Alltagserfahrungen ausging und klar sagte: &#8220;Keine Gesellschaft kann dir die Hör- oder Seheindrücke zurückgeben, selbst wenn du hervorragend integriert bist.&#8221; Dem kann ich nur zustimmen, und das muss man akzeptieren. Es ist die grundlegende Akzeptanz der eigenen Situation. Ich bin blind, ich sehe nichts, und das ist ein Faktum. Noch so viel Geld, noch so viele Schilder an Türeingängen, noch so viele Hörbücher und Hörzeitschriften können mir das Augenlicht und die damit gemachten Eindrücke und Empfindungen nicht zurückgeben. Sicher: Ich mache andere Erfahrungen, die Menschen mit Augenlicht auch machen könnten, aber oft nicht wollen, weil die Reizüberflutung sie hindert. Aber sie haben die Chance, diese Erfahrungen zu machen. Ich hingegen werde für immer auf den berühmten Regenbogen verzichten müssen. Eine ganz andere Frage ist, ob ich mich deswegen schlecht fühle, bedrückt oder minderwertig. Das tue ich ganz und gar nicht, ich kann damit gut leben, und niemand in der Diskussion stellte dies in Frage. Auf der anderen Seite waren zwei durch lange Arbeit in der Behindertenpolitik und -Selbsthilfe gestählte Aktivistinnen, die immer und zu jeder zeit politisch korrekt argumentierten. Für sie gibt es keine natürliche Behinderung, weil dies für sie Einschränkung ihrer Ganzheit ist, weil dies eine gesellschaftliche Stigmatisierung bedeutet. Sie fühlen sich nur dann akzeptiert, wenn man ihnen bestätigt, dass sie in keiner Weise eingeschränkt sind, und wenn man ihnen dazu verhilft, sich so zu fühlen. Dies ist Aufgabe der Mehrheitsgesellschaft, die die Mittel dazu hat. &#8220;Behindert ist man nicht, behindert wird man&#8221;, erklären sie. Der Regenbogen ist ihnen egal, die Blätter auch. Sie gleichen diese fehlenden Empfindungen durch andere Stärken aus, die von der Gesellschaft nicht wahrgenommen werden. Sie wollen nicht auf ihre Behinderung reduziert werden, und jede Erwähnung einer körperlichen Einschränkung trifft sie bis ins Mark ihres Selbstverständnisses. Sie haben, so meine Meinung, keinerlei gelassenen Umgang mit ihrer Situation, obwohl sie kämpfen und die Interessen behinderter Menschen vertreten wollen. Sie argwöhnen fast überall eine persönliche Herabsetzung oder ein auf Medizin basierendes Behinderungsverständnis, auch dann, wenn es eigentlich um einprägsame Alltagsempfindungen geht.</p>
<p>Zum Streit wurde eine bis dahin durchaus interessante Diskussion erst, als die Bloggerin sagte: &#8220;Ich finde es kontraproduktiv, immer wieder zu beharren, es seien ja nur die anderen schuld, wenn was noch nicht klappt. Das liest sich immer wie &#8220;Wir wären ja gar nicht behindert, wenn Ihr nicht so böse wärt&#8221;. Da vergeht mir die Lust zu Helfen. &#8230; Ich bin ja selber mit und unter Blinden großgeworden. Und egal wieviel Mühe man sich gibt, manches geht halt nicht. Aber dann auch noch gesagt zu bekommen: &#8220;Du gibst dir nur nicht genug Mühe&#8221;, das erschöpft dann total und läßt resignieren. Es wäre schön, wenn auch mal das Erreichte gewürdigt würde, statt daß immer noch neue Forderungen im barschen Ton folgen.&#8221; Antwort der mehrfachbehinderten Aktivistin: &#8220;Das kann ich gut verstehen! Ich stemme aber täglich 100 Nichtbehinderte! Wieviele Behinderte stemmst Du pro Tag?&#8221; Für einen Moment redeten sie aneinander vorbei. Die Bloggerin wiederholte: Selbst mit viel Mühe gehen bestimmte Dinge nicht, die Aktivistin erwiderte, dass es z. B. sehr wohl gehe, wenn man lange genug kämpfe, vor einem Haus eine Rollstuhlrampe anzulegen und ähnliches, man müsse nur kämpfen. Vermutlich hörten sie da auf, einander zuzuhören, denn sie sprachen von verschiedenen Dingen. Die Rollstuhlrampe geht, der Regenbogen nicht. Und als die Bloggerin auch noch sagte, dass sie auch keine Rampe würde bauen können, wenn sie gerade erst zum Vermieter geworden sei, verhärteten sich die Positionen. Und ich stand dabei und fasste nicht, wie aus der Debatte über die Ethnie der Gehörlosen ein solches Streitgespräch hatte werden können.</p>
<p>Ich gehöre zu den Menschen, die Hörfilme mögen. Als Blinder finde ich, dass mir die Bildbeschreibungen viel über einen Film verraten, was ich sonst nicht gewusst hätte. Bewegungen und Aussehen der Charaktere, Szenen, in denen nicht gesprochen wird und ähnliche Dinge. Auch diese Bildbeschreibung kann mir den Sinneseindruck meiner Augen nicht zu 100 Prozent ersetzen, ich werde den Film immer noch anders wahrnehmen als der voll sehende Zuschauer. Für mich kann es eine Einschränkung sein, mir den Film beschreiben lassen zu müssen, aber die Bloggerin wies in der Debatte noch auf einen anderen Umstand hin: Sie fände es nervig, wenn bei einem Film die Filmbeschreibung laufe oder jemand einem Blinden den Film erkläre. Und weiter: &#8220;Ich weiß, daß ich das hinnehmen muß, aber für mich verliert der Film dann an Qualität. Sowas wird auch oft nicht anerkannt. Es ist nicht so, daß der Nichtbehinderte sich nur aktiv Mühe geben muß, er muß auch auf einiges verzichten. Wird gerne vergessen. Und deshalb fände ich ein wenig mehr gegenseitige(!) Anerkennung und Respekt angebracht, statt nur einseitiger Forderungen.&#8221; Ein Aspekt, über den ich nie nachgedacht habe, der mir aber logisch erscheint. Auf die Nachfrage der Aktivistin, worauf die Bloggerin verzichte, wenn sie einen Film mit Bildbeschreibung schaue oder einem Blinden den Film erkläre, antwortete diese: &#8220;Ich verzichte auf die Möglichkeit, den Film selber ohne Störung schauen zu können. Während ich A erkläre, verpasse ich B.&#8221; Sinn dieser Aussage war meiner Meinung nach, klarzumachen, dass es immer ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist. Wenn sich nichtbehinderte Menschen bemühen, Behinderten eine gleichberechtigte Teilhabe am Gesellschaftsleben zu ermöglichen, nehmen sie bewusst und gern, wie die Bloggerin auch noch mal betonte, eigene Einschränkungen in kauf. Aber das werde von den radikalen Behindertenaktivisten nicht wahrgenommen, die immer nur noch mehr Anstrengungen von der Gesellschaft verlangten, um die Behinderung zu 100 Prozent auszugleichen, was gar nicht möglich sei. Die Aktivistin fragte, ob die Bloggerin denn lieber auf den behinderten Menschen oder auf den Film verzichten würde bzw. darauf, den Film störungsfrei zu sehen. Dies qualifizierte die Bloggerin als emotionale Erpressung. Nun erreichte die Auseinandersetzung einen ihrer Höhepunkte: &#8220;Was glaubst Du, wie sich unsereins dabei fühlt. Einen film zu gucken, den ich nur mit hilfen wahrnehmen kann, ist wichtiger als die Beziehung zu mir? Eine typisch deutsche Debatte, die mir so schon häufiger begegnet ist&#8221;, sagte die Aktivistin. &#8220;Ich nehme es hin, weil mir der behinderte Mensch wichtig ist, stören darf es mich aber dennoch&#8221;, lautete die Antwort. Das war leider das Ende der sachlichen Diskussion. Dabei berührt sie Punkte, über die man sich Gedanken machen muss. Da Menschen mit und ohne Behinderung gegenseitig aufeinander zugehen sollten, ist es auch wichtig, die Einschränkungen zu akzeptieren, die ein Nichtbehinderter auf sich nimmt, wenn er, wie gern auch immer, einem Menschen mit Behinderung hilft. Als ich später das Wort Dankbarkeit von seiten der behinderten Menschen in die Debatte warf, wehrte die Bloggerin ab: Sie wolle keine Dankbarkeit, es reiche, wenn gegenseitiges Bewusstsein dafür herrsche. Anstatt über die Frage des Films mit Bildbeschreibung weiter zu debattierren, antwortete die Aktivistin: &#8220;Na ja! Alles Weitere würde sich wirklich hochschaukeln. Aber bevor Du andere Blinde oder Behinderte weiter dafür sanktionierst, dass sie die sind, die sie sind, lassen wir es besser! vor allem, bevor du oder Andere sich von meinen unortodoxen ansichten noch mehr bedroht fühlen müssen! Bestrafe bitte keinen Behinderten Menschen dafür, dass er sein Leben so gut meistert, wie es geht, und dafür ab und an Deine Hilfe braucht, auch, wenn er noch selbständig denken kann und ne Meinung hat!&#8221; Das machte die Bloggerin wütend.</p>
<p>Dieses Diskussionsende zeigt aber, wie schwer es ist, miteinander offen und ehrlich zu reden. Wie oft auch bei Religionen werden kritische Äußerungen, selbst wenn sie überhaupt nicht abwertend oder herabwürdigend gemeint sind, von manchen Behinderten oft als Ehrverletzung empfunden. Bis zu einem gewissen Punkt ist das verständlich, sie begegnen oft Menschen, die sie bevormunden, die glauben besser zu wissen, was für sie gut und richtig ist. Dies ist falsch, zunächst einmal sind Menschen mit Behinderung Experten in eigener Sache. Trotzdem gehört zu gegenseitigem Verständnis auch das offene Ohr für die Menschen, die selbst keine Behinderung haben und im Alltag ganz normal eine Hilfestellung leisten, gar nicht viel darüber nachdenken, sondern einfach tun, was getan werden muss. Menschen, die den Menschen mit Behinderung eben nicht über seine Einschränkung definieren, sonst würden sie sich gar nicht lange mit ihm auseinandersetzen. Menschen, die ehrlich genug sind, auch mitzuteilen, dass ihre Hilfeleistung sie auch etwas kostet. Zumindest dann sollten sie es mitteilen, wenn sie zu hören bekommen, dass sie sich nicht genug um Menschen mit Behinderung bemühen. Und natürlich sollte man diese Mitteilung nicht machen, um nun für den Rest seines Lebens vom Behinderten demütige Dankbarkeit zu erwarten. Aber die Wahrheit ist nun einmal, dass alle Menschen persönliche Interessen haben, egal, ob sie eine Behinderung haben oder nicht. Wenn alle auf alle Interessen Rücksicht nehmen, dann nähern wir uns nach und nach einem Zustand an, in dem so viele durch die Behinderung erlittene Einschränkungen wie möglich von der Gesellschaft, oder sagen wir vom alltäglichen Miteinander, aufgehoben werden. Aber dass auch Nichtbehinderte einfach nur Menschen mit ihren Ideen, Bedürfnissen und Vorlieben sind, dass sollten auch die behinderten Menschen akzeptieren, die sich zurecht Nachteilsausgleiche von der Gesellschaft, hier vor allem von der Politik, erwarten. Eine solche politische Erwartungshaltung aber auf alle Privatpersonen zu übertragen, finde ich fatal.</p>
<p>Am nächsten Tag hat die Bloggerin in ihrem Blog ihre Sichtweise zu dieser Diskussion geschrieben, und zwar unter dem Titel: <a title="Link zum Blogbeitrag im Rückspiegel" href="http://www.rueckspiegel.org/index.php/site/comments/die_gesellschaft_dein_feind_und_helfer/" target="_blank">Die Gesellschaft, dein Feind und Helfer</a>. In diesem Blog entwickelte sich eine interessante und fruchtbare Diskussion.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2010/10/sind-wir-behindert-oder-werden-wir-behindert/' addthis:title='Sind wir behindert, oder werden wir behindert?' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		<title>Mein Urlaub ist beendet&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 22:45:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Computer und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten aus dem Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; und ich muss zugeben, dass ich das schade finde.Eigentlich sollte man sich nach sieben Wochen Urlaub nicht beschweren, und eigentlich will ich das auch nicht. Aber ein wenig ist es so gekommen, wie ich es befürchtet habe. Es dauerte &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2010/09/mein-urlaub-ist-beendet/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2010/09/mein-urlaub-ist-beendet/' addthis:title='Mein Urlaub ist beendet&#8230;' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>&#8230; und ich muss zugeben, dass ich das schade finde.<span id="more-387"></span>Eigentlich sollte man sich nach sieben Wochen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/urlaub/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urlaub">Urlaub</a> nicht beschweren, und eigentlich will ich das auch nicht. Aber ein wenig ist es so gekommen, wie ich es befürchtet habe. Es dauerte sehr lange, bis ich runter kam und den <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/urlaub/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urlaub">Urlaub</a> genießen konnte. Eine knappe Woche habe ich bei Freunden in Holland verbracht, zusammen mit meiner Liebsten, aber die Dinge, die ich gerne aus dieser Woche erzählen würde, behalte ich dann doch lieber für mich. <img src='http://blog.jens-bertrams.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In den letzten Wochen hatte ich Zeit, ausführlichere Beiträge in dieses Blog zu schreiben, jetzt werden es wieder die kurzen, unzureichenden Kommentare sein, die dann auch im Radio laufen. Das Problem ist, dass ich allein über die letzte Woche einen riesigen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/beitrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beitrag">Beitrag</a> über die niederländische Regierungsbildung schreiben könnte, aber ich stecke noch mit meinen zwei Beiträgen im Juni fest, hoffnungslos zurück. Natürlich werde ich irgendwie weiter schreiben und das ganze im Gegensatz zum Anfang etwas straffen, aber es ist nicht dasselbe wie im Urlaub.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Übel spielte uns ja das Wetter mit: Während unseres Urlaubs war es kühl, teilweise verregnet. Der Sommer fiel vielleicht nicht ins Wasser, aber zumindest in die Kühle. Das war schade.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Allerdings wird sich bei mir einiges ändern. Weil ich mal wieder Zeit unter Anderem für dieses Blog haben will, werde ich zum Ende des Jahres meine Aktivitäten beim Ohrfunk etwas einschränken. Das habe ich mir fest vorgenommen. Mehr wird allerdings jetzt noch nicht verraten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielen Dank an all die Leserinnen und Leser, die mir in den letzten knapp fünfeinhalb Jahren in diesem Blog treu geblieben sind.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2010/09/mein-urlaub-ist-beendet/' addthis:title='Mein Urlaub ist beendet&#8230;' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		<title>Paperblog &#8211; ein interessantes Blogportal</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 10:40:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Computer und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Paperblog: Das Beste aus Blogs. &#8211; So wirbt eine in Paris ansässige Firma seit neuestem für ihr auch in deutsch aufgesetztes Blogportal. Es lohnt sich, dem Projekt einen interessierten und auch kritischen Blick zu widmen, denn Paperblog unterscheidet sich durchaus &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2010/07/paperblog-ein-interessantes-blogportal/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2010/07/paperblog-ein-interessantes-blogportal/' addthis:title='Paperblog &#8211; ein interessantes Blogportal' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Paperblog: Das Beste aus <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogs/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogs">Blogs</a>. &#8211; So wirbt eine in Paris ansässige Firma seit neuestem für ihr auch in deutsch aufgesetztes<br />
Blogportal. Es lohnt sich, dem Projekt einen interessierten und auch kritischen Blick zu widmen, denn Paperblog unterscheidet<br />
sich durchaus von bisher bekannten Blogportalen.</p>
<p><span id="more-378"></span></p>
<p>5 Jahre lang schreibe ich inzwischen in mein Blog. Immer wieder habe ich Blogger und Bloggerinnen kennengelernt, die &#8211; genau<br />
wie ich &#8211; gern schreiben, aber nicht besonders bekannt damit werden. Wir sind in erster Linie Schreiber und keine<br />
Marketingspezialisten. Entweder man findet sich damit ab, oder man ändert es. &#8211; Oder man geht auf das Angebot eines<br />
Blogportals ein, das einem ein gutes Ranking verspricht oder das eigene Blog mit hohlen Phrasen als &#8220;genau richtig für uns&#8221;<br />
bezeichnet. Diese Anwerbung geschieht dann mittels massengenerierter E-Mails, gegen die man sich nur mit Hilfe der Löschtaste<br />
wehren kann. Vielleicht wäre es der Mail vom Paperblog-Team in meinem Falle ganz ähnlich ergangen, denn der Inhalt<br />
unterschied sich auf den ersten Blick nicht von anderen Anwerbungen für robot-generierte und werbefinanzierte Blogportale.<br />
Außerdem wurde die Nachricht von einer gewissen &#8220;Johanna&#8221; verfasst. Hand aufs Herz: Wieviele Spamnachrichten von Mailadressen<br />
mit mehr oder weniger intelligenten Frauennamen haben Sie schon bekommen? Eben. Was die Sache in meinem Fall interessant<br />
machte, war die Tatsache, dass es sich um einen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a> auf mein <a title="Blogposting zur Bundespräsidentenwahl" href="http://blog.jens-bertrams.de/2010/07/01/366/" target="_blank">Blogposting zur Bundespräsidentenwahl</a>, also nicht um eine<br />
E-Mail handelte. Und der Text enthielt eine Entschuldigung dafür, dass man auf diese Weise mit mir Kontakt aufnehme, da man<br />
keine Mailadresse auf meinem Blog gefunden habe, was übrigens korrekt ist. Diese tatsächlich persönliche Ansprache war es,<br />
die mich über die seltsame und eigentlich Spambots vorbehaltene Kombination von Vorname und der Sie-Anrede hinwegsehen ließ.</p>
<p>Ich schaute mir die Seite an und war überrascht. <a title="Paperblog" href="http://de.paperblog.com" target="_blank">Paperblog</a> ist ein redaktionell betriebenes internationales Blogportal, das<br />
es in Spanien, Italien, Frankreich und jetzt auch in Deutschland gibt. Man versuche, so vermittelte es die Beschreibung, ein<br />
alternatives Medium aufzubauen, in dem das Beste aus der deutschsprachigen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/blogosphare/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogosphäre">Blogosphäre</a> sozusagen auf einem Portal gesammelt,<br />
redaktionell bearbeitet und in verschiedene Kategorien einsortiert werde. Dass man ausgerechnet mich fragte, schmeichelte mir<br />
natürlich, denn allgemein gehört mein Blog nicht zu den Beliebtesten in Deutschland. Welche Kriterien setzte man bei<br />
Paperblog an? Welche Art von Qualität wurde erwartet? Ich beschloss, die Probe aufs Exempel zu machen und meldete mich bei<br />
Paperblog an. Zu diesem Zeitpunkt war ich Blogger, kein Journalist. Ich freute mich einfach nur über das Interesse an meinem<br />
Blog, das eine echte Redaktion offenbar für wertvoll erachtete, in ein Portal aufgenommen zu werden, das &#8220;das Beste aus<br />
Blogs&#8221; versammeln wollte. Dass man sich vorbehielt, die Überschrift eines Artikels begrenzt zu verändern, damit sie ins<br />
Corporate Design passte, störte mich nicht besonders, und dass man ankündigte, Rechtschreibfehler zu korrigieren, empfand ich<br />
sogar als angenehm und nützlich.</p>
<p>Natürlich habe ich mir dann auch andere Artikel auf Paperblog angeschaut. Ich wollte wissen, welche Blogs, welche Themen und<br />
welche Artikel man für die Besten in Deutschland hielt. Ich fand durchaus einiges, was auch in meinen Augen qualitativ<br />
hochwertig war. Dann wählte das Paperblog-Team meinen <a title="Artikel zum BGH-Urteil über die Präimplantationsdiagnostik" href="http://blog.jens-bertrams.de/2010/07/12/370/" target="_blank">Artikel über das BGH-Urteil zur Präimplantationsdiagnostik</a> zum<br />
Tagesaufmacher, und man teilte mir mit, dass man meine Postings als Bereicherung empfinde. Ich hingegen fragte an, ob ich<br />
Paperblog mit Hilfe eines Interviews auf Ohrfunk.de vorstellen dürfe. Für die Redaktion kein Problem, ich bekam mein<br />
Interview, das allerdings noch nicht veröffentlicht ist.</p>
<p>Für mich stellte sich Paperblog als Bereicherung dar. Rund 100 Blogs sind angemeldet, sie behandeln eine sehr große Palette<br />
an Themen, Stilrichtungen und Meinungen. Aktuelle Ereignisse sind ebenso vertreten wie Lifestyle. Bei einer Recherche halte<br />
ich Paperblog durchaus für einen guten Ansatzpunkt.</p>
<p>Natürlich stößt Paperblog auch auf Kritik in der Blogosphäre, kein Projekt, das dieses Schicksal nicht teilt. Doch die<br />
Kritik, stellte ich fest, als ich wieder zum Journalisten wurde, hat Hand und Fuß und muss bedacht werden. In drei Artikeln<br />
auf <a title="Zivilschein" href="http://zivilschein.wordpress.com/2010/06/18/paperblog-du-bist-etwas-ganz-besonderes-wie-alle-anderen-auch/" target="_blank">Zivilschein</a>, <a title="Kasse4" href="http://kasse4.wordpress.com/2010/06/29/fremde-federn-thank-but-no-thanks-paperblog/" target="_blank">Kasse4</a> und <a title="offensichtlich" href="http://offensichtlich.wordpress.com/2010/06/27/bezahlung-fur-die-texte-ist-nicht-vorgesehen/" target="_blank">Offensichtlich</a> wurden die Hauptkritikpunkte gut zusammengefasst. Paperblog will seine Blogger<br />
nicht bezahlen, obwohl man sich vorbehält, ausgewählte Artikel später auch als Buch herauszugeben. Die Redaktion versichert<br />
jedoch, dass die entsprechenden Blogger, deren Artikel veröffentlicht werden sollen, selbstverständlich gesondert um<br />
Erlaubnis gebeten werden und diese Erlaubnis selbstverständlich verweigern dürfen. Außerdem wurde kritisiert, dass Paperblog<br />
den Inhalt eines Blogartikels verändern darf. Dies gilt aber, widerum nach Auskunft der Paperblogredaktion, ausschließlich<br />
zum Einpassen ins corporate Design der Seite und zur Verbesserung von Rechtschreibfehlern.</p>
<p>Der dritte Kritikpunkt war für mich der Schwerwiegendste. Durch die AGb von Paperblog verpflichtet man sich, unter Umständen<br />
Schadenersatz zu zahlen, wenn man als Autor Paperblog verlässt, also seine Veröffentlichungszustimmung zurückzieht. Man<br />
bekomme also kein Geld, müsse sich an seinen Artikeln herumpfuschen lassen und dürfe bei einer Beendigung der Zusammenarbeit<br />
noch Schadenersatz zahlen, wird die Kritik zusammengefasst. Gedacht ist der Passus in den AGB&#8217;s von Paperblog aber für einen<br />
anderen Fall. Nach Auskunft des Unternehmens geht es darum, dass jemand einer Printveröffentlichung seines Artikels zunächst<br />
zustimmt, diese Zustimmung aber nach der Veröffentlichung zurücknimmt. Nur in einem solchen Falle könne Paperblog überhaupt<br />
ein Schaden entstehen, den man dann dem Blogger in Rechnung stellen könne, bei der Onlineveröffentlichung wäre dies nicht<br />
möglich. Eine einfache Mail genüge, und das Blog werde selbstverständlich aus dem Verzeichnis entfernt.</p>
<p>Noch hat Paperblog in Deutschland relativ wenige Leser, und der Bekanntheitsgrad des Portals hält sich noch in Grenzen. Auch<br />
im Ursprungsland Frankreich hat man das Projekt wohl anfangs kritisch betrachtet, in Spanien und Italien sei die Begeisterung<br />
größer gewesen. Inzwischen hat sich das Portal aber in allen drei Ländern etabliert. Ich selbst finde die Idee wirklich gut,<br />
ein redaktionell betreutes Portal mit guten Artikeln aus der Blogosphäre zu füllen, und so auch zu zeigen, dass die oft<br />
verschmähten Blogger auch relevante und journalistisch hochwertige Beiträge liefern können, bei aller ihnen eigenen<br />
Unterschiedlichkeit, die ich für sehr <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/positiv/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with positiv">positiv</a> halte. Allerdings ist Paperblog ganz eindeutig nichts für Bloggerinnen und<br />
Blogger, die ihren Lebensunterhalt mit dem Bloggen verdienen wollen oder müssen. Und weil die Einladung zum Portal offenbar<br />
sehr weit verbreitet wurde, ist auch nicht von einer besonders handverlesenen Auswahl der teilnehmenden Autoren auszugehen,<br />
denn viele Blogger meldeten, sie hätten ebenfalls eine Einladung erhalten. Ich glaube, dass Paperblog eine Bereicherung ist,<br />
um sich im Bloggerjungle zurechtfinden zu können.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2010/07/paperblog-ein-interessantes-blogportal/' addthis:title='Paperblog &#8211; ein interessantes Blogportal' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		<title>Einfach mal Nachrichten gehört</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 06:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Computer und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Die Niederlande]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen habe ich ausgiebig die Nachrichten verfolgt. Und zwar nicht in der Hauptsache für den Ohrfunk, sondern für mich. Endlich habe ich mal wieder mein eigenes Gefühl zu den Nachrichten entwickelt, die uns umgeben.Da ist die katastrophale &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2010/06/einfach-mal-nachrichten-gehort/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2010/06/einfach-mal-nachrichten-gehort/' addthis:title='Einfach mal Nachrichten gehört' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>In den letzten Tagen habe ich ausgiebig die Nachrichten verfolgt. Und zwar nicht in der Hauptsache für den Ohrfunk, sondern für mich. Endlich habe ich mal wieder mein eigenes Gefühl zu den Nachrichten entwickelt, die uns umgeben.<span id="more-360"></span>Da ist die katastrophale Ölpest im Golf von Mexico, für die kein Ende abzusehen ist. Millionen Liter Rohöl sprudeln Tag für Tag ins Meer, naja, nicht Millionen, aber doch sehr viele Tausend. Ein Schreckensszenario, wenn man sich vorstellt, dass irgendwann das ganze Meer von Öl bedeckt sein wird. Natürlich müssen oder dürfen wir Ölfördern, und vielleicht hat an dieser Katastrophe niemand wirklich Schuld, aber man sollte eine Technologie erst zum Einsatz bringen, wenn man sie wirklich beherrscht. Das heißt, dass man doch jetzt irgendwie auch das Bohrloch stopfen muss. Wenn ich annehme, dass es auch im Interesse von BP ist, die Katastrophe so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen, dann finde ich es einfach nur erschreckend, wie wenig der Mensch offenbar ausrichten kann. Aber das Schlimmste ist, dass wir uns das Ausmaß der Katastrophe nicht vorstellen können. Ein Ölteppich, der größer und größer wird, der natürlich die Pflanzen und Tiere trifft, die elendig zugrunde gehen. Wieviele Tier- und Pflanzenarten werden der Ölpest zum Opfer fallen, die wir nie wieder sehen werden auf diesem Planeten? Wie viel des Ökosystems Meer stirbt wegen der Geldgier und der Unvorsichtigkeit des Menschen? Ja ich weiß, das klingt so platt und so weit weg, aber in Wirklichkeit betrifft es uns doch alle, und in jedem Falle die folgende Generation. Es ist eben nicht weit weg.</p>
<p>Wie klein nehmen sich dagegen die menschlichen Streitigkeiten aus. Trotzdem sind sie für uns natürlich wichtig. Zum Beispiel die Frage, ob die deutsche Regierungskoalition zusammenbricht oder nicht. Die Regierenden streiten. Über die Gesundheitsreform, über die Aussetzung der Wehrpflicht und über das Sparpaket als Ganzes. Nebenbei noch die Bundespräsidentenwahl. Ich höre immer wieder, die Koalition steht vor dem Zusammenbruch. Das ist quatsch, entschuldigt bitte, aber das ist unsinn. Die Koalition hat eine satte Mehrheit im Bundestag, sie wäre schön blöd, wenn sie sich jetzt auf Neuwahlen einlassen würde, und darum wird sie an der Macht festhalten. Es gäbe ja auch, ehrlich gesagt, keine vernünftige Alternative, oder? Und die Wahlbeteiligung würde noch mehr sinken. Nein: Die Koalitionäre werden sich streiten, aber sie werden bei den entscheidenden Abstimmungen zusammenhalten. Vielleicht nicht bei der Wahl des Bundespräsidenten, aber im Bundestag schon. Denn bei aller Unterschiedlichkeit gibt es doch einiges, was sie verbindet. Sie wollen die Staatsausgaben senken, oder zumindest sparen, die Schulden zurückdrängen. Und zumindest im Sozialbereich haben sie einen gemeinsamen Nenner. Auf Sozialkürzungen kann man sich einfach einigen, da geht nicht der Wirtschaftsstandort Deutschland verloren, der sich ja vor allem auf den Export stützt. Die sozial Schwachen können sich nicht wehren, und wenn sie doch mal demonstrieren, dann kann man sicher sein, dass ein paar Verrückte dabei sind, die zur Gewalt greifen und die gute Sache der Demonstrationen in Misskredit bringen. Oh wie ich das hasse! So wird sich die Koalition um der Macht willen an der Macht halten, und ich habe immer weniger Lust, mich mit unserer inländischen Politik zu beschäftigen. Ich tue es natürlich trotzdem, denn ich will eben nicht politikverdrossen werden. Es ist aber nicht einfach.</p>
<p>Und dann die Niederlande, meine zweite Heimat. Ich kann gar nicht fassen, dass unter den Menschen, die ich als besonders freundlich kennengelernt habe, so viele sind, die einen Rechtspopulisten gewählt haben. In meiner Wahlheimatgemeinde Maasgouw sind es 26,8 %. Das will nicht in meinen Kopf. Wovor haben diese freundlichen Menschen Angst, die doch jeden Neuankömmling freundlich empfangen? Das Zusammenleben mit Menschen anderer Herkunft war früher zumindest nie ein Problem, und es gab zwar einige, aber nicht übermäßig viele. Ich weiß noch, wie einige palästinensische Familien im Herbst 1990 bei uns auftauchten. Die konnten weder niederländisch noch deutsch, aber es war egal. Sowohl die Deutschen, die dort lebten, als auch die Niederländer, unterhielten sich mit Händen und Füßen mit ihnen, und es sind daraus Freundschaften entstanden, die Jahrelang gehalten haben. Was ist es also, was die Limburger in die Arme von Geert Wilders treibt? Wieder so ein selbstherrlicher Typ, der das Wort <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> ständig im Munde führt, aber einziges Mitglied seiner Partei ist, damit er alles selbst und allein bestimmen kann, zum Beispiel die Kandidatenliste für die Parlamentswahl. Wilders muss sich nicht an demokratische Strukturen halten, er ist die Partei. Und rund 16 % der Niederländer haben ihn gewählt. Und jetzt besteht immerhin die Möglichkeit, dass ein rechtes Kabinett an die Macht kommt. Wir werden sehen.</p>
<p>Und dann ist da noch Belgien. Ich habe mal im Spaß gesagt, dass der einzige Belgier der König ist. Und ich glaube, ich habe recht. Der und seine Familie nämlich sind weder Valonen noch Flamen. Die wurden damals aus Deutschland importiert, und die Familie lebt immer und vollständig zweisprachig und gehört keiner der beiden Volksgruppen an, oder beiden, wie man es nimmt. Aber ansonsten? Warum haben die Belgier sich überhaupt als Einheit gegen die Niederländer erhoben vor 180 Jahren? Okay, damals wurde das Ganze vom französisch sprechenden Großbürgertum getragen, und die Verhältnisse haben sich jetzt geändert. Knapp 60 % der Belgier sind Flamen, und Flandern ist der reiche Landesteil. Auf sich allein gestellt könnte die Valonie nicht überleben, aber die Flamen haben keine Lust mehr, für die Valonen zu bezahlen. Also: Die Valonen sind Belgier, weil sie Geld bekommen? Vielleicht nicht, aber es spielt bestimmt eine Rolle. Die Flamen wollen zu einem Großteil keine Belgier mehr sein. Und jetzt hat bei der Parlamentswahl eine nationalistische Partei in Flandern gewonnen. Bart de Wever, der Chef der neuen flämischen Allianz, sagte: &#8220;Wir haben nicht eine Demokratie, sondern 2. Da istt es doch nur logisch, dass jeder mehr sein eigenes Ding machen sollte.&#8221; Und wenn ich mir Belgien so anschaue, muss ich ihm recht geben. Im Parlament sitzen nicht einfach Parteien wie Sozialisten, Grüne, Liberale und Christdemokraten, sondern es sitzen da flämische und valonische Sozialisten, flämische und valonische Grüne usw. Und die politischen Familien sind sich nicht immer einig, denn sie vertreten eben die Interessen ihres Sprachgebietes oder Landesteils. Eine Regierungskoalition muss nach der belgischen Verfassung aus Parteien beider Sprachgebiete bestehen. Wenn aber alles schon so getrennt ist, wie kann das dann noch zusammenhalten? Vielleicht sind die Belgier auf dem Weg, ihr schönes kleines Modellländchen aufzugeben. Aber was dann? die Republik Flandern, die Bart de Wever anstrebt, könnte vielleicht existieren, aber die Valonie? Die müsste sich an Frankreich anschließen. Und was wird dann aus der deutschsprachigen Gemeinschaft, die auch noch Teil der Valonie ist? Geht die mit nach Frankreich, oder kommt sie zu Deutschland? Und was wird aus Brüssel? Die Flamen wollen Brüssel für sich, die Valonen sehen das ganz anders! Da ist noch Konfliktstoff für viele Jahre. Jetzt müssen die Parteien mit den gegensätzlichsten Standpunkten eine Koalition eingehen. Denn nur gemeinsam können die flämischen Nationalisten und die valonischen Sozialisten, die sich für den Erhalt und teilweise sogar die Stärkung des belgischen Staates einsetzen, eine Regierung bilden.</p>
<p>Tja, und dann gibt es da noch diese Kleinigkeiten, die plötzlich an die Oberfläche drängen. Wie das Fußballspiel gesternabend. Nein, nicht eigentlich das Spiel, sondern der Skandal in der Halbzeitpause, der nichts mit Sport zu tun hatte. Zum Tor des allgemein für formschwach gehaltenen Miro Klose sagte die ZDF-Moderatorin Kathrin Müller-Hohenstein in der Halbzeitpause, das sei ja ein innerer Reichsparteitag für ihn gewesen, dass er in diesem Spiel endlich wieder getroffen habe. Noch in derselben Sekunde empörten sich einige Twitterer, ich habe das live beobachten können. Aus den Wenigen wurden stets mehr, Blogger griffen das Zitat auf, und binnen einer Stunde hatten es zwei bundesweite Zeitungen in ihren Online-Ausgaben. Das ZDF rechtfertigte den Ausspruch zunächst mit der Erklärung, es habe sich einfach um einen Alltagsausdruck für ein freudiges Ereignis gehandelt. Die blogger und Twitterer erwiderten, dass es ja eben das Schlimme sei, dass ein solcher Ausdruck für Freude stehe, und dass eine deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt diesen Begriff benutze. Das ZDF gab nach. &#8220;Wir haben mit Frau Müller-Hohenstein gesprochen, und sie bedauert den Ausspruch, es wird nicht wieder vorkommen&#8221;, ließ der Sportchef des Senders wissen. Ich frage mich, was jetzt aus der Moderatorin wird. Sportereignisse werden nur sehr sehr selten von Frauen kommentiert und analysiert, und wenn doch, dann stehen sie unter besonderer Beobachtung. Vor 5 Jahren hatte Manni Breuckmann, eine absolute Sportreporterlegende, in einem TAZ-Interview erzählt, dass er auch mal von einem inneren Reichsparteitag gesprochen habe. Zwar habe man ihm das in der Redaktion mal vorgeworfen, aber er ist ansonsten nie behelligt worden. Bei Frau Müller-Hohenstein regen sich alle auf. Damit ich hier nicht falsch verstanden werde: Ich bin absolut gegen diesen Ausspruch, und man sollte darüber nachdenken, warum er in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen zu sein scheint. Ich zumindest würde ihn nie benutzen. Aber man sollte einer Journalistin oder einem Journalisten zugestehen, dass sie oder er mal einen Fehler macht. Ich könnte mir vorstellen, dass Frau Müller-Hohenstein diesen Begriff nie wieder in den Mund nimmt. Wäre doch ausreichend. Aber ich habe so das Gefühl, dass die hochkochenden Emotionen jetzt ihr Opfer fordern, oder dass das ZDF in vorauseilendem Gehorsam dafür sorgt, dass die Dame nie wieder die Gelegenheit erhält, einen Fehler zu machen.</p>
<p>So, das war ein morgentlicher Rundumschlag durch die Nachrichten, fast völlig unjournalistisch und dafür einfach aus mir heraus. Es tut gut, nachrichten auch mal wieder einfach so zu hören und dabei nicht über einen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a> oder <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/beitrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beitrag">Beitrag</a> nachzudenken.</p>
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