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	<title>Mein Wa(h)renhaus &#187; Leben</title>
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	<description>ein politisches Geschäft mit Käse aus Holland</description>
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		<title>Relaunch des Terraners &#8211; Meine Meinung über Perry Rhodan Neo</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit vielen viele Jahren lese ich die Sciencefiction-Heftserie Perry Rhodan. Ich mag positive Menschheitsutopien. Darum war ich auf den jetzt erfolgten Neustart sehr gespannt, und dies ist mein erster persönlicher Eindruck. Vor mehr als 50 Jahren startete &#8220;Perry Rhodan&#8221;, die &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/relaunch-des-terraners-meine-meinung-uber-perry-rhodan-neo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/relaunch-des-terraners-meine-meinung-uber-perry-rhodan-neo/' addthis:title='Relaunch des Terraners &#8211; Meine Meinung über Perry Rhodan Neo' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Seit vielen viele Jahren lese ich die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sciencefiction/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ScienceFiction">Sciencefiction</a>-Heftserie Perry Rhodan. Ich mag positive Menschheitsutopien. Darum war ich auf den jetzt erfolgten Neustart sehr gespannt, und dies ist mein erster persönlicher Eindruck.</p>
<p><span id="more-1132"></span>
<p>Vor mehr als 50 Jahren startete &#8220;Perry Rhodan&#8221;, die größte SF-Heftserie der Welt. Seit 4 Monaten nun wird die Geschichte der Menschheit in der Zukunft in der Serie &#8220;Perry Rhodan Neo&#8221; neu erzählt. Vermutlich vor allem, um jüngere und neuere Leser auf die Hauptserie aufmerksam zu machen, doch in dem Projekt steckt Potential, wenn man nicht nur an kurzfristige Geschäftsinteressen denkt. Die ersten 9 Bände sind inzwischen erschienen, und ich habe sie alle gelesen.</p>
<p>Wer kennt nicht die Geschichte von Perry Rhodan? Im Jahre 1971, so erzählen es die Autoren im Jahre 1961, trifft die erste bemannte amerikanische Mondexpedition auf der Rückseite des Mondes auf ein außerirdisches Raumschiff, das dort notgelandet ist. Perry Rhodan, der Kommandant der Expedition, nimmt daraufhin Crest, einen alten, kranken außerirdischen Wissenschaftler, mit zur Erde, um ihn von seiner Leukämie heilen zu lassen. Als dank für diese Heilung schenkt der Wissenschaftler Rhodan und seinen Freunden das unendliche Wissen seines Volkes, der Arkoniden, die die Herrscher eines Sternenreiches mit mehr als 10.000 bewohnten Planeten sind. Mit diesem Wissen, und mit Crest und der arkonidischen Kommandantin Thora an seiner Seite, gelingt es Rhodan trotz heftigen Widerstands der alten Eliten, die Menschheit zu einen, und nach und nach das arkonidische Erbe zu übernehmen, denn das Volk der Arkoniden ist träge und dekadent geworden. Die Schlagkräftigen, disziplinierten und schnell vereinten Terraner werden binnen weniger Generationen zum mächtigsten Volk in der Galaxis. Und Perry Rhodan bleibt ihr Führer, denn er und seine Freunde haben die Unsterblichkeit erhalten, nachdem sie ein galaktisches <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/ratsel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Rätsel">Rätsel</a> lösten. So bricht die Menschheit in ein neues Zeitalter auf, das ihr gehören sollte, zumindest in den optimistischen sechziger und frühen siebziger Jahren.</p>
<p>Perry Rhodan hat immer den Zeitgeist verfolgt. Aus dem Wissenschaftsoptimismus und einer gewissen Obrigkeitshörigkeit der ersten Jahre wurde ein immer stärker einsetzender Kulturpessimismus, andererseits eine Lockerung der militärischen Sitten, und ein sehr sehr bemühter Umgang mit der Gleichberechtigung der Frau setzte ein, der bis heute nicht wirklich normal geworden ist. Aber wie denn auch, in der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a> hat sich das Thema ja ebenso wenig erledigt.</p>
<p>So viel zur klassischen Perry-Rhodan-Serie. Warum aber einen Neustart? Mir fallen dafür einige Gründe ein. In den ersten 500 Heften wird teilweise eine Technik verwandt, die wir heute längst hinter uns gelassen haben. Neben fantastischen Antigrav-Generatoren und Andruckabsorbern, Transformgeschützen und Fiktivtransmittern gibt es als Herzstück der Schiffseinrichtungen Computer, sogenannte Positroniken, die ihre Ergebnisse über Lochstreifen ausgaben und auch durch solche programmiert wurden. Perry Rhodan konnte die Lochstreifen mit den Fingern lesen, was allerdings ein bemerkenswerter sozialer Fortschritt wäre, es wäre sozusagen wie eine Blindenschrift. Neben diesen eher technischen Gründen sind ganz klar die sozialen und politischen Umstände zu nennen. Wer heute die Geschichte der Vereinigung der Menschheit liest, der kann sie kaum mit sich und seiner Erde von heute in Zusammenhang bringen. Politische Konstellationen und auch soziale und menschliche Verhaltensweisen waren in den sechzigern anders, die Technikgläubigkeit war viel ausgeprägter als heute. Auch wurden in der Originalserie die Arkoniden als Überwesen dargestellt, bis sich ihr Bild nach einer Weile relativierte und sie zu Schlappschwänzen mutierten.</p>
<p>Die Neo-Serie möchte nun den Beginn der neuen Menschheitsgeschichte aus der Sicht unserer heutigen Welt heraus extrapolieren. Darum wurde die Handlung ins Jahr 2036 verlegt, und der Ton ist ein ganz anderer. Man geht von einer negativen Weltentwicklung bis 2036 aus. Die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/usa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with USA">USA</a> werden zu einer verkappten Diktatur, Russland wird zu einem neofeudalen, zaristischen Großreich, Iran, Pakistan, Indien, sie alle sind neue Global Player auf der politischen Bühne. Es gibt Stationen der Großmächte auf dem Mond, und sie melden sich plötzlich nicht mehr, weshalb Perry Rhodan zum Mond geschickt wird, um nach dem Rechten zu sehen, doch man weiß bereits von dem außerirdischen Raumschiff. Auch hier wird der Leukämiekranke Crest mit zur Erde genommen, auch hier landet Rhodan anstatt in den <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/usa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with USA">USA</a> in der Wüste Gobi, errichtet mit Hilfe arkonidischer Roboter eine Stadt und versucht, mit seinen bescheidenen Mitteln eine neue Zeit der Menschheit einzuläuten. In beiden Serrien leistet die Menschheit anfangs heftigen Widerstand, in beiden Serien spielen geistig mutierte Menschen mit besonderen Fähigkeiten eine Rolle, in beiden Serien wird das Raumschiff der Arkoniden auf dem Mond vernichtet, und nur ein Beiboot bleibt zurück. Trotz dieser Grundpfeiler entfernt sich die Handlung von Perry Rhodan Neo von ihrem Original, und das gefällt mir größtenteils sehr gut.</p>
<p>Ein wichtiger Unterschied ist, dass nicht die Technik so sehr im Vordergrund steht. In der Neo-Serie kann arkonidische Technik auch mal versagen, und Crest und Thora sind eben nicht auf allen Gebieten Experten und können nicht alles reparieren. Seitenweise Funktionsbeschreibungen von Triebwerken und Generatoren fehlen völlig. Die Technikverliebtheit ist einer nüchternen Betrachtung technischer Möglichkeiten gewichen. Eine gute Entwicklung, auch wenn ich den Verdacht habe, dass sie hauptsächlich deshalb so durchgeführt wurde, um die Helden der Serie in möglichst aussichtslose Situationen zu bringen. Damit sind wir auch schon beim einzigen Negativpunkt der Serie, sie ist wieder voll im Zeitgeist. Und der ist nun mal pessimistisch. Es fehlt mir der Optimismus der Protagonisten, lustige Anekdoten, mehr Hoffnung, auch mal das Gefühl, dem Unrechten oder &#8220;Bösen&#8221;, wie man so schön sagt, ein Schnippchen schlagen zu können. Es fehlt die positive <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/utopie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Utopie">Utopie</a>, die zumindest trotz des Spannungselements teilweise verwirklicht wird. Trotz der immer wieder heraufbeschworenen Krisen ist ein Teil der Faszination der Perry-Rhodan-Serie, dass es den Menschen in dieser <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/utopie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Utopie">Utopie</a> tatsächlich besser geht. Das ist bis jetzt nicht zu erkennen, die Helden sind entweder etwas blass, oder etwas verkniffen, und wenn sich Rhodan und seine Mitstreiter eines Tages durchsetzen, ist mir das mit mehr Blut erkauft, als es mir für eine <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/utopie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Utopie">Utopie</a> lieb ist. Andererseits bleibt wegen der zurückgefahrenen Technikverliebtheit mehr Platz für Charakterbeschreibungen. Man muss nicht gleich ein ganzes Heft verwenden, um eine Lebensgeschichte zu erzählen, aber die Beschreibung von Menschen und die Darstellung sozialer Gegebenheiten gefällt mir. Ein einfacher Bankangestellter aus der klassischen Serie wird zu einem Investment-Banker umfunktioniert, der seinen Beruf an den Nagel hängte und ein Heim für Straßenkinder gründete. Man kriegt mehr von einfachen Menschen mit, und hoffentlich auch, wie sich ihr Leben mit der Zeit zum Positiven wandelt.</p>
<p>Auffällig ist nach meiner Ansicht, dass einige Charaktere von unterschiedlichen Autoren merkbar unterschiedlich dargestellt werden. Der erste Gegenspieler Rhodans, der chinesische General Baijun, ist so ein Beispiel, oder auch der Generalsekretär der chinesischen KP, der bei seinem ersten Auftreten von Baijun nicht besonders beachtet wurde, beim zweiten Treffen aber als der große Überpolitiker dargestellt wurde, vor dem sich selbst der gewiefte Baijun in Acht nahm, und der am Schluss doch nur ein einfacher Machtmensch war, obwohl er vorher bei einem Gespräch mit dem General als sehr klug und überlegt dargestellt wurde. Vielleicht müssen sich die Autoren noch etwas aufeinander einspielen.</p>
<p>Ich hoffe, dass die Neo-Serie uns erhalten bleibt. Sie bietet Perspektiven, eine fantastische und doch vorstellbare Geschichte der Menschheit zu erzählen. Überwaffen wie der Psychostrahler, mit dem Arkoniden anderen Lebewesen ihren Willen aufzwingen können, und von dem Rhodan anfangs in der klassischen Serie regen Gebrauch machte, fehlen in der neuen Serie ganz. Dafür kommt es auf viele Menschen an, die etwas gemeinsam vollbringen sollen und wollen. Ein tolles Konzept, von dem ich hoffe, dass man es konsequent beibehält, ohne Rhodan zu blass werden zu lassen. Und man sollte nie vergessen, dass es sich um eine Utopie handelt. Sie sollte auch ein paar positive Züge tragen. Es kann nicht darum gehen, die Wirklichkeit von heute in die Zukunft zu übertragen, sondern aus der Wirklichkeit von heute eine bessere Zukunft zu gestalten.</p>
<p>Weiter so, perry Rhodan Neo! Ich bin sehr gespannt, mehr als auf die derzeitige Handlung der klassischen Serie!</p>
<p>p. S.: Ich wollte und will nicht zu viel über den Inhalt verraten, deshalb bleiben meine Ausführungen und Beispiele eher vage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Link zur Homepage" href="http://www.perry-rhodan.net" target="_blank">Hier ist der Link zur Perry-Rhodan-Homepage</a></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/relaunch-des-terraners-meine-meinung-uber-perry-rhodan-neo/' addthis:title='Relaunch des Terraners &#8211; Meine Meinung über Perry Rhodan Neo' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumfahrt/" title="Raumfahrt" rel="tag">Raumfahrt</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sciencefiction/" title="ScienceFiction" rel="tag">ScienceFiction</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/utopie/" title="Utopie" rel="tag">Utopie</a></p>
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		<title>Tagwerk vom 30.01.2012</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 22:50:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[aufgesammelt]]></category>
		<category><![CDATA[Computer und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier nach einigen Tagen mal wieder eine kurze und persönliche Kommentierrung mehrerer aktueller Ereignisse. Endlich beginnen die Arbeiten an dem Projekt Stuttgart 21. So sehr ich Parkschützer und Protestdemonstranten verstanden habe, so sehr wurde der Krampf um den Bahnhof in &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/tagwerk-vom-30-01-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/tagwerk-vom-30-01-2012/' addthis:title='Tagwerk vom 30.01.2012' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Hier nach einigen Tagen mal wieder eine kurze und persönliche Kommentierrung mehrerer aktueller Ereignisse.</p>
<p><span id="more-1129"></span>
<p>Endlich beginnen die Arbeiten an dem Projekt Stuttgart 21. So sehr ich Parkschützer und Protestdemonstranten verstanden habe, so sehr wurde der Krampf um den Bahnhof in den letzten anderthalb Jahren politisch instrumentalisiert. Spätestens seit der Volksabstimmung, die überraschenderweise scheiterte, muss man als Demokrat einfach einsehen, dass das Projektt legitim ist. Natürlich mag es immer noch gesetzliche Gründe wie die vielen kleinen Käfer geben, die den Bau vorübergehend zurecht aufhalten, aber im Großen und Ganzen sollten sich auch und gerade die demokratischen S21-Gegner dem Volksvotum beugen.</p>
<p>Die Diskussion über die Linke, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, bekommt langsam groteske Züge. In der Sendung Günter Jauch war gestern ein alter, ehemaliger Verfassungsschutzpräsident zu Besuch. Der tat mir fast leid, weil er den Fragen überhaupt nicht gewachsen war. Auf die Frage, warum man die zwickauer Terrorzelle nicht gefangen hatte, erzählte er von einer Hausdurchsuchung, bei der einer der Beschuldigten einfach weggefahren sei, wogegen man doch nichts habe machen können. Dafür erntete er nur noch Gelächter. Eine gute Figur machte für mich der SZ-Chefkommentator Heribert Prantl. Entweder der Verfassungsschutz habe von den Aktivitäten der Zwickauer nichts geahnt, dann sei er überflüssig. Oder er habe eine Ahnung gehabt, dann sei er gefährlich, sagte Prantl. Dem kann ich mich nur anschließen.</p>
<p>Die deutsche Linke und die Friedensbewegung tun sich nach wie vor schwer mit <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kritik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kritik">Kritik</a> am Assad-Regime in Syrien. Während die UNO und die arabische Liga eingreifen will, und während Russland aus geostrategischen Gründen ablehnt und weder sich, noch dem syrischen Volk einen Dienst erweist, schweigen die deutschen Linken. Manche stellen sich sogar demonstrativ hinter Assad, der in den Vororten von Damaskus wieder Massenhinrichtungen durchführen lässt. Es ist wie so oft eine Sprachlosigkeit vorhanden, die immer dann eintritt, wenn man westlichen Meinungen zustimmen müsste. Dann besteht plötzlich die Angst, den Gegnern in die Hand zu spielen. Mehr Selbstbewusstsein, Gelassenheit und Standfestigkeit auch bei taktisch unbequemen Themen wären angebracht. Man wird nicht zum Freund der gesamten westlichen Politik, wenn man die Massenmorde in Syrien mit dem Westen gemeinsam verurteilt. Man wird nur menschlich.</p>
<p>Christian Wulff könnte es schaffen, doch noch im Amt zu bleiben. Je länger die Affäre dauert, die längst nicht mehr hauptsächlich um seinen 500.000-Euro-Privatkredit geht, desto größere Chancen hat er. Stand er zunächst selbst im Fadenkreuz der Ermittlungen von <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/presse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Presse">Presse</a> und Polizei, so wurde mit der Durchsuchung des Büros seines Ex-Sprechers Olaf Glaeseker alles anders. Jetzt ist die Frage nur noch: Wieviel hat Wulff von den Machenschaften seines bösen Sprechers gewusst? Dabei galt Glaeseker vorher als absoluter persönlicher Vertrauter des Präsidenten, der nie etwas ohne dessen Zustimmung angefangen hätte. Vermutlich wird es gelingen, die Schuld auf den ehemaligen Sprecher abzuwälzen, Politiker der CDU beginnen schon damit. Wieder eine schmierige Affäre mehr in Deutschland, die nach Art von Helmut Kohl durch Aussitzen bewältigt werden könnte. Unserer <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> nutzt Wulff so jedenfalls nichts.</p>
<p>Die Kampfansage des CDU-Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling an die Netzgemeinde sorgt im Internet wegen ihrer schwülstigen und teils verfehlten Formulierungen für Gelächter. Am ersten und zweiten Tag mag das angehen, aber dann wird es notwendig werden, sich inhaltlich mit diesem Licht der christlichen Aufklärung mal etwas näher zu befassen. Die Kampfansage ist ernst, sie spiegelt das weit verbreitete Misstrauen des mächtigen Establishments gegen ein freies und unzensiertes Web wieder. Man will den verlorenen Boden der Meinungsführerschaft und des Zugangs zu Wissen aller Art wieder zurückgewinnen. Die Chancen stehen trotz des <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sopa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SOPA">SOPA</a>- und PIPA-Protesterfolges nicht schlecht. In Europa wird derzeit das vergleichbare Projekt ACTA beschlossen, und die öffentlich-rechtlichen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a>, die traditionellen Wissenslieferanten auch im Internet, depublizieren nach 7 Tagen ihre Informationen, um eine Chancengleichheit im Wettbewerb herzustellen. Da spielt es keine Rolle, dass die Konkurrenten an neutraler Information gar nicht interessiert sind, sondern einzig und allein ein gutes Konkurrenzangebot zerstören wollen. In diesem Licht betrachtet ist Herr Heveling ausführendes Organ einer Lobby, die den Zugang zu Wissen und Information unter einen großen Kostenvorbehalt stellen will, um ihre Gewinne zu maximieren, und politisch vielleicht auch, um missliebige Meinungen durch die Beschränkung des Wissenszugangs auf Vermögende zu unterdrücken. Wo kämen wir hin, wenn der Pöbel Zugang zum Weltwissen bekäme, ohne dafür horrende Preise zu bezahlen. Diese Kampfansage ist nicht witzig, sie ist äußerst gefährlich, und noch dürfen wir die Macht der Netzgemeinde, wer auch immer das im Einzelnen ist, nicht überschätzen.</p>
<p>Auf Twitter machte heute der sogenannte Hashtag #tl82 die Runde. Nachrichten, die mit diesem Tag als Suchbegriff versehen wurden, wurden so gestaltet, als befände man sich im Jahre 1982. Es kam ein äußerst spannendes und nostalgisches Mosaik unterschiedlichster Nachrichten von vor 30 Jahren heraus. Natürlich schlichen sich auch kleine Fehler ein, wenn in einer Nachricht das Lied &#8220;Purple Rain&#8221; von Prince statt ins Jahr 1984 ins Jahr 1982 gesteckt wurde. Doch es versammelte sich nach und nach unter dem Begriff #tl82, Timeline 82, eine vielfältige und kreative Sammlung von kleinen Berichten aus der Vergangenheit. &#8220;Warte mit Spannung auf den dritten Teil der Saga &#8220;Krieg der Sterne&#8221;", lautete eine Nachricht. Ein anderes wiederkehrendes Thema war der Grand-Prix-Gewinn für Deutschland durch das Lied &#8220;Ein bisschen Frieden&#8221; von Nicole. Auch ich steuerte einige Nachrichten zu dem &#8220;Mem&#8221; bei, wie ein solches Konglomerat von eingefleischten Usern genannt wird. Ich erinnerte mich an das Ende der sozialliberalen Koalition unter Helmut Schmidt, den Falklandkrieg, die Fußballweltmeisterschaft mit dem meiner Ansicht nach getürkten Spiel Deutschlands gegen Österreich, und an den Erwerb eines Ferienhäuschens in den Niederlanden durch meine Familie. Manche Nachrichten lauteten auch schlicht und einfach: &#8220;Werde gerade gezeugt&#8221;. Interessant waren auch Meinungen aus der damaligen zeit wie: &#8220;Rocky 3 gesehen, das ist bestimmt der Letzte&#8221;, oder: &#8220;Diese Computer werden sich niemals durchsetzen.&#8221;</p>
<p>Der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/winter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Winter">Winter</a> hat endgültig Einzug gehalten. Anderthalb Monate zu spät purzelten die Temperaturen vielerorts auf -10 Grad. Dabei soll es aber nicht bleiben. In den nächsten Tagen sollen es teilweise -20 Grad werden. Da der Wind kalt und scharf aus dem Osten wehe, sagen die Wetterfrösche, seien die gefühlten Temperaturen noch niedriger. Na dann gute Nacht. Hoffentlich bleibt uns der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/winter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Winter">Winter</a> nicht bis Mai erhalten oder so, nur weil er später eingetrudelt ist. Das Wetter schlägt einem aufs Gemüt, zumindest mir, der ich ein Fan von Frühling und Sommer bin.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/tagwerk-vom-30-01-2012/' addthis:title='Tagwerk vom 30.01.2012' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		<title>Von Scheren im Kopf, inneren Zensoren und Verschwörungstheorien</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 19:07:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Internet ist ein schöner bunter Platz. Frei zugängliche Information schwirrt herum, ganz gleich, ob sie nun der Wahrheit entspricht oder nicht. Und was ist überhaupt Wahrheit? Glaubt nicht jeder, was er glauben will? Und lohnt sich im Dschungel von &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/von-scheren-im-kopf-inneren-zensoren-und-verschworungstheorien/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/von-scheren-im-kopf-inneren-zensoren-und-verschworungstheorien/' addthis:title='Von Scheren im Kopf, inneren Zensoren und Verschwörungstheorien' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Das Internet ist ein schöner bunter Platz. Frei zugängliche Information schwirrt herum, ganz gleich, ob sie nun der Wahrheit entspricht oder nicht. Und was ist überhaupt Wahrheit? Glaubt nicht jeder, was er glauben will? Und lohnt sich im Dschungel von Verschwörungstheorien und einem Marktplatz voller Hassparolen noch Überzeugungsarbeit?</p>
<p><span id="more-1119"></span>
<p>Seit einem knappen Jahr bin ich in einer politischen Mailingliste mehr oder weniger aktiv. Ein ruhiger Ort, den man manchmal monatelang vergisst, denn kaum jemand interessiert sich für Politik und redet darüber. Abgestumpft sind die meisten Menschen, ausgeliefert jenem mächtigen Gefühl, ohnehin nichts ändern zu können. Allerdings gibt es da einen, der immer wieder Links zu sogenannten kritischen Seiten postet, zu Seiten, die, so der interessierte Polit-Netz-Aktivist, jenseits des Mainstreams und unserer von <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> und durch Erziehung eingeschränkten Weltsicht die Aufmerksamkeit auf den wahren Zustand unserer Welt lenkten. Unsere erste Diskussion hatten wir, als er die Argumente der sogenannten <a title="Link zur Webseite" href="http://www.krr-faq.net/" target="_blank">kommissarischen Reichsregierungen</a> in der Mailingliste verbreitete. Deren krude und verquere Argumentation, Hitler-Deutschland bestehe noch fort, und das werde nur von den Machthabern verschleiert, wurde mit vielen Rechtsdokumenten scheinbar unterfüttert. Ich hatte mich vor ein paar Jahren schon einmal damit befasst. Es gibt in der Argumentation immer einen Punkt, für den es keinen Beleg gibt. Beispiel: &#8220;Der US-Außenminister habe auf einer Konferenz im Juli 1990 die BRD und die DDR für aufgelöst erklärt.&#8221; Zu einer Menge Urteilen und Gesetzen vorher gab es einen Link mit Zitaten, aber dieses Detail musste man einfach glauben. Oder es wurden mal schnell Daten vertauscht, wann ein Vertrag verabschiedet, beschlossen oder ratifiziert wurde, und wann er formaljuristisch in Kraft trat. Daraus wurden dann den Behörden der BRD alle Befugnisse abgesprochen. Wir haben lange über dieses Thema debattiert, und wenn ich meinen Diskussionspartner vielleicht auch nicht vollständig überzeugen konnte, ich glaube, wir erzielten ein recht gutes Einvernehmen. Seine Hauptquelle für &#8220;kritische Beiträge&#8221; ist das Blog &#8220;<a title="Link zur Webseite" href="http://alles-schallundrauch.blogspot.com" target="_blank">Alles Schall und Rauch</a>&#8221; des schweizer Bloggers Freeman.</p>
<p>Neulich aber kamen neue Links. Sie verwiesen auf das Lupo-Cattivo-Blog, auf eine <a title="Link zum Blogbeitrag" href="http://lupocattivoblog.wordpress.com/2010/01/25/der-schlussel-die-verborgene-weltdiktatur-des-rothschild-imperiums-1/" target="_blank">Serie über die Weltdiktatur des Rothschild-Imperiums</a> und eine <a title="Link zum Blog" href="http://lupocattivoblog.wordpress.com/2011/09/16/das-weltbild-der-meisten-menschen-manipulationen-und-falschinformationen%e2%80%a6/" target="_blank">Serie über gezielte Desinformation</a> durch die Massenmedien. Natürlich habe ich sofort an den <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/nationalsozialismus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a> gedacht, noch bevor ich in die Texte hineingelesen habe. Nicht alle Juden, so heißt es in den Texten sinngemäß, sind böse, sondern nur die <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zionismus" target="_blank">Zionisten</a>, rund 1 % der Juden, die sich hinter einer Mauer von 99 % Ahnungsloser versteckten, die schon nicht angegriffen werden dürften wegen des <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/holocaust/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Holocaust">Holocaust</a>. Angedeutet wird auch, dass das mit dem <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/holocaust/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Holocaust">Holocaust</a> nicht so schlimm sein könne, die New York Times könnte ja schon seit 1942 darüber gelogen haben, sie sei ein führendes Instrument der Weltdiktatur der <a title="Link zur Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rothschild" target="_blank">Rothschilds</a>, oder des Komitees der 300, des Weltsozialismus, der <a title="Link zur Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bilderberg-Konferenz" target="_blank">Bilderberger</a> oder wie auch immer man sie nennen mag.</p>
<p>Viele Menschen werden nun sagen: &#8220;Warum befasst du dich überhaupt damit? Verschwörungstheoretischer Schwachsinn!&#8221; Aber genau das ist es. Mein Gesprächspartner meinte, wir dürften ja nicht über das &#8220;internationale Finanzjudentum&#8221; oder die &#8220;<a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Protokolle_der_Weisen_von_Zion" target="_blank">Protokolle der Weisen von Zion</a>&#8221; debattieren, wir müssten befürchten, im Gefängnis zu landen. Deshalb sei die Schere schon im Kopf eingebaut, wir trügen den inneren Zensor mit uns herum, kritische Meinungen wollten wir gar nicht wahrnehmen. Und er fühlt sich durch die Meinung über Verschwörungstheoretiker bestätigt, wenn sich die Leute einfach von ihm abwenden. Also tue ich es nicht! Ich diskutiere und rede mit ihm, eben weil ich keine Schere im Kopf haben will, weil ich den inneren Zensor ablehne!</p>
<p>Doch wie soll ich mit dieser Meinung meines Gesprächspartners umgehen? Es hilft nicht, einfach seine Meinung zu verteufeln, es wäre &#8211; zurecht sogar &#8211; das Ende des Gesprächs. Sachliche Argumente aber lassen sich gegen eine solche Weltverschwörung nicht vorbringen, ohne dass das Gehirn einen Overload produziert. Dabei hätte ich sie, aber es wäre schon ungeheuer schwierig, sie meinem Gesprächspartner zu präsentieren.</p>
<p>Vor ein paar Wochen habe ich eine tägliche Zeitung aboniert. Erstmals in meinem Leben. Es ist die <a title="Link zur TAZ" href="http://www.taz.de" target="_blank">TAZ</a>, eine zugegeben linksgerichtete Zeitung, natürlich keine kommunistische oder sozialistische, aber ganz offen eine linksgerichtete. Würde ich versuchen, meinem Gesprächspartner Artikel und Informationen aus dieser Quelle entgegen zu halten, so würde er sagen, dass dies bereits eine vom System infiltrierte Mainstream-Meinung ist. Das heißt: Es werden bereits keine anderen als die eigenen Quellen mehr akzeptiert. Das hilft natürlich auch, keine anderen Meinungen an sich heran kommen lassen zu müssen. Und es hilft, die Welt nicht komplizierter machen zu müssen, als das Weltbild der Rechten sie braucht. Der innere Zensor, den diejenigen von uns vorgeworfen bekommen, die sich zumindest auch aus sogenannten Mainstream-Medien informieren, tragen die Rechten in Wahrheit selbst, denn sie akzeptieren nur ihre Quellen. Eine echte Gegenüberstellung findet nicht statt. Dass sie mir im Falle der sogenannten kommissarischen Reichsregierungen dennoch einigermaßen gelang, grenzt fast an ein Wunder. Ob mein Gesprächspartner sich beeindrucken lässt, wenn ich ihm sage, dass die TAZ nicht durch einen Medienkonzern, sondern von einfachen Bürgern gegründet wurde, eben mit dem Ziel, eine kritische Stimme zu sein?</p>
<p>Natürlich ist es einfach, sich die Welt in einem schwarz-weiß-Schema zu erklären, aber genau so einfach ist es, jeden, der sich von den schlagkräftigen Parolen von rechts angezogen fühlt, einfach für einen Spinner zu halten und abzuschreiben. Dann kapitulieren wir vor den Rattenfängern einer scheinbar einleuchtenden Ideologie. Und wir sollten auch nicht alle Argumente der Anderen von vorne herein ablehnen. So bin ich mir sehr sicher, dass die Bilderberg-Konferenzen mehr sind als rein private Treffen.</p>
<p>Ich habe in der TAZ zum Beispiel einen ausführlichen <a title="Link zur TAZ" href="http://www.taz.de/Staatslobbyismus/!86563/" target="_blank">Artikel über die öffentlich-privaten Partnerschaften</a> gelesen. Einen Artikel, in dem durchaus hart und engagiert sachlich die Ausbeutung öffentlichen Eigentums und der Steuergelder durch die Großindustrie angeprangert wird. Dazu muss man nicht das Haus Rothschild und das Finanzjudentum bemühen. Aber die Verflechtungen sind natürlich auch nicht so einfach zu durchschauen. Mit einem übermächtigen Geheimbund als Gegner ist das Leben nicht nur spannender, man ist auch aussichtsloser im Kampf gegen die Weltregierung, und man muss nicht tiefer in die wahren, komplizierten Zusammenhänge einsteigen. Eine Welt von 7 Milliarden Menschen wird nicht von 300 Bilderbergern regiert, und warum sollten ausgerechnet Syrien und der Iran derzeit außerhalb dieser Regierung stehen, als heldenhafte letzte Vertreter einer freien Welt? Das klingt absurd, doch mein Gesprächspartner würde sagen, dass es nur deshalb absurd klingt, weil wir uns keine sogenannten abwegigen Meinungen mehr erlauben.</p>
<p>Die Rechten sind immer Opfer, das ist eine weitere These. Beispiel Fernsehdebatte. Wenn dann mal ein Mensch mit einer anderen Meinung zugelassen werde, dann einer, der sich nicht gut ausdrücken könne, und man setze ihm eloquente Linke entgegen, die ihn in Grund und boden redeten. Dass die größten Medienkonzerne rechtsgerichtet sind, fällt offenbar überhaupt nicht ins Gewicht.</p>
<p>Für mich ist dieser halb offene <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/antisemitismus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Antisemitismus">Antisemitismus</a> erschreckend, der sich in die Mitte der deutschen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a> gefressen hat. Intelligente, sympatische Menschen diskutieren den Begriff &#8220;Antisemitismus&#8221; sprachgeschichtlich weg, weil er nicht nur die Juden betrifft. Und statt der Juden hasst man nur die Zionisten, also die mächtigen weltvergifter, die sich hinter den Ahnungslosen verstecken, aber kaum von ihnen zu trennen sind. Dies geht in intelligenten Köpfen vor. Wie mag es erst an den Stammtischen zugehen? Sie werfen uns vor, Israel nie zu kritisieren, und dabei lassen sie einen Großteil der Geschichte einfach aus. Es waren die linken Terroristen der <a title="Link zur Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Armee_Fraktion" target="_blank">RAF</a>, die die Juden als Feinde begriffen haben, weil sie die Araber unterdrückten, die sozialistischen Brüder der RAF. Gleichzeitig verurteilte dieselbe Generation ihre Väter wegen der Nazigreuel. Und auch ich, der ich eine linke Zeitung lese, <a title="Link zum Blogpost" href="http://blog.jens-bertrams.de/2010/06/ein-offener-brief-an-israels-ministerprasidenten-netanjahu/" target="_blank">kann Israel scharf kritisieren</a>, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, und trotzdem bin ich vergiftet durch den inneren Zensor, habe ich eine Schere im Kopf, trage ich einen Maulkorb. Warum? Weil ich Gewaltparolen aus Prinzip ablehne? Weil meine Toleranz da endet, wo der Hass auf andere Menschen beginnt? Weil ich keine Zweifel an der nationalsozialistischen Massenvernichtung der Juden habe? Was würden die Verschwörungstheoretiker wohl sagen, wenn man ihnen die Tonaufnahme <a title="Link zur Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Eichmann" target="_blank">Adolf Eichmann</a>s präsentiert, in der er sagt, er hätte auch 11 Millionen vernichtet, wenn er es vermocht hätte? Würden sie es als Fälschung abtun, weil es nicht in ihr Weltbild passt?</p>
<p>Nein, ich habe keinen inneren Zensor. Ich lese rechte wie linke Meinungen, und ich bilde mir meine eigene. Der innere Zensor ist dort zu finden, wo alles, was nicht ins einseitige und unkomplizierte Weltbild passt, schon von vorne herein als Lüge abgetan wird, als Mainstream, als vom Rothschild-Imperium initiiert und ausgebrütet. Das ist keine kritische Meinung mehr, das ist Völkerhass.</p>
<p>Und doch würde ich gern die Menschen überzeugen, die in ihrer Verzweiflung nach einer einfachen Erklärung suchen, denen einfach einleuchtend erscheint, was mit wenigen Worten gesagt ist. Aber wer die Welt komplizierter macht, der hat es leider viel schwerer als die Rattenfänger der Rechten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>P. S.: Im Bezug auf einige der Links in diesem Artikel bitte ich, auf mein Impressum zu achten. Ich distanziere mich ausdrücklich von volksverrhetzenden Inhalten und bin in keiner Weise für sie verantwortlich oder teile diese Ansichten.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/von-scheren-im-kopf-inneren-zensoren-und-verschworungstheorien/' addthis:title='Von Scheren im Kopf, inneren Zensoren und Verschwörungstheorien' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/antisemitismus/" title="Antisemitismus" rel="tag">Antisemitismus</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/desinformation/" title="Desinformation" rel="tag">Desinformation</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/faschismus/" title="Faschismus" rel="tag">Faschismus</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/holocaust/" title="Holocaust" rel="tag">Holocaust</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/nationalismus/" title="Nationalismus" rel="tag">Nationalismus</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/nationalsozialismus/" title="Nationalsozialismus" rel="tag">Nationalsozialismus</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/presse/" title="Presse" rel="tag">Presse</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/rechtsextremismus/" title="Rechtsextremismus" rel="tag">Rechtsextremismus</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/verschworungstheorie/" title="Verschwörungstheorie" rel="tag">Verschwörungstheorie</a></p>
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		<title>Aus der SZ: Tabu Sex und Körperbehinderung &#8211; &#8220;Freier mit Behinderung betrachten uns als Menschen&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 13:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Thema Sexualität und Behinderung gehört zu den großen Tabus, die es immer noch gibt. Was sollen Krüppel mit Sex? Das fragt sich so mancher sicher noch im Kopf, der es heute nicht mehr laut ausspricht. Deshalb gefällt mir der &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/aus-der-sz-tabu-sex-und-korperbehinderung-freier-mit-behinderung-betrachten-uns-als-menschen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/aus-der-sz-tabu-sex-und-korperbehinderung-freier-mit-behinderung-betrachten-uns-als-menschen/' addthis:title='Aus der SZ: Tabu Sex und Körperbehinderung &#8211; &#8220;Freier mit Behinderung betrachten uns als Menschen&#8221;' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Das Thema <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sexualitat/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sexualität">Sexualität</a> und Behinderung gehört zu den großen Tabus, die es immer noch gibt. Was sollen Krüppel mit Sex? Das fragt sich so mancher sicher noch im Kopf, der es heute nicht mehr laut ausspricht. Deshalb gefällt mir der Artikel aus der Süddeutschen Zeitung sehr gut, der dieses Thema mal intensiver und sachlich behandelt. Aber nicht so sachlich, wie es die Aktivisten der Behindertenbewegung oft tun.</p>
<p>Hier der Link:</p>
<p><a href='http://www.sueddeutsche.de/leben/tabu-sex-und-koerperbehinderung-freier-mit-behinderung-betrachten-uns-als-menschen-1.1269396'>Tabu Sex und Körperbehinderung &#8211; &#8220;Freier mit Behinderung betrachten uns als Menschen&#8221; &#8211; Leben &#8211; sueddeutsche.de</a>.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/aus-der-sz-tabu-sex-und-korperbehinderung-freier-mit-behinderung-betrachten-uns-als-menschen/' addthis:title='Aus der SZ: Tabu Sex und Körperbehinderung &#8211; &#8220;Freier mit Behinderung betrachten uns als Menschen&#8221;' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/behindertenrecht/" title="Behindertenrecht" rel="tag">Behindertenrecht</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/menschenrechte/" title="Menschenrechte" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sexualassistenz/" title="Sexualassistenz" rel="tag">Sexualassistenz</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sexualbegleitung/" title="Sexualbegleitung" rel="tag">Sexualbegleitung</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sexualitat/" title="Sexualität" rel="tag">Sexualität</a></p>
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		<title>Womit ich bei Suchmaschinen gefunden werde: drei wichtige Begriffe</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 05:50:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man heute im Internet wer sein will, muss man von den Suchmaschinen bei den richtigen Begriffen gefunden werden. Nicht nur bei den Hauptbegriffen, die das Blog ausmachen und zu jedem Artikel gehören, sondern auch bei Begriffen, die einfach in &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/womit-ich-bei-suchmaschinen-gefunden-werde-drei-wichtige-begriffe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/womit-ich-bei-suchmaschinen-gefunden-werde-drei-wichtige-begriffe/' addthis:title='Womit ich bei Suchmaschinen gefunden werde: drei wichtige Begriffe' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Wenn man heute im Internet wer sein will, muss man von den <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Suchmaschinen">Suchmaschinen</a> bei den richtigen Begriffen gefunden werden. Nicht nur bei den Hauptbegriffen, die das Blog ausmachen und zu jedem Artikel gehören, sondern auch bei Begriffen, die einfach in den Artikeln auftauchen. Ich verrate jetzt mal, warum mein Blog so gut besucht ist, und für welche Begriffe es berühmt ist.</p>
<p><span id="more-1095"></span>
<p>Bei all meinen Artikeln über <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/menschenrechte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Menschenrechte">Menschenrechte</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wirtschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wirtschaft">Wirtschaft</a>, Religion, Europa und viele andere Themen, bleibt es natürlich nicht aus, dass mein Blog schnell zur Berühmtheit wird. Dabei verfolgt mein Erfolg eine Doppelstrategie. Zum Einen werbe ich auf Twitter mit Überschrift und Link, bei Facebook ebenfalls, und dann gibt es da noch die Suchmaschinen. Die machen bei den Besuchern meiner inzwischen 467 Artikel als Verlinker rund 60 % aus. Rund 50 Sekunden halten sich meine Besucher durchschnittlich auf meiner Seite auf, und sie schauen sich ungefähr anderthalb Artikel an, im Durchschnitt natürlich. Jetzt aber zu den Schlagworten, die meine Seite so unendlich berühmt machen. <img src='http://blog.jens-bertrams.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wichtigster Begriff ist &#8220;Jan Vering&#8221;, das ist ein <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/gospel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gospel">Gospel</a>-Sänger, den ich in meinem <a title="Link zum Blogbeitrag" href="http://blog.jens-bertrams.de/2006/11/mein-atheistisches-manifest/" target="_blank">atheistischen Manifest</a> erwähnte. Offenbar wird meine Seite von vielen Gospel-Fans frequentiert, dann aber nur kurz angeschaut, denn es geht ja bei mir außer im atheistischen Manifest nicht um Gospel-Musik, und irgendwie bezweifle ich, dass ein Gospel-Fan sich in diesem Artikel besonders wiederfinden wird. Allerdings habe ich mit Jan Vering und Anderen nach dem Manifest eine spannende Debatte geführt. Noch heute erhalte ich Antworten auf diesen Text, obwohl der Kommentarbereich meines Blogs ansonsten tot ist. 2007 wusste man noch, wie man richtig kommentiert. <img src='http://blog.jens-bertrams.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die zweite Redewendung, unter der man mich findet, ist: &#8220;<a title="Link zum Blogbeitrag" href="http://blog.jens-bertrams.de/2005/08/erinnerungen-an-meine-schulzeit/" target="_blank">Erinnerungen an meine Schulzeit</a>&#8220;. Vermutlich kommen viele Menschen darauf, diese Redewendung bei Google einzugeben, weil sie freudetrunken an die schönen Dinge ihrer <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kindheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kindheit">Kindheit</a> erinnert werden wollen. Leider bieten meine Artikel zu diesem Thema keinen Anlass, mit dieser Freudetrunkenheit durch mein Blog zu stöbern. Da kann ich die 50 Sekunden schon verstehen, nach denen man sich gruselnd abwendet. Aber es ist natürlich nicht so, dass es nicht auch schöne <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/erinnerungen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Erinnerungen">Erinnerungen</a> an die Schulzeit geben würde, so viel zur Beruhigung. Es kommt eben darauf an, über welche Themen man schreibt.</p>
<p>Und eine dritte Redewendung möchte ich noch erwähnen, mit der mein Blog ab und an gefunden wird. Es handelt sich um &#8220;<a title="Link zum Blogartikel" href="http://blog.jens-bertrams.de/2006/11/reider-und-ausmacher-das-unbekannte-handwerk/" target="_blank">Reider und Ausmacher</a>&#8220;. Ich stamme aus <a title="Link zur Internetseite" href="http://www.solingen.de" target="_blank">Solingen</a>, und in diesen inzwischen weitgehend ausgestorbenen Berufen hat meine gesamte Familie gearbeitet. Ich finde es wundervoll, dass es Menschen gibt, die nach der Bedeutung dieser Begriffe suchen. Mein eigener Bericht dazu ist recht unvollständig, und auf Wikipedia habe ich nur den &#8220;<a title="Link zur Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schalenschneider" target="_blank">Schalenschneider</a>&#8221; gefunden. In diesem Artikel wird der Reider ebenfalls nur kurz, und der Ausmacher, der letztlich die Messer oder Werkzeuge fertigstellt, überhaupt nicht erwähnt.</p>
<p>Was sagt mir nun die Tatsache, dass es gar nicht meine Hauptthemen sind, zu denen ich von Suchmaschinen abgerufen werde? Entweder habe ich meine Artikel schlecht beschriftet, oder aber, und auch das halte ich für wahrscheinlich, politische und gesellschaftliche Themen werden selten bei Suchmaschinen abgefragt. Könnte ich gut kochen, sollte ich ein Küchenblog eröffnen, sicher wären Themen der Unterhaltungsbranche hilfreich.</p>
<p>Aber ach: Ich kann nun mal nicht aus meiner Haut. So bleibt mir nur, die Dinge anzunehmen, wie sie nun einmal sind, und das Beste daraus zu machen. <img src='http://blog.jens-bertrams.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/womit-ich-bei-suchmaschinen-gefunden-werde-drei-wichtige-begriffe/' addthis:title='Womit ich bei Suchmaschinen gefunden werde: drei wichtige Begriffe' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/gospel/" title="Gospel" rel="tag">Gospel</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/handwerk/" title="Handwerk" rel="tag">Handwerk</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kindheit/" title="Kindheit" rel="tag">Kindheit</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchbegriffe/" title="Suchbegriffe" rel="tag">Suchbegriffe</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinen/" title="Suchmaschinen" rel="tag">Suchmaschinen</a></p>
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		<title>Guter Beitrag: Kleine Bilanz des #SOPA-Blackouts « … Kaffee bei mir?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 05:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine gute und im Gegensatz zu manchen nationalen Medien optimistische Darstellung des Protestes gegen #SOPA. Schade: Bei der Aufzählung der Protestler war ich nicht dabei. Aber wir kämpfen ja für eine Sache, und nicht für persönliche Eitelkeiten. Niemand sollte aber &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/guter-beitrag-kleine-bilanz-des-sopa-blackouts-kaffee-bei-mir/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/guter-beitrag-kleine-bilanz-des-sopa-blackouts-kaffee-bei-mir/' addthis:title='Guter Beitrag: Kleine Bilanz des #SOPA-Blackouts « … Kaffee bei mir?' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Eine gute und im Gegensatz zu manchen nationalen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> optimistische Darstellung des Protestes gegen #<a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sopa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SOPA">SOPA</a>. Schade: Bei der Aufzählung der Protestler war ich nicht dabei. Aber wir kämpfen ja für eine Sache, und nicht für persönliche Eitelkeiten. <img src='http://blog.jens-bertrams.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Niemand sollte aber glauben, dass das Thema damit vom Tisch ist. Vermutlich werden weitere koordinierte und kreative Protestaktionen notwendig. Ebenfalls besonders wichtig finde ich, dass es solche Bestrebungen auch in Europa gibt.</p>
<p>Hier der Link:
<p><a href="http://opalkatze.wordpress.com/2012/01/18/kleine-bilanz-des-sopa-blackouts/" class="broken_link">Kleine Bilanz des #SOPA-Blackouts « … Kaffee bei mir?</a>.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/guter-beitrag-kleine-bilanz-des-sopa-blackouts-kaffee-bei-mir/' addthis:title='Guter Beitrag: Kleine Bilanz des #SOPA-Blackouts « … Kaffee bei mir?' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" title="Demokratie" rel="tag">Demokratie</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/meinungsfreiheit/" title="Meinungsfreiheit" rel="tag">Meinungsfreiheit</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sopa/" title="SOPA" rel="tag">SOPA</a></p>
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		<item>
		<title>2012 &#8211; Das Jahr der Freidenker</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 16:14:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer und Internet]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieses Jahr soll das große Jahr der weltweiten Protestbewegung sein, &#8220;echte Demokratie Jetzt&#8221; und &#8220;occupy&#8221; sollen, inzwischen zu Schlagworten aufgestiegen, auch in Deutschland Fuß fassen. Auch und gerade, wenn die derzeitigen Teilnehmerzahlen sinken, sagen ihre Aktivisten. Auf Twitter habe ich &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/2012-das-jahr-der-freidenker/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/2012-das-jahr-der-freidenker/' addthis:title='2012 &#8211; Das Jahr der Freidenker' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Dieses Jahr soll das große Jahr der weltweiten Protestbewegung sein, &#8220;echte <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> Jetzt&#8221; und &#8220;<a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/occupy/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Occupy">occupy</a>&#8221; sollen, inzwischen zu Schlagworten aufgestiegen, auch in Deutschland Fuß fassen. Auch und gerade, wenn die derzeitigen Teilnehmerzahlen sinken, sagen ihre Aktivisten.</p>
<p><span id="more-1089"></span>
<p>Auf Twitter habe ich mich mit der Stimme des deutschen Attac-Netzwerkes angelegt, einer der Organisationen, die die Occupy-Bewegung in Deutschland unterstützen und koordinieren. Vehement wehrte man sich dort gegen einen zugegeben sehr kritischen und Schnoddrigen <a title="Link zur TAZ" href="http://www.taz.de/!85533/" target="_blank">Kommentar in der TAZ</a>, in dem der für den 15. Januar ausgerufene weltweite Protesttag als rein deutsche Angelegenheit demaskiert wurde. Doch auf das Prädikat &#8220;internationaler Protesttag&#8221; seien sogar die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> herein gefallen, schrieb die TAZ, und es fiel der Begriff &#8220;Schwarmdummheit&#8221;. Ich selbst habe den Kommentar als das gesehen, was er war: Ein durch die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/meinungsfreiheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Meinungsfreiheit">Meinungsfreiheit</a> gedeckter Zwischenruf eines Einzelnen. Die Meinung des Kommentators spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung des veröffentlichenden Blattes wieder. Von der &#8220;Axt an der Wurzel der Bewegung&#8221; wetterten hingegen die Attac-Koordinatoren und präsentierten sich leider weder gelassen, noch professionell. Zumal man den Fakten des Kommentars nicht einmal widersprach, ja kaum widersprechen konnte. Dieser Protesttag ist und bleibt keine große internationale Demonstration als Startschuss für eine neue weltweite Campagne, sondern eine hauptsächlich deutsche Aktion, um über den <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/winter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Winter">Winter</a> zu kommen. Das ist legitim, aber man sollte dann auch die Wahrheit sagen. Schon in Spanien, im Mai 2011, wo alles begann, habe ich festgestellt, dass sich die Demonstranten durch Twitter und Facebook gern etwas größer machten, als sie damals tatsächlich waren. Auch das ist verständlich, wenn man weiß, dass die großen Medien überall auf der Welt die Proteste verschwiegen haben. Doch von einer großen Revolution, die die Regierung und das Königshaus binnen weniger Tage hinweg fegen würde, war entgegen der Schlagworte nichts zu sehen und zu hören. Diese <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kritik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kritik">Kritik</a> müssen die Okkupanten aushalten können, ohne gleich die Axt an der Wurzel der Bewegung zu bemühen.</p>
<p>Doch von Gelassenheit war bei der Attac-Stimme nichts zu spüren. Ich bedauerte den Streit zwischen Bewegung und TAZ, wo man doch viel besser an einem Strang ziehen könnte. Daraufhin wurde mir vorgeworfen, ich säße nur auf meinem eigenen Sofa und lasse andere für meine Rechte kämpfen. Die Kritikfähigkeit ist auf den Nullpunkt gesunken. Vielleicht deshalb, weil viel weniger Menschen am Sonntag zu den Protestkundgebungen erschienen, als die Organisatoren erwartet und erhofft hatten? Waren es im Oktober rund 50.000 in Deutschland, so kann man von Glück sagen, wenn am 15. Januar noch 10.000 Menschen tatsächlich auf die Straße gingen. Wie schlimm das ist, wird die Zukunft zeigen, denn möglicherweise bildet die Aktivität während der Demonstrationen selbst keinen Adäquaten Gradmesser für die Schlagkraft der bewegung mehr, die sich in vielen interessanten Basisgruppen organisiert. Vielleicht aber läuft sich der von den Medien inzwischen vorübergehend dankbar aufgegriffene Hype um &#8220;<a title="Link zur Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Occupy_Germany" target="_blank">Occupy</a>&#8221; auch bald wieder tot, und vielleicht ist das so gewollt.</p>
<p>&#8220;Wir brauchen Occupy-Plus&#8221;, sagte ein Teilnehmer der Aktionen am vergangenen Sonntag, und ein anderer trotzig: &#8220;2012 wird das Jahr der Freidenker&#8221;. Das ist eine gute Nachricht, wenn sie denn zur Wahrheit wird. Denn was bislang die Menschen an der neuen Bewegung faszinierte und anzog, diese herrliche Unbestimmtheit und Beliebigkeit in den Zielen, das könnte nun bald zum Verlust eines Wiedererkennungswertes und Profils führen, den eine politische Bewegung braucht. Meiner Ansicht nach wäre es schon ein großer Fortschritt, wenn die Idee dieser Bewegung das Jahr überleben würde. Wenn es gelingt, eine feste, vielleicht auch relativ kleine Gruppe zusammen zu halten, die in der Lage ist, durch basisdemokratische Arbeit Konzepte für die Zukunft zu entwickeln, dann muss es ja nicht unbedingt die Weltrevolution sein, die hier und heute ausbrechen muss.</p>
<p>Das Beste an &#8220;<a title="Link zur Webseite" href="http://www.echte-demokratie-jetzt.de" target="_blank">Echte Demokratie Jetzt</a>&#8221; und &#8220;Occupy&#8221; sei die neue Form der Kommunikation, des gegenseitigen Umgangs, sagte mir einer ihrer im Internet profiliertesten Akteure vor einigen Wochen. Das hat mich überzeugt und begeistert. Er sprach davon, die Konfrontationsmechanismen bei politischen Auseinandersetzungen zu überwinden und zu einer sachlichen Analyse zu kommen, zu einem stärkeren Miteinander statt eines Gegeneinanders. Das ist sogar noch wichtiger, als ein Programm auszuarbeiten. Allein wegen dieser Ideen, die teilweise auch schon konsequent umgesetzt werden, sollte die Bewegung überleben. Sie ist ja nicht die erste, die nach euphorischem Beginn einen rapiden Schwund zu verzeichnen hat. Im März 2011 gingen allein in meiner Heimatstadt Marburg rund 1000 Menschen gegen Atomkraft auf die Straße, das war wenige Wochen nach der Katastrophe in Fukushima. Am 11. Juli, 4 Monate nach der Atomkatastrophe, waren es noch ganze 6 Menschen. Christian Wulff hat sowohl die Occupy-Bewegung als auch die sogenannte zwickauer Terrorzelle aus dem öffentlichen Gedächtnis vertrieben.</p>
<p>Ob 2012 das Jahr der Freidenker wird, weiß ich nicht, aber ich wage es zu bezweifeln. Natürlich wird dieses Jahr der Freidenker kommen, aber dass es bereits 2012 so weit ist, glaube ich nicht. 2011 war ein Anfang. Ein Anfang, der ein zartes Pflänzchen hervor gebracht hat. Ein Pflänzchen, das mit alten und überkommenen politischen Mechanismen und Zielen brechen will. Nach der Euphorie der ersten Stunde stellen nun alle fest, dass eben das nicht so einfach ist und Zeit braucht. Nicht nur die, die die Proteste organisieren und Koordinieren, müssen sich umgewöhnen, sondern auch die Menschen, die sich dem <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/protest/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Protest">Protest</a> anschließen und in ihm ein hoffnungsvolles Zeichen für eine bessere Zukunft sehen sollen. Man wird konkrete Forderungen brauchen, denen sich so viele Menschen anschließen, dass die Regierenden und die Macht habenden sie nicht ignorieren können. Das kann man mit revolutionärem Eifer versuchen, doch nachher muss man oft feststellen, dass die politischen Sachzwänge und Verlockungen für die neue Führung gleich geblieben sind. Was hingegen meiner Ansicht nach mehr Erfolg verspricht, aber wesentlich länger braucht, ist eine politisch-soziale Evolution, eine Entwicklung, ein neues Verständnis von Politik, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wirtschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wirtschaft">Wirtschaft</a>, Macht und gesellschaftlichen Zusammenhängen und Umgangsformen. Wenn dies das Ziel der neuen Bewegungen ist, die sich in der Ablehnung des Ausverkaufs des Gemeineigentums an eine Bande raffgieriger Finanzspekulanten zusammengefunden haben, dann muss man weder heute, noch morgen Wunder erwarten. Dann kann man sich über den aktuellen Protest hinaus die Zeit nehmen, langsame, aber unumkehrbare und von der kurzfristigen Aufmerksamkeit der Medien unabhängige Veränderungen einzuleiten. Nachhaltige Veränderungen, um ein weiteres Modewort zu gebrauchen. Der Umgang mit Kritik und differierenden Meinungen ist da sicher ein guter Anfang.</p>
<p>&#8220;Banken in die Schranken&#8221;! und &#8220;echte Demokratie jetzt!&#8221;, denn &#8220;Wir sind die 99 %!&#8221;</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/2012-das-jahr-der-freidenker/' addthis:title='2012 &#8211; Das Jahr der Freidenker' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" title="Demokratie" rel="tag">Demokratie</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/finanzkrise/" title="Finanzkrise" rel="tag">Finanzkrise</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kritik/" title="Kritik" rel="tag">Kritik</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/menschenrechte/" title="Menschenrechte" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/occupy/" title="Occupy" rel="tag">Occupy</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wirtschaft/" title="Wirtschaft" rel="tag">Wirtschaft</a></p>
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		<title>Mein Wa(h)renhaus beteiligt sich am SOPA-Blackout</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 07:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs, es tut mir sehr leid, aber am 18. und vielleicht auch am 23. Januar 2012 ist diese Seite nicht erreichbar. Mit dieser Aktion protestiere ich gemeinsam mit vielen vielen anderen Internetseiten und großen Firmen &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-wahrenhaus-beteiligt-sich-am-sopa-blackout/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-wahrenhaus-beteiligt-sich-am-sopa-blackout/' addthis:title='Mein Wa(h)renhaus beteiligt sich am SOPA-Blackout' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs,</p>
<p>es tut mir sehr leid, aber am 18. und vielleicht auch am 23. Januar 2012 ist diese Seite nicht erreichbar. Mit dieser Aktion protestiere ich gemeinsam mit vielen vielen anderen Internetseiten und großen Firmen wie <a title="Link zu Google" href="http://www.google.de" target="_blank">Google</a>, <a title="Link zu Facebook" href="http://www.facebook.com" target="_blank">Facebook</a> und <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org" target="_blank">Wikipedia</a> gegen den <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act" target="_blank">Stop Online Piracy Act</a>, der derzeit im US-Kongress behandelt wird. Mit diesem neuen Gesetz wird es den US-Behörden auf Bitte der Musik- und Filmindustrie ermöglicht, jede Webseite auf der Welt wegen möglicher Links zu Seiten mit möglicherweise urheberrechtlich geschütztem Inhalt einfach abzuschalten. Damit kann die US-Filmindustrie ohne deutsches Gericht, ohne deutsche Mitarbeit entscheiden, ob Ihre oder meine Internetseite einfach vom Netz genommen wird. Die gesamte Infrastruktur des Internets läuft über die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/usa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with USA">USA</a>. Das wäre das Ende des Internets wie wir es kennen. Ich habe über 1600 Links auf meiner Seite. Es ist mir absolut unmöglich, jeden Tag zu prüfen, ob sich auf einer dieser 1600 Webseiten etwas verändert hat und möglicherweise dort ein Link zu einem Youtube-Film existiert, der urheberrechtlich geschützt sein könnte. Ich bin kein Rechtsanwalt.</p>
<p>Außerdem sehe ich die Gefahr, dass der nächste Schritt ein Gesetz ist, das Webseiten abschalten lässt, die den Sicherheits- oder internationalen Interessen der USA zuwider handeln könnten. Es wäre der Tod der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/meinungsfreiheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Meinungsfreiheit">Meinungsfreiheit</a> nicht nur im Internet.</p>
<p>Es ist nicht viel, was wir, die einfachen Bürgerinnen und Bürger, Nutzerinnen und Nutzer dagegen tun können. Wir können nur protestieren, indem wir zeigen, wie ein Internet aussehen würde, das keine vielfältigen Meinungen mehr enthält, indem wir einfach unsere Seiten abschalten, und sei es nur für 12 Stunden. Dieser <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/protest/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Protest">Protest</a> hat allerdings nur Sinn, wenn Google und Facebook ihn ebenfalls durchführen. Das ist jetzt, da ich diesen Beitrag schreibe, noch nicht bekannt. Nur wenn Google und die anderen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/suchmaschinen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Suchmaschinen">Suchmaschinen</a> ihre Dienste vorübergehend deaktivieren, und wenn die größten sozialen Netzwerke ebenfalls nicht zur Verfügung stehen, könnte den meisten Internetnutzern aufgehen, was passieren könnte, wenn dieses Gesetz tatsächlich zur Anwendung kommt.</p>
<p>Seit Jahren versuchen die Regierungen der NATO-Staaten und anderer sogenannter Demokratien, einst als Hort der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/menschenrechte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Menschenrechte">Menschenrechte</a> und des politischen wie gesellschaftlichen Fortschritts gefeiert, die Rechte ihrer Bürger immer mehr einzuschränken. Es ist immer weniger verwunderlich, dass Menschen, die man häufig Verschwörungstheoretiker nennt, den Terrorismus für einen getürkten Vorwand zur Einschränkung der bürgerlichen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/freiheitsrechte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Freiheitsrechte">Freiheitsrechte</a> halten. So weit möchte ich nicht gehen, aber ich betrachte die Tendenz, kritische Meinungen zu unterdrücken, mit Sorge, Scham und Wut.</p>
<p>Ich möchte Sie alle herzlich bitten, sich für die Freiheit des Internets einzusetzen, in jeder Form, die Ihnen möglich ist. Wir, die unabhängigen Laienjournalisten, die wenn möglich auch kritische Berichterstattung durchführen, zählen auf Ihre Hilfe.</p>
<p>Vielen Dank</p>
<p>Ihr</p>
<p>Jens Bertrams</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-wahrenhaus-beteiligt-sich-am-sopa-blackout/' addthis:title='Mein Wa(h)renhaus beteiligt sich am SOPA-Blackout' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" title="Demokratie" rel="tag">Demokratie</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/freiheitsrechte/" title="Freiheitsrechte" rel="tag">Freiheitsrechte</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/meinungsfreiheit/" title="Meinungsfreiheit" rel="tag">Meinungsfreiheit</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/menschenrechte/" title="Menschenrechte" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/protest/" title="Protest" rel="tag">Protest</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sopa/" title="SOPA" rel="tag">SOPA</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/urheberrecht/" title="Urheberrecht" rel="tag">Urheberrecht</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/usa/" title="USA" rel="tag">USA</a></p>
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		<title>Mein Fluch, mein Segen &#8211; Über den Umgang mit der Informationsflut</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 17:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe gestern eine gute Freundin besucht und 4 Gläser eines leicht alkoholischen Getränks zu mir genommen. Was hat das in diesem Blog zu suchen, mögen Sie fragen? Nun: Wir sprachen über unseren Umgang mit Informationen, über ihre Glaubwürdigkeit, über &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-fluch-mein-segen-uber-den-umgang-mit-der-informationsflut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-fluch-mein-segen-uber-den-umgang-mit-der-informationsflut/' addthis:title='Mein Fluch, mein Segen &#8211; Über den Umgang mit der Informationsflut' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Ich habe gestern eine gute Freundin besucht und 4 Gläser eines leicht alkoholischen Getränks zu mir genommen. Was hat das in diesem Blog zu suchen, mögen Sie fragen? Nun: Wir sprachen über unseren Umgang mit Informationen, über ihre Glaubwürdigkeit, über Desillusionierung und über den Segen des Internets. Und das hat viel mit diesem Blog zu tun, oder?</p>
<p><span id="more-1081"></span>
<p>Morgen ist der 15. Januar. Der Tag, den die <a title="Link zur Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Occupy_Wall_Street" target="_blank">Occupy-Bewegung</a> in aller Welt zu einem Protesttag ausgerufen hat. Wie viele werden wohl in Deutschland kommen? Ich nicht, ich habe keine Assistenz, die ich nötig hätte, außerdem muss ich zwei Sendungen betreuen. Viele andere Menschen werden es schon deshalb nicht zu den Protesten schaffen, weil sie kaum etwas mitbekommen haben davon. Die großen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> nämlich schweigen dazu, die Okkupanten sind aus dem öffentlichen Fokus weitgehend, wenn auch noch nicht vollständig verschwunden&#8230;</p>
<p>RatingAgenturen nehmen Einfluss auf die Wahlen in Frankreich, indem sie das Land herabstufen. Ihr Handeln wird damit offensichtlich, sie beeinflussen die Wähler zugunsten einer Aktionärsfreundlichen Politik. Solche Beispiele kann man überall finden, man kann sich darüber aufregen, aber kann man etwas ändern? Wohl kaum&#8230;</p>
<p>Ohnmacht gegenüber bestehenden Verhältnissen, wenn man sie denn endlich im Ansatz begriffen hat, und Hoffnungslosigkeit und daraus resultierende Gleichgültigkeit gegenüber möglichen neuen Bewegungen mit neuen Lösungsansätzen, das ist der Cocktail, aus dem die Apathie der meisten Menschen unserer Zeit zusammengesetzt ist. Und natürlich die informationelle Reizüberflutung, die überall kritisiert wird, die man aber ohne drastische Maßnahmen nur selbst eindämmen kann, durch einen knallharten Filter, der zur Scheuklappe wird, wenn man nicht aufpasst. Katastrophenmeldungen, vor allem über die Finanz-, Wirtschafts- und Eurokrise flimmern im Minutentakt über die Bildschirme, bevölkern hordenweise die Titelblätter unserer Zeitungen und werden tausend mal als Kurznachrichten retweetet oder als Statusmeldung gepostet. Dass gleichzeitig die Unternehmen Milliardengewinne einfahren, dass die Auftragsbücher voll sind, geht fast unter oder wird als ein Wunder verkauft. Überall auf der Welt gibt es Krieg und Terror, Hass, Gewalt und Tod. Alles bekannte Tatsachen, die ich hier auch schon so oft herunterbete, dass sie selbst den geneigten Leserinnen und Lesern zum Halse heraushängen werden. All diese sogenannten Informationen prasseln auf uns ein, lähmen uns, und lassen uns mit dem Gefühl tiefen Unverständnisses zurück, obwohl wir gleichzeitig glauben, nicht ohne sie leben zu können&#8230;</p>
<p>Zurück zu mir und meiner Freundin: Wir haben das hohe Lied des Internets und der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/informationsgesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Informationsgesellschaft">Informationsgesellschaft</a> gesungen. In unserer Jugend gab es nur die Stern-Zeit-Blindenzeitschrift als einzige Informationsquelle aktueller und politischer Art, und natürlich das <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/radio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Radio">Radio</a>. Aktuelle Bücher wurden wenn überhaupt nur mit großer Verspätung in Punktschrift gedruckt, und für wirklich politisch und sozial interessierte Jugendliche blinde Menschen gab es nicht viele Auswege. Und jetzt? Wir können uns Dinge erfüllen, die wir uns früher nicht einmal zu wünschen trauten: Tageszeitungen lesen und abonieren, vertiefende Informationen und Analysen verfolgen, selbst aktiv werden, Barrieren und Mauern einreißen und die Informationskluft überwinden. Alles und noch mehr wollte ich im Internet lesen, als es einmal da war, ich habe die von mir vorher so schmerzlich vermissten Informationen aufgesogen wie ein Schwamm. Wenn ich heute höre, dass die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland teile ihrer Informationen <a title="Link zur Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Depublizieren" target="_blank">depublizieren</a> müssen, um geldgierigen Privatkonzernen sogenannte Chancengleichheit auf dem Informationssektor zu verschaffen, die ja doch nur an ihren menschenverachtenden Kuppel- und Castingshows interessiert sind, dann tut mir das perrsönlich weh. Wieder wird mir ein Teil der für mich so wichtigen Informationen weg genommen, ein Teil meiner Freiheit wird beschnitten.</p>
<p>Der Filter kommt mit der Zeit. Man muss lernen, jeder auf seine Weise, mit der informationellen Reizüberflutung umzugehen. Viele der Themen, für die ich mich interessiere, wie der Zustand der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a>, soziale und politische Bewegungen, hat meine Freundin als aufstrebende Unternehmerin komplett ausgeblendet. Mir hingegen fällt das Ausblenden noch schwer: Da lese ich einen Beitrag über einen Scientology-Aussteiger, schon bin ich wieder in dem Thema drin, das ich vor 13 Jahren nahezu vollständig verlassen habe, mit dem ich mich damals anderthalb Jahre intensiv beschäftigte. Da läuft mir der Begriff &#8220;SOPA&#8221; über den Weg, und während meine Freundin sicher keine Lust hätte, sich mit US-Gesetzesvorhaben zu befassen, lese und lese ich über diesen &#8220;<a title="Link zur Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act" target="_blank">Stop Online Piracy Act</a>&#8220;, der das Internet auf einfache Weise zensieren soll, um Urheberrechtsinteressen weltweit durchzusetzen, offiziell zumindest, aber auch um herrschaftskonforme Medien zu schaffen, kritische Stimmen in ihre Schranken zu weisen und die Organisation der Unzufriedenen wirksam zu verhindern.</p>
<p>Es gibt Menschen, die können daran vorbei gehen, und es gibt Menschen, die können nicht daran vorbei gehen, doch sie können nichts tun gegen das, was sie lesen. Sie können leise und lächelnd geduldet dagegen anschreiben, sonst aber auch nichts. Und die Menschen, die mehr tun als das, die sich nicht lähmen lassen, sind die nicht auch fanatisch? Brauchen die nicht ihre extrem linke, ebenfalls politisch diktatorische Ideologie, um nicht an der Realität zu verzweifeln?</p>
<p>Ein Problem ist, dass man für Aufbereitung und Bewertung der Informationen, die man bekommt, heute mehr als je zuvor selbst verantwortlich ist. Früher sah sich der sogenannte Qualitätsjournalismus bildender Prägung in der Rolle des Aufbereiters und teilweise auch des Welterklärers. Kaum musste er in Hörfunk und Fernsehen die private Konkurrenz fürchten, und die privatrechtlich organisierten Zeitungen versuchten noch, sich durch tiefgehende Berichterstattung wohltuend vom Fernsehen mit dem Hauptmedium Bild abzusetzen. Heute ist der Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen nahezu abgeschafft, und jeder kann Informationen verbreiten. Welch eine Vielfalt, welch ein Segen. Doch der mündige Bürger, von dem so oft die Rede ist, muss erst lernen, die Interessen der verschiedenen Informationsvermittler zu durchschauen. Es dauert lange bis er begreift: die meisten wollen einfach nur verdienen. Sie vertreten die Interessen großer Konzerne und der mit ihr verbandelten Politik. Wer sagt was warum? Das ist eine Frage, die sich heute jeder selbst stellen muss, bei jeder Nachricht, die man erhält. Das kostet kraft, ermüdet. Es ist der Preis der informationellen Selbstbestimmung, der freien Zugänglichkeit von Informationen am Meinungsmarkt. Es ist etwas, was wir schnell lernen sollten, denn dann kann die Informationsvielfalt wieder ein Segen sein. Wir müssen sie beherrschen, und das ist ein kulturgeschichtlicher Prozess, der zwar längst begonnen hat, aber bestimmt noch einige Jahre oder Jahrzehnte andauern wird.</p>
<p>Ein Mitglied der Piratenfraktion im berliner Abgeordnetenhaus, Christopher Lauer, hat dem Parlament in einer unerhört <a title="Link zum Artikel" href="http://www.christopherlauer.de/2012/01/12/meine-heutige-rede-zur-regierungserklaerung-von-klaus-wowereit/" target="_blank">prägnanten und kurzen Rede</a> ins Stammbuch geschrieben, was es ist: Eine Abnickmaschine für die von Senat und Lobbyisten verfassten Gesetze. Natürlich hat er das ausführlicher und eloquenter formuliert. Es ist für mich ein erster Schritt. Die Internetgeneration teilt den herrschenden mit, dass sie die Arbeitsweise ihrer Herrschaft durchschaut hat. Ein für sich genommen kleines Ereignis, aber es beweist mir, dass es sich immer lohnt, Hoffnung zu haben. Fluch oder Segen? Auch bei der Informationsflut kommt es vor allem darauf an, was wir daraus machen.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-fluch-mein-segen-uber-den-umgang-mit-der-informationsflut/' addthis:title='Mein Fluch, mein Segen &#8211; Über den Umgang mit der Informationsflut' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/demokratie/" title="Demokratie" rel="tag">Demokratie</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/depublizierren/" title="Depublizierren" rel="tag">Depublizierren</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/informationsgesellschaft/" title="Informationsgesellschaft" rel="tag">Informationsgesellschaft</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/reizuberflutung/" title="Reizüberflutung" rel="tag">Reizüberflutung</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zeitgeschehen/" title="Zeitgeschehen" rel="tag">Zeitgeschehen</a></p>
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		<title>Aus der SZ: Scientology-Aussteiger über Sektenführer &#8211; &#8220;Er hat mich geschlagen, er hat mich Klos putzen lassen&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 16:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der folgende Artikel erinnert mich an meine Zeit, in der ich in der Anti-Scientology-Bewegung im Internet aktiv war. Ich weiß gut, wer Mike Rinder war, der hier als geläuterter Paulus ein Interview gibt. Aufschlussreich ist es aber allemal. Vor 13 &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/aus-der-sz-scientology-aussteiger-uber-sektenfuhrer-er-hat-mich-geschlagen-er-hat-mich-klos-putzen-lassen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/aus-der-sz-scientology-aussteiger-uber-sektenfuhrer-er-hat-mich-geschlagen-er-hat-mich-klos-putzen-lassen/' addthis:title='Aus der SZ: Scientology-Aussteiger über Sektenführer &#8211; &#8220;Er hat mich geschlagen, er hat mich Klos putzen lassen&#8221;' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Der folgende Artikel erinnert mich an meine Zeit, in der ich in der Anti-<a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/scientology/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Scientology">Scientology</a>-Bewegung im Internet aktiv war. Ich weiß gut, wer Mike Rinder war, der hier als geläuterter Paulus ein Interview gibt. Aufschlussreich ist es aber allemal. Vor 13 Jahren hat er einen armen, ängstlichen und schwitzenden Aussteiger verfolgt und vor laufenden Kameras von <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/radio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Radio">Radio</a> Bremen zum Weinen gebracht. Heute ist er selbst ein Aussteiger. Bis heute verteidigt er den Sektengründer <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/hubbard/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hubbard">Hubbard</a> und die &#8220;Tech&#8221;, die scheinbar wissenschaftliche Allerwelthilfsmethode der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sekte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sekte">Sekte</a>. Das tun viele Ex-Scientologen. Ich erinnere mich an einen Niederländer, der in Franken lebte, mit dem ich ab und an debattierte. Vermutlich trieb er seine Tochter in den Selbstmord und misshandelte Frau und Sohn. Diese <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sekte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sekte">Sekte</a> ist gemeingefährlich, und selbst ihre Aussteiger können sich kaum von ihr lösen.<br />
Hier der Artikel:</p>
<p><a href='http://www.sueddeutsche.de/leben/scientology-aussteiger-ueber-sektenfuehrer-er-hat-mich-geschlagen-er-hat-mich-klos-putzen-lassen-1.1257769'>Scientology-Aussteiger über Sektenführer &#8211; &#8220;Er hat mich geschlagen, er hat mich Klos putzen lassen&#8221; &#8211; Leben &#8211; sueddeutsche.de</a>.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/aus-der-sz-scientology-aussteiger-uber-sektenfuhrer-er-hat-mich-geschlagen-er-hat-mich-klos-putzen-lassen/' addthis:title='Aus der SZ: Scientology-Aussteiger über Sektenführer &#8211; &#8220;Er hat mich geschlagen, er hat mich Klos putzen lassen&#8221;' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/hubbard/" title="Hubbard" rel="tag">Hubbard</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/osa/" title="OSA" rel="tag">OSA</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/scientology/" title="Scientology" rel="tag">Scientology</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sekte/" title="Sekte" rel="tag">Sekte</a></p>
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		<title>Mein Journalismus und ich &#8211; eine Neubewertung</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 17:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten aus dem Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit 6 Jahren arbeite ich nun für den Internetsender www.ohrfunk.de &#8211; eine lange Zeit schon. Immer habe ich versucht, interessante und aussagekräftige Interviews zu führen. Manchmal hat mich das zur Verzweiflung getrieben. Jetzt ist es Zeit für eine Neubewertung meiner &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-journalismus-und-ich-eine-neubewertung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-journalismus-und-ich-eine-neubewertung/' addthis:title='Mein Journalismus und ich &#8211; eine Neubewertung' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Seit 6 Jahren arbeite ich nun für den Internetsender <a href="http://www.ohrfunk.de">www.ohrfunk.de</a> &#8211; eine lange Zeit schon. Immer habe ich versucht, interessante und aussagekräftige <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/interviews/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interviews">Interviews</a> zu führen. Manchmal hat mich das zur Verzweiflung getrieben. Jetzt ist es Zeit für eine Neubewertung meiner journalistischen Arbeit, für eine Neuberechnung des Wertes meiner Tätigkeit, und für Konsequenzen, die mir das Leben hoffentlich erleichtern.</p>
<p><span id="more-1073"></span>
<p>Wie oft habe ich mich in den letzten Jahren geärgert: Ich rief bei einem Verband, einer Partei oder einer Behörde an, bat um ein Interview zu einem aktuellen Thema. Im besten Fall freuten sich die potentiellen Interviewpartner über mein Interesse und boten mir so schnell wie möglich einen Interviewtermin an. Ziemlich oft aber meinte man, man habe keine Zeit, es könne erst in der nächsten Woche einen Interviewtermin geben, oder, noch häufiger, man melde sich wieder, was dann oft nicht geschah. Oft hieß es auch, man versuche, einen Interviewpartner für mich zu finden, ich solle Geduld haben, man werde sich bis 14 oder 15 Uhr melden. Oft wurde dann der nächste Tag daraus. Für mich war das fatal. Ich nämlich musste das Interview des Tages bis 15 Uhr im Kasten haben, damit es in der Sendung vom Folgetag gesendet werden konnte. Wir sind ein kleiner Sender, Alternativen gab es oft nicht, ich habe den Informationsbereich oft allein verantwortet, unterstützt durch 2 Kollegen, die aber viel stärker als ich in andere Arbeitsverhältnisse eingebunden sind und nicht auf die Schnelle etwas liefern können.</p>
<p>Dass wir ein kleiner Sender sind, haben auch meine Interviewpartner schnell erkannt. Deshalb war es ihnen ein Leichtes, mich zu vertrösten und hin und wieder auch ganz zu vergessen. Wären wir der <a title="Link zur Homepage" href="http://www.wdr.de" target="_blank">WDR</a>, der <a title="Link zur Homepage" href="http://www.dradio.de" target="_blank">DLF</a> oder <a title="Link zur Homepage" href="http://www.rtl.de" target="_blank">RTL</a> gewesen, man hätte uns nicht warten lassen. Wir hätten sofort einen Interviewtermin bekommen, denn wir hätten potentiell millionen von Zuhörern erreicht. Einfach gesagt heißt das, dass das Leben im Bezug auf Interviews für die Redaktionen am leichtesten ist, die ohnehin schon über mehrere Alternativen verfügen, die es sich leisten könnten, ein Interview nicht zu bekommen. Wenn mich aber ein Interviewpartner vergisst, steht und fällt damit die Qualität der morgigen Sendung.</p>
<p>Über den Ärger und den Frust, den ich bei der genauen Betrachtung dieses Missstandes empfinde, habe ich mir in den letzten Tagen mal ausführlich Gedanken gemacht. Mir ist eins klar geworden: Der Fehler liegt bei mir. Wenn ich deutlich zeige, dass ich auf das Interview angewiesen bin, wenn man mir die Verzweiflung anhört beim Anbahnungsgespräch, wenn ich mich bereit finde, bis über den Ultimo-Termin zu warten, bis ich eine Antwort bekomme, dann mache ich es meinen Gesprächspartnern auch leicht, die Priorität unserer Interviewanfrage als niedrig einzustufen, der Herr Bertrams ist ja besonders flexibel. Bloß kann ich mir diese Flexibilität eigentlich auch nicht leisten.</p>
<p>Darum habe ich beschlossen, dass ich künftig anders mit dem Thema umgehen werde. Im Gegensatz zu den kommerziellen Sendern ist uns die Berichterstattung über soziale Themen, auch über die kleinen Gruppen, die keine global Player sind, ein echtes Anliegen. Wir sind Journalisten aus Idealismus. Das bedeutet aber nicht, dass das Anliegen unserer Gesprächspartner im gleichen Maße unser Anliegen ist. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, ihr Anliegen zu verbreiten, und zwar live übers <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/radio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Radio">Radio</a>, dann aber auch über einen Podcast, der durchaus häufig abgerufen wird. Wir mögen nicht der WDR, der DLF oder RTL sein, aber wir arbeiten kontinuierlich, zuverlässig und professionell. Auch wir mit unserem wenigen, ehrenamtlich arbeitenden Personal müssen unsere Zeitpläne einhalten. Darum werde ich künftig bei Anbahnungen von Interviews deutlich sagen, bis wann ich ein Interview brauche, und zwar so, dass wir noch in aller Ruhe die Sendung produzieren können. Dabei werde ich nach dem Prinzip verfahren: &#8220;Wer nicht will, der hat.&#8221; Ich werde den Leuten nicht mehr hinterher laufen. Wer mich auf den Abend zu vertrösten sucht, kann das nur in begründeten Ausnahmefällen tun, eben aus aktuellem Anlass. Und zumindest möchte ich in der angegebenen Zeit eine Rückmeldung haben. Den Pressestellen von Parteien, Abgeordneten und Verbänden sollte daran gelegen sein, ihre aktuellen Veröffentlichungen verbreiten zu können. Wenn sie nur den großen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> Interviews geben wollen, sollen sie es offen sagen, dann wissen wir, woran wir sind. Angesichts meiner fast 10jährigen Arbeit als Radiojournalist kann ich es mir leisten, mit klaren Vorgaben und Zeitfenstern aufzutreten. Auch wir müssen unsere Arbeit tun.</p>
<p>Ein Kollege hat mal berichtet, eine bekannte Popgruppe habe einen Interviewwunsch von 15 Minuten Dauer binnen der nächsten 10 Monate aus Zeitgründen abgelehnt, natürlich mit dem größten Bedauern. Der Kollege hatte den Mut, zu sagen: &#8220;Verarschen kann ich mich selbst, sagen Sie doch, dass Sie nicht wollen, für große Sender wäre sogar ein Interview binnen 3 Tagen möglich.&#8221; Damit hat er recht. Als er mir das erzählte, habe ich ihn noch dafür bewundert, inzwischen denke ich, dass er nur folgerichtig gehandelt hat. Er verkaufte sich nicht unter Wert, er erwartete Ehrlichkeit und Klarheit. Ich will es ihm gleich tun. Nicht so schroff vielleicht, das liegt nicht in meinem Wesen, aber in der Sache.</p>
<p>Dies sei mein journalistischer Vorsatz für 2012.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/mein-journalismus-und-ich-eine-neubewertung/' addthis:title='Mein Journalismus und ich &#8211; eine Neubewertung' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/interviews/" title="Interviews" rel="tag">Interviews</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/journalismus/" title="Journalismus" rel="tag">Journalismus</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/ohrfunk/" title="ohrfunk" rel="tag">ohrfunk</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/radio/" title="Radio" rel="tag">Radio</a></p>
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		<title>Rückkehr aus dem Urlaub</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 08:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs. Ab dem 8. Januar werde ich wieder regelmäßiger Texte auf dieser Seite veröffentlichen, mein dreiwöchiger Urlaub ist beendet. Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie die Feiertage gut überstanden haben mögen, und dass sie fröhlich &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/ruckkehr-aus-dem-urlaub/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/ruckkehr-aus-dem-urlaub/' addthis:title='Rückkehr aus dem Urlaub' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs. Ab dem 8. Januar werde ich wieder regelmäßiger Texte auf dieser Seite veröffentlichen, mein dreiwöchiger <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/urlaub/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urlaub">Urlaub</a> ist beendet. Ich <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wunsche/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wünsche">wünsche</a> Ihnen allen, dass Sie die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/feiertage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Feiertage">Feiertage</a> gut überstanden haben mögen, und dass sie fröhlich und guter Dinge ins neue Kalenderjahr gehen. Bleiben Sie dabei auch diesem Blog treu, wenn Sie wollen, kommentieren Sie meine Beiträge, Spenden Sie über den Pay-Pal-Button, falls Ihnen diese Seite gefällt, und treten Sie über das Kontaktformular mit mir in Verbindung, wenn Sie das möchten. Ich freue mich über Beteiligung und Rückmeldungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alles Gute für 2012 wünscht Ihnen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jens Bertrams</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/ruckkehr-aus-dem-urlaub/' addthis:title='Rückkehr aus dem Urlaub' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/feiertage/" title="Feiertage" rel="tag">Feiertage</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/jahreswechsel/" title="Jahreswechsel" rel="tag">Jahreswechsel</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/urlaub/" title="Urlaub" rel="tag">Urlaub</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wunsche/" title="Wünsche" rel="tag">Wünsche</a></p>
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		<title>Adventskalender 6: A spaceman came travelling &#8211; Die Weihnachtsgeschichte als Atlan-Zeitabenteuer</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 12:39:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der folgende Text ist eine Interpretation der Weihnachtsgeschichte, die ich vor einem Jahr schrieb. Hauptfigur ist Atlan, ein unsterblicher Außerirdischer aus der Perry-Rhodan-Saga. Er wurde im Jahre 8000 vor Christus auf die Erde verschlagen und versucht seither, einen Weg zurück &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-6-a-spaceman-came-travelling-die-weihnachtsgeschichte-als-atlan-zeitabenteuer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-6-a-spaceman-came-travelling-die-weihnachtsgeschichte-als-atlan-zeitabenteuer/' addthis:title='Adventskalender 6: A spaceman came travelling &#8211; Die Weihnachtsgeschichte als Atlan-Zeitabenteuer' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Der folgende Text ist eine Interpretation der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachtsgeschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Weihnachtsgeschichte">Weihnachtsgeschichte</a>, die ich vor einem Jahr schrieb. Hauptfigur ist <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/atlan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Atlan">Atlan</a>, ein unsterblicher Außerirdischer aus der Perry-Rhodan-Saga. Er wurde im Jahre 8000 vor Christus auf die Erde verschlagen und versucht seither, einen Weg zurück zu den Sternen zu finden. Dabei nimmt er an der Geschichte der Menschheit teil und gibt ihr wichtige technisch-wissenschaftliche und moralische Impulse.</p>
<p><span id="more-1044"></span>
<p><a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Weihnachten">Weihnachten</a> steht vor der Tür, und bald ist es so weit. Der Countdown läuft, wie der moderne Mensch sagt. Und überall, in jeder Serie im Fernsehen, laufen jetzt die Weihnachtsfolgen, die man kitschig findet, bei denen man sich aber doch vor Rührung die Augen wischt. Dasselbe gilt für Heftserien, bloß nicht für die, die ich lese. Dabei böte es sich geradezu an. Aber gut, dann schreib ich die Geschichte eben selber!</p>
<p>
Er hatte so viele Namen, dass er sich nicht mehr an alle würde erinnern können. Enki, den Gott der Schlachten, nannten ihn die Mesopotamier, Ketzalcoatl, den weißhaarigen aus dem Osten, nannten ihn die Azteken. die Ägypter kannten ihn in der Gestalt vieler hoher Priester, die an der Seite des Pharao das Reich der Binse und der Biene regierten. Der uralte Methusalem war eine der Sagengestalten, in die ihn die Judäer verwandelt hatten. Er hatte den ersten japanischen und den ersten chinesischen Kaiser beraten, er hatte den großen Alexander getötet und die Stadt Assur gebaut. Man würde ihn noch den ewigen Juden nennen, an Saladins Tisch würde er speisen, der Jungfrau von Orleans sollte er noch dienen und viele weitere Abenteuer erleben, bevor seine Geschichte endete. Aber davon wusste er nichts an diesem kalten Winterabend im Königreich Judäa, im zwanzigsten Jahr der glorreichen Regierung des erhabenen Augustus. Dieser brutale julische Machtpolitiker, der einst Octavianus geheißen hatte, hatte sich gut entwickelt, seine positiven Anlagen inzwischen voll zur Geltung kommen lassen. Doch auch er würde diese unseeligen Barbaren nicht weiterbringen. Sie mordeten und bekriegten sich gegenseitig, opferten obskuren Gottheiten, verschwendeten ihr erstaunliches Talent nur dazu, sich gegenseitig den Garaus zu machen. All seine Bemühungen blieben fruchtlos. Er hatte ihnen die Kunst des Städtebaus gezeigt, sie Effizienz in der Verwaltung gelehrt, ihnen technische Errungenschaften nahegelegt, doch alles was sie produzierten waren Waffen, Festungen und Altäre. Er hatte es so satt, und er war des Lebens überdrüssig. Seit undenklichen Zeiten, oh, er wusste genau, dass es 7993 Jahre waren, aber undenkliche Zeiten klangen nun einmal dramatischer und drückten seine Stimmung besser aus, seit undenklichen Zeiten also irrte er über diesen Barbarenplaneten, immer mitten unter ihnen, in ständig wechselnder Gestalt, immer bemüht, ihnen technischen Fortschritt zu bringen, damit sie endlich so weit waren, ihm ein Raumschiff zu bauen, damit er heimkehren konnte. Oh, er würde sie reich beschenken, er würde ihnen alles geben, was sie sich erträumten, wenn sie ihn nach hause brachten. Aber wenn er sich umsah auf dieser Welt, dann hatte er in all der Zeit nichts erreicht. Seine technischen Wunderwerke wurden als Zeichen von Göttern bestaunt, und man stritt sich um dieselben Dinge wie immer schon, und ihr Spaß an der Unterdrückung anderer Menschen war noch gewachsen. Je mehr Macht und Technik sie hatten, desto mehr würden sie sich Leid antun. Er würde nie nach hause kommen, eher vernichteten sie sich selbst. Und es wäre besser, wenn er, sollte er je wieder seine Heimat erreichen, diesen Planeten in Schutt und Asche legte, bevor sie die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumfahrt/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Raumfahrt">Raumfahrt</a> entdeckten und ihren Krieg und ihre Zerstörungswut hinaustragen konnten in die unendlichkeit.</p>
<p>Er blieb stehen, atmete tief durch, schüttelte den Kopf mit dem langen, weißblonden Haarschopf und blickte in den Himmel. Der Komet, der die Erde passierte, strahlte sehr hell heute Nacht. Es war ein wunderschönes Bild. So nah waren die Gestirne des Himmels, doch für ihn, den ewig lebenden Einsamen der Zeit, waren sie unerreichbar.</p>
<p>&#8220;Entschuldigt, oh Herr, darf ich euch um Hilfe bitten?&#8221; Er zuckte zusammen und blickte in die Richtung, aus der die Stimme zu ihm gesprochen hatte. Vor ihm stand ein junger Mann in ärmlicher Kleidung, der ihn offenbar für einen Römer hielt. Natürlich hielt er ihn für einen Römer, denn er war wie ein Römer gekleidet. Neben ihm stand ein junges Mädchen, das sich kaum noch auf den Beinen halten konnte.<br />
&#8220;Meine Frau muss noch in dieser Nacht gebären, und wir finden nirgendwo einen Platz&#8221;, sagte der junge Mann und schlug vor dem Vertreter der Besatzungsmacht die Augen nieder. Endlich löste er sich aus seinen trüben Betrachtungen und sah das Leid, das direkt vor ihm war. Wenn das Mädchen noch lange so weiter durch die Wildnis wanderte, konnte sie ihr Kind verlieren.<br />
&#8220;Natürlich helfe ich dir, junger Freund&#8221;, sagte er und straffte sich. &#8220;Folge mir, ich werde dir einen geeigneten Platz zeigen.&#8221; Sie gingen die wenigen hundert Meter zu der Herberge, in der er die letzte Nacht verbracht hatte. Die junge Frau, fast noch ein Kind, konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, und ihr Mann bemühte sich liebevoll um sie. Es tat gut, einfach zwei Menschen zu treffen, denen er helfen konnte.</p>
<p>Die Herberge selbst war voll, und auch die Autorität, die er als römischer Soldat Tiberius Julius Abdes Panthera besaß, vermochte nicht, den beiden armen Menschen einen Platz im Innern zu sichern. Der Wirt hatte nur noch einen Platz im Stall anzubieten.<br />
&#8220;Es ist so kalt&#8221;, sagte der junge Mann, &#8220;mein Kind wird erfrieren.&#8221; Tiberius, nennen wir ihn weiterhin so, schüttelte energisch den Kopf.<br />
&#8220;Bring deine Frau in den Stall&#8221;, sagte er, &#8220;ich werde für Wärme, Licht und Hilfe sorgen.&#8221;</p>
<p>Und so kam es, dass in dieser unscheinbaren Nacht in der Nähe von Bethlehem im judäischen Lande in einem Stall ein Kindlein geboren wurde. Ein ganz normales Kindlein, das in einer Welt leben sollte, in der es kaum eine Überlebenschance besaß. Der hilfreiche römische Soldat ging zu ein paar Hirten, die in der Nähe lagerten. Er bat sie um Decken aus Schafswolle, um Milch für Mutter und Kind, um Stroh für ein Lager. Die einfachen Männer halfen ihm gern, nicht, weil er Römer war, sondern weil er freundlich war, und weil sie wussten, dass das Kind sonst sterben würde. Im Eingang zu der Grotte, die meistens als Stall diente, entzündete der Römer ein helles Feuer, das nicht erlosch und nicht nachgefüllt werden musste, aber die Kälte der Nacht von dem jungen Paar mit dem kleinen Kindlein abhielt. Und dann half er bei der Geburt mit, denn es war niemand da außer ihm. Und es war eine schwere Geburt, denn die junge Frau, die sich Maryam nannte, war noch sehr jung. Jossip, ihr Mann, bestaunte das Wunder des neuen Lebens mit großen Augen.<br />
&#8220;Oh Gott&#8221;, sagte er, &#8220;gib unserem Kind ein langes und glückliches Leben.&#8221; Und nachdem er mit Tiberius Mutter und Kind versorgt hatte, sagte er zu dem stattlichen Römer: &#8220;Du bist ein guter Mensch, ich danke dir von Herzen. Wir werden dich nie vergessen.&#8221;<br />
&#8220;Ich danke dir und deiner Familie, Jossip, mein Freund&#8221;, antwortete da der Römer und sprach: &#8220;denn siehe, Ihr habt mir die Hoffnung zurückgegeben. Es sind immer <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a> da, neue Chancen für ein besseres Leben. Dein kleiner Junge dort, angeschmiegt an die glückliche Mutter, das ist Leben, das ist Zukunft, das ist Hoffnung. Ich bin viel durch die Welt gereist, und bei all dem Elend hatte ich die einfachen Dinge des Lebens fast vergessen. Ich danke euch dafür, dass ich in euch den Sinn meines Lebens wiederfand.&#8221;</p>
<p>Dann trat er hinaus, wo die Hirten lagerten. Sie sahen einen großen, stattlichen Mann mit weißblondem Haar, der von einer Aura umgeben schien, von neuer Kraft und Zuversicht. Und er trat mitten unter sie und sprach die Worte: &#8220;Dank euch. Ihr habt dem Kind sehr geholfen. Ja, dort im Stall ist gerade ein Kindlein geboren, und es ist das Licht dieser Welt, die Hoffnung auf ein besseres Leben. Solange Kinder geboren werden, solange Menschen helfen, das Leben zu schützen, solange sie es auch bewahren und nicht nur zerstören, solange gibt es Hoffnung für Frieden auf Erden. Ich wünschte, alle Menschen würden so sein wie ihr und helfen, wenn es nötig ist. Aber wir können es nur selbst immer wieder tun. Wir können nur selbst ein Beispiel geben. Und wenn ihr zum Himmel schaut, dann ist da dieser helle Stern. So hell wie dieser Stern fühle ich mich, wenn ich an dieses Kind denke und daran, wie wir gemeinsam verhindert haben, dass es stirbt. Es passiert ständig auf dieser Welt, aber diesmal nicht, nicht hier und heute.&#8221; Was für ein wunderlicher Mann, dachten die Hirten, und sie dachten es noch lange, nachdem er ihren Blicken wieder entschwunden war.</p>
<p>Tiberius Julius Abdes Panthera aber hat die Familie aus Judäa nie vergessen. Zu jedem Geburtstag des Jungen, den sie Jeshua genannt hatten, machte er ihm <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/geschenke/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschenke">Geschenke</a>, und er war oft Gast im Hause der Familie in Nazareth. Und als Jeshua zu einem jungen Mann heranwuchs, lehrte er ihn, genau wie seine Eltern, sich für andere Menschen einzusetzen, gegen Gewalt und Krieg zu kämpfen und mit Liebe und Verständnis anderen Menschen zu begegnen. Vielleicht, so hoffte Tiberius, würde ja diese Saat aufgehen. Vielleicht konnte dieser junge Mann ein Anfang sein, ein Anfang für Frieden und Gerechtigkeit und eine Zukunft ohne Hass, Krieg und Gewalt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Link zur Perrypedia" href="http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Atlan" target="_blank">Atlan in der Perrypedia</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Link zur Homepage" href="http://www.perry-rhodan.net" target="_blank">Die Perry-Rhodan-Homepage</a></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-6-a-spaceman-came-travelling-die-weihnachtsgeschichte-als-atlan-zeitabenteuer/' addthis:title='Adventskalender 6: A spaceman came travelling &#8211; Die Weihnachtsgeschichte als Atlan-Zeitabenteuer' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/advent/" title="Advent" rel="tag">Advent</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/atlan/" title="Atlan" rel="tag">Atlan</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/perryrhodan/" title="PerryRhodan" rel="tag">PerryRhodan</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sciencefiction/" title="ScienceFiction" rel="tag">ScienceFiction</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachten/" title="Weihnachten" rel="tag">Weihnachten</a></p>
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		<title>Adventskalender 5 &#8211; Was gibts zu Weihnachten?</title>
		<link>http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-5-was-gibts-zu-weihnachten/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 09:29:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[positive Impulse]]></category>
		<category><![CDATA[Advent]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenke]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der folgende Text stammt aus meinem persönlichen Adventskalender und wurde letztes Jahr von mir geschrieben. Was gibts zu Weihnachten? Was für eine Frage! Also erst einmal gibts zu Weihnachten Schnee, Eis, Stille, Lichter und tolle Gerüche. Kennt ihr ein Kind, &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-5-was-gibts-zu-weihnachten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-5-was-gibts-zu-weihnachten/' addthis:title='Adventskalender 5 &#8211; Was gibts zu Weihnachten?' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Der folgende Text stammt aus meinem persönlichen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/adventskalender/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Adventskalender">Adventskalender</a> und wurde letztes Jahr von mir geschrieben.</p>
<p><span id="more-1043"></span>
<p>Was gibts zu <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Weihnachten">Weihnachten</a>? Was für eine Frage! Also erst einmal gibts zu <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Weihnachten">Weihnachten</a> Schnee, Eis, Stille, Lichter und tolle Gerüche. Kennt ihr ein Kind, dem diese Antwort ausgereicht hätte? Also ich kenne keines. Die Frage, was man zu <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Weihnachten">Weihnachten</a> bekommt, wird ja nicht erst wenige Tage zuvor gestellt. Es geht ja oft schon im Oktober los, oder spätestens Anfang November, wenn das Wetter erste Hinweise auf den bevorstehenden <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/winter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Winter">Winter</a> zulässt. Für <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a> ist Weihnachten ein Zauberfest. Sie gehen von Haus zu Haus, zumindest bei Verwandten und Freunden, und bekommen etwas geschenkt. Und <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a> freuen sich nun einmal über <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/geschenke/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschenke">Geschenke</a>. Sie können es kaum abwarten, ihre Vorfreude kann man fühlen. Deshalb ist Weihnachten auch vor allem als Fest der Kinder bekannt.</p>
<p>Was gibts zu Weihnachten? Was wünschst du dir denn? Fast jedes Kind kann auf diese Frage sofort antworten. Manchmal sind es der Antworten so viele, dass sie gegenseitig den Sprechkanal und den Denkausfluss verstopfen. Eltern sitzen dann da und lauschen, fühlen die Aufgeregtheit ihrer Kinder, freuen sich daran und beschließen, das Thema immer mal wieder leise anzusprechen, oder einen Briefkasten für das Christkind einzurichten.</p>
<p>Was gibts zu Weihnachten? Na was schon: Streit und Zank natürlich. Warum? Da ist eine Familie, die gar nicht besonders reich ist. Sie schenkt ihren Kindern einen unübersehbaren Berg von Spielsachen, die Verwandten legen noch drauf, und sofort beginnen die Kinder, sich um die Sachen zu streiten, keiner hat nach seiner Meinung genug, oder das richtige Geschenk, oder kann etwas damit anfangen in der aufgeregten Stimmung. Also gibt es zu Weihnachten teure Geschenke, die noch am selben Abend kaputt sind, oder binnen weniger Tage jedenfalls. Und Kinder gehen sich gegenseitig an die Gurgel, weil sie sich um die Geschenke balgen. Und schränkt man den Geschenkesegen auch nur um ein Minimum ein, hängt der Haussegen schief.</p>
<p>Was gibts zu Weihnachten? Armut, Hunger, Gewalt und Tod, wie sonst auch im Jahr. Nur ist es uns auf der einen Seite bewusster, weil Weihnachten ist und wir vielleicht etwas spenden, auf der anderen Seite schieben wir es romantisch verklärt beiseite, um selbst in Ruhe feiern zu können. Obwohl: In Ruhe?</p>
<p>Was gibts zu Weihnachten? Stress, Hektik, Umtauschaktionen, Verlegenheitsgeschenke, Sauftouren, Sissifilme und Softpornos.</p>
<p>Was gibts zu Weihnachten? Beschaulichkeit? Besinnung? Jahresrückschau und -Bilanz? Innere Einkehr? Annäherungen an Menschen, die man das Jahr über vernachlässigt hat, die einem aber wertvoll sind? Den geheimen Stern, der wenn schon nicht am Himmel, so doch in der Seele leuchtet, weil man ihn in dieser Zeit erstrahlen lassen kann, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen?</p>
<p>Was gibts zu Weihnachten? Nun: Wir werden zusammen sein, wir werden eine Kerze haben, wir werden etwas essen, wir sind nicht allein, wir werden lachen und miteinander scherzen, wir sehen dem Tanz der weißen Flocken zu und hören die Welt wie durch einen Wattenebel, wir werden vertraute Lieder singen, es wird kein Fernseher laufen, die Menschen werden freundlicher zueinander sein.</p>
<p>Oh fein: Was für ein schönes Fest!</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-5-was-gibts-zu-weihnachten/' addthis:title='Adventskalender 5 &#8211; Was gibts zu Weihnachten?' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/advent/" title="Advent" rel="tag">Advent</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/geschenke/" title="Geschenke" rel="tag">Geschenke</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachten/" title="Weihnachten" rel="tag">Weihnachten</a></p>
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		</item>
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		<title>Stresstest: Ein Rätsel für die Leser</title>
		<link>http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/stresstest-ein-ratsel-fur-die-leser/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 12:28:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[erlebte Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesen Sie sich den folgenden Text gut durch. Was finden Sie darin? Antworten Sie mit Kommentaren. Nach einiger Zeit löse ich das Rätsel auf. Ich bin heute mal etwas aufmüpfig, obwohl ich eigentlich nicht einer Szene angehöre, die dafür bekannt &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/stresstest-ein-ratsel-fur-die-leser/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/stresstest-ein-ratsel-fur-die-leser/' addthis:title='Stresstest: Ein Rätsel für die Leser' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Lesen Sie sich den folgenden Text gut durch. Was finden Sie darin? Antworten Sie mit Kommentaren. Nach einiger Zeit löse ich das <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/ratsel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Rätsel">Rätsel</a> auf.</p>
<p><span id="more-1041"></span>
<p>Ich bin heute mal etwas aufmüpfig, obwohl ich eigentlich nicht einer Szene angehöre, die dafür bekannt ist. Weder setze ich mich als Staatsfeind in eine konspirative Wohnung inmitten einer Großstadt, noch leugne ich den <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/holocaust/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Holocaust">Holocaust</a> und versuche dann, der Rasterfahndung zu entgehen. Ich <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/wunsche/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wünsche">wünsche</a> mir eine friedliche Welt, eine mit waffentechnischer Nulllösung und ohne Ellenbogengesellschaft. Meinetwegen würde ich gern durch den abgesagten, leider nicht angesagten, heißen Herbst mit einem Umweltauto fahren, das allerdings nicht mit Glykol betrieben werden sollte. Tschernobyl ist das Trauma meiner Generation, und ich stelle mit Entsetzen fest, dass Fukushima offenbar weniger Eindruck bei den Menschen hinterlassen hat. Genauso hat die Angst vor AIDS und damit der Umsatz der Kondome abgenommen. Alles nahezu unkritisiert. Meine Generation ist bequem geworden. Wir nehmen die Gesundheitsreform hin, aber bejubeln die Reisefreiheit. Mecklenburg, Brandenburg, Sachsen, mit und ohne Anhalt, und Thüringen werden für uns wohl immer die fünf neuen Bundesländer bleiben, und damit outen wir uns, ganz entgegen unseres eigenen Images, irgendwie als Besserwessis. Die Politikverdrossenheit hält viele von uns im Griff, der Ökobiedermeier hat Einzug gehalten. Zwar prangern wir im Stillen den Sozialabbau an, doch wenn ein Superwahljahr ansteht, bleiben wir mit unserem Wahlzettel meistens zu hause. So gerade noch haben wir mühelos den Sprung in die neue Kommunikationsform Multimedia geschafft. Über das Sparpaket stöhnen wir, den Reformstau beklagen wir, fürchten aber auch die Reformen, selbst die von Rot-Grün. Uneingestanden waren für viele von uns die Feiern zum Millennium wichtiger als die Schwarzgeldaffäre oder gar der 11. September. Mit dem von uns verspotteten und zuerst verfluchten, dann bejubelten Teuro haben wir die D-Mark und damit das alte Europa, das zwar leicht angestaubt, aber wenigstens vertraut und stabil war, hinter uns gelassen. Der Aufbruch zu neuen Ufern endete leider allzu oft in Hartz IV, aber wir durften die emanzipatorische Wende durch die Wahl einer Bundeskanzlerin miterleben. Und wir durften auf der Fanmeile tanzen und singen, so sehr, dass ich mich fragte, ob mancher vielleicht eine Fanmeise hatte. Und weil wir alle weltoffene und aufmerksame Bürger sind, entlockt uns die Klimakatastrophe ein Stirnrunzeln, und wir fragen uns jahrelang, was denn nun dran ist. Selbst die Grünen fragen sich das. Doch am Ende zählt für uns nur noch die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/finanzkrise/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Finanzkrise">Finanzkrise</a>, es geht ja dann ans eigene Geld, und wir entdecken spätestens jetzt unsere konservative Ader. Da hilft uns auch keine Abwrackprämie. Wutbürger kann auch sein, wer im Herzen konservativ ist und Angst um sein Erspartes hat.</p>
<p>Na? Haben Sie den Stresstest überstanden, dem ich Sie durch das Lesen dieses Textes unterzogen habe? Und können Sie mir sagen, was mit diesem Text so komisch ist? Warum rede ich so einen Unsinn? Was ist in diesem Text versteckt? Finden Sie es und kommentieren Sie es. Insgesamt könnten Sie glaube ich 36 Kleinode finden. Mal sehen, wieviele Sie entdecken, und bitte nicht Schummeln?</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/stresstest-ein-ratsel-fur-die-leser/' addthis:title='Stresstest: Ein Rätsel für die Leser' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/ratsel/" title="Rätsel" rel="tag">Rätsel</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Adventskalender 4 &#8211; Die prosaische Weihnachtsgeschichte</title>
		<link>http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-4-die-prosaische-weihnachtsgeschichte/</link>
		<comments>http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-4-die-prosaische-weihnachtsgeschichte/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 11:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[positive Impulse]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Advent]]></category>
		<category><![CDATA[Adventskalender]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgeschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-4-die-prosaische-weihnachtsgeschichte/</guid>
		<description><![CDATA[Die folgende Geschichte habe ich anhand meines Wissens über die Forschungen nach dem historischen Jesus geschrieben. Sie holt gewissermaßen Weihnachten in die Welt. Bis jetzt hatte er sich nur selbst versorgen müssen. Bis jetzt hatte er immer genug Arbeit gefunden, &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-4-die-prosaische-weihnachtsgeschichte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-4-die-prosaische-weihnachtsgeschichte/' addthis:title='Adventskalender 4 &#8211; Die prosaische Weihnachtsgeschichte' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Die folgende Geschichte habe ich anhand meines Wissens über die Forschungen nach dem historischen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/jesus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jesus">Jesus</a> geschrieben. Sie holt gewissermaßen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Weihnachten">Weihnachten</a> in die Welt.</p>
<p><span id="more-1039"></span>
<p>Bis jetzt hatte er sich nur selbst versorgen müssen. Bis jetzt hatte er immer genug Arbeit gefunden, um sein Auskommen zu haben. Aber wenn er wirklich eine Familie gründete, würde dies anders werden. Natürlich: Myriam war ihm schon länger versprochen. Aber normalerweise hätte er noch ein oder 2 Jahre warten können, um sich einzurichten. In Nazareth hatte er nicht genug Arbeit, um eine Familie durchzubringen. Also würde er nach Sepphoris gehen müssen, jeden Tag ein langer Marsch hin und auch wieder zurück. Aber es half nichts, er musste es jetzt beginnen, wenn er nicht zulassen wollte, dass man seine künftige Frau der Unzucht beschuldigte und Schande über sie brachte. Myriam war ein gutes Mädchen, das wusste Jossip, und er schätzte sich glücklich, sie zur Frau zu nehmen. Aber als er erfahren hatte, dass sie schwanger war, hatte er sie eigentlich heimlich verlassen wollen, allerdings ohne sie anzuzeigen. Sie hätte die Steinigung erdulden müssen, und das Kind wäre nie geboren worden. Aber Myriam hatte ihn um Hilfe und Gnade gebeten, und es war ihm unmöglich geworden, ihr den Rücken zu kehren.</p>
<p>Es begab sich aber zu der Zeit, im zwanzigsten Jahr der Führerschaft des Prinzeps Octavianus Gajus Julius Caesar, den man auch Augustus, den Erhabenen, nannte, dass der junge römische Soldat Tiberius Julius Abdes Panthera in der Provinz Syria stationiert wurde. Er war ein lebenslustiger junger Mann, und sein Zug lagerte in der Nähe eines kleinen, beschaulichen Dorfes namens Nazareth. Eines Tages, als der Junge Panthera auf Patruille ging, traf er auf den Weiden eine junge Frau. Sie konnten sich nur mit Händen und Füßen verständigen, obwohl Panthera schon ein paar Brocken der üblichen Sprache dieser Provinz aufgenommen hatte. Dieses junge Mädchen gefiel ihm, und so wohnte er ihr einige Male bei. Dann wurde seine Cohorte zurück ins römische Stammland und dann nach Germanien versetzt. Es war undenkbar, dass er Myriam aus Syria mit sich nahm. Außerdem war sie einem Anderen versprochen, wie er von ihr erfahren hatte. Also gingen beide ihrer Wege.</p>
<p>Als Myriam erfuhr, dass sie schwanger war, bekam sie es mit der Angst zu tun. Sie hätte noch Jungfrau sein müssen, sie hatte Schande über sich und ihre Familie gebracht. Was sollte sie nun tun? Verzweiflung bemächtigte sich ihrer. Ihre einzige Möglichkeit war, auf die Gnade ihres Ehemannes zu hoffen. Jossip war ein guter Mann, sie mochten einander, und er war ein fleißiger Handwerker und ein ruhiger Mensch. Trotzdem hatte sie Angst, dass er in Zorn geraten könnte. Warum hatte sie auch dem Werben des Fremdlings nachgegeben? Warum hatte sie nicht zumindest versucht, sich ihm zu entziehen? Doch alles Klagen half nichts. Sie musste mit Jossip reden und ihn um Hilfe anflehen.</p>
<p>Ja und das tat sie dann auch. Und so wurde, ungefähr zur Zeit des Laubhüttenfestes, ihr erstes Kind Jeshua geboren, und Jossip nahm es an wie den eigenen Sohn.</p>
<p>Erst rund 13 Jahre später wurde Quirinius Landpfleger in Syrien und veranlasste die erste Steuerschätzung der Provinz. Dort werden sich auch Josef und Maria aus dem Hause und Geschlecht Davids aufgemacht haben in die Stadt Bethlehem. Vielleicht sind sie durch Jerusalem gezogen, wo ihr 13jähriger Sohn die Schriftgelehrten des Tempels besuchte, von ihnen das Lesen lernte und fortan sich in der heiligen Schrift übte.</p>
<p>Der Soldat Panthera, so behaupten jüdische und ägyptische Quellen aus dem 2. Jahrhundert, verließ Judäa, nachdem er Maria geschwängert hatte. Diese Quellen behaupten weiterhin, Jesus habe die Geschichte der unbefleckten Empfängnis und der Geistzeugung erfunden, um seine Unehelichkeit zu vertuschen, und zwar spätestens, als er öffentlich zu wirken begann, im vierzehnten Jahr der Regierrung des Kaisers Tiberius, also um das Jahr 28. Ob jener Tiberius Julius Abdes Panthera, dessen Grabstein aus dem Jahre 40 N. Chr. im Jahre 1859 in Bingerbrück gefunden wurde, mit dem Panthera aus den jüdisch-ägyptischen Quellen identisch ist, kann nicht mehr bewiesen werden.</p>
<p>Ziemlich sicher ist, dass die Geburt Jesu in Bethlehem, der Kindermord, die Heiligen drei aus dem Morgenlande und der Stern Legende sind. Der Messias, so hatten die Propheten schon vor 800 Jahren geweissagt, müsse in Bethlehem geboren werden. Als Jesus von seinen Nachfolgern zum Messias erklärt wurde, wurde auch die Geburtsgeschichte in Umlauf gebracht. Wer damals in Gottes Auftrag eine Mission zu erfüllen hatte, brauchte in den prophetischen Geschichten immer einen starken und grausamen Gegenspieler. So war der Pharao der Gegenspieler Mose, Goliath der Gegenspieler Davids, und Herodes war der Gegenspieler Jesu. Die Jungfrauengeburt entstand offenbar ohnehin aus einem Übersetzungsfehler, denn es war nur von der &#8220;jungen Frau&#8221; die Rede, und in den Stammbaumlisten wurde auch ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass Josef zumindest der Adoptivvater Jesu sei. Dass er aber ansonsten nur als &#8220;Sohn der Maria&#8221; bezeichnet wurde, brachte die Vermutung der unehelichen Geburt auf, weil man damals so die unehelichen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a> bezeichnete.</p>
<p>Wie es auch immer gewesen sein mag: Das Fest der Geburt Jesu symbolisiert heutte die Hoffnung der ganzen Welt auf Frieden, wie es schon in dem alten Bibelvers heißt: &#8220;Ehre sei Gott in der Höhe, und Frieden auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen.&#8221;</p>
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	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/advent/" title="Advent" rel="tag">Advent</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/adventskalender/" title="Adventskalender" rel="tag">Adventskalender</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/jesus/" title="Jesus" rel="tag">Jesus</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachten/" title="Weihnachten" rel="tag">Weihnachten</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachtsgeschichte/" title="Weihnachtsgeschichte" rel="tag">Weihnachtsgeschichte</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weltgeschichte/" title="Weltgeschichte" rel="tag">Weltgeschichte</a></p>
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		<title>Frohes Neues &#8211; Mein Jahr hat nur 357 Tage</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 23:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Mein Jahr 2011 hat 357 Tage, und es endet am 11. Dezember vermutlich so gegen 18 Uhr. Das kommt euch seltsam vor? Ja, von eurem Standpunkt aus kann ich es nachvollziehen, aber für mich ist das ganz normal. Frohe Weihnachten &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/frohes-neues-mein-jahr-hat-nur-357-tage/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/frohes-neues-mein-jahr-hat-nur-357-tage/' addthis:title='Frohes Neues &#8211; Mein Jahr hat nur 357 Tage' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Mein Jahr 2011 hat 357 Tage, und es endet am 11. Dezember vermutlich so gegen 18 Uhr. Das kommt euch seltsam vor? Ja, von eurem Standpunkt aus kann ich es nachvollziehen, aber für mich ist das ganz normal. Frohe <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Weihnachten">Weihnachten</a> also und ein gutes und schönes 2012.</p>
<p><span id="more-1038"></span>
<p>Einer meiner besten Freunde erwartet einen schweren Trauerfall in der Familie. Ein Anderer hat Probleme mit Nieren, Luft und Rücken, und <a title="Link zur Seite" href="http://dasnest.klangoblog.net" target="_blank">meine Liebste</a> kann wegen ihrer Arthrose kaum laufen und hat sich ihre zweite Lebenshälfte ganz anders vorgestellt. Und doch treffen wir uns alle heute, wie jedes Jahr meist am dritten Adventswochenende, zu unserem Jahresfest. Und das zum 27. mal&#8230;</p>
<p>Im heißen Sommer, so mitte bis ende August, bekomme ich über die Mailingliste der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/dnms/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DNMS">DNMS</a>, so nennt sich mein engster <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/freundeskreis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FReundeskreis">Freundeskreis</a>, eine Mail. Kann auch sein, dass ich sie selbst schreibe. Da wird dann die Frage gestelt, wer denn in diesem Jahr das Jahresfest ausrichtet. Und als ob niemand mit dieser Frage gerechnet hätte, beginnt ein längeres, meist stilles Überlegen. Wenn sich dann die Blätter an den Bäumen bunt färben und die Tage kühler werden, begreifen wir, dass es zeit wird, auf diese essenzielle Frage eine möglichst plausible Antwort zu finden. Das Mailaufkommen in der von 9 Personen bevölkerten Liste steigt, und dann steht es eines Tages plötzlich fest. Ein bis zwei Leute nehmen die Verantwortung auf sich, den Übergang in das nächste Jahr zu organisieren, und damit beginnt das, was man bei den Christen vielleicht die Vorweihnachtszeit nennen würde.</p>
<p>Meine Freunde und ich betreiben seit August 1985 eine eigene wöchentliche Hitparade. Es war die Musik und einige andere gleiche Interessen, die uns zusammengeführt haben. Musik ist eines unserer Steckenpferde geblieben. Wenn dann mitte November jene Mail kommt, die bestimmt, welche Woche die Letzte ist, die für die Jahreshitparade gezählt wird, dann beginnt der Countdown. Meistens ist es die Woche um <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/nikolaus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nikolaus">Nikolaus</a> herum, in der man zum letzten Mal eine Hitparade abgeben kann, die für das laufende Jahr gezählt wird. Auch wird in dieser Mail vielleicht aufgerufen, Vorschläge für das Essen einzureichen, und meistens kommen kleine kreative Einladungen und Teaser mit. Sie sollen Freude wecken, egal, in welcher persönlichen Stimmung man gerade ist.</p>
<p>Und ganz plötzlich ist es so weit: Die letzte Liste ist abgegeben, in Marburg hier hat der Weihnachtsmarkt eröffnet, kalt und grau sind die Tage. Jetzt aber los! Schnell in die eigenen Aufzeichnungen geguckt, was man in diesem Jahr so erlebt hat, wovon die Anderen vielleicht nichts oder nicht alles wissen. Schnell nach dem Pfirsichbowlenrezept geschaut, um das Traditionsgetränk unseres Jahresfestes zu kreieren. Der Schnee dieser Zeit ist für mich die Musik, wenn kein echter Schnee da ist.</p>
<p>Das große Einkaufen setzt ein. 9 Leute möchten 3 Tage lang gemeinsam essen, möchten trinken, knabberrn. 2 Hunde wollen versorgt sein. Und weil man an den Tagen selbst nicht so viel Zeit haben wird, Essen zu kochen, muss man das ein oder zwei Tage vorher tun. Und die offizielle Jahreshitparade muss auch ausgerechnet werden. Gut, das macht ein Computerprogramm, aber man muss die Eingaben überprüfen, damit die richtigen Titel zusammengerechnet werden. Tippfehler sollte man schnell noch beseitigen. Und das Meiste davon bleibt an den Ausrichtern hängen, die Anderen sollen ja noch nichts von den Ergebnissen wissen.</p>
<p>Am Freitag vor dem dritten <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/advent/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Advent">Advent</a> stehen die Räder in unseren normalen Leben plötzlich still. Wer von uns in einem festen Arbeitsverhältnis lebt, hat sich längst für diesen Tag und den folgenden Montag <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/urlaub/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urlaub">Urlaub</a> genommen, meistens jedenfalls. Gegen Abend versammeln wir uns endlich bei kleinen Knabbereien, um uns in aller Ruhe zu begrüßen und erste Erlebnisse auszutauschen. Im Hintergrund läuft Musik, die es nicht unter die Top 25 unserer Jahresliste geschafft hat. Bei dieser Gelegenheit setze ich die Bowle an: Pfirsiche, Zucker, Weinbrand, Spätlese. Am nächsten Tag wird sie aufgefüllt und vollendet werden. Aus Hamburg, Wuppertal und Marburg kommen wir zusammen, um unser persönliches Jahr gemeinsam zu beschließen, wie seit 26 Jahren.</p>
<p>Was dann an den kommenden zwei Tagen geschieht, beschreiben wir immer als &#8220;Weihnachten und <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/silvester/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Silvester">Silvester</a> an einem Tag&#8221;. Und so ist es auch. Am Samstagmorgen treffen wir uns schon früh, Um 9 oder 10 Uhr erklingt das Lied &#8220;Arrival&#8221; von ABBA, und danach die Toccata von Sky. Damit beginnt offiziell unsere Jahreshitparade. An diesem ersten Tag spielen wir die Plätze 25 bis 11, und jede und jeder hat die Gelegenheit, von den ersten drei Quartalen des Jahres zu erzählen. Da werden fröhliche <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/erinnerungen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Erinnerungen">Erinnerungen</a> ausgetauscht, da wird auch hin und wieder über Trauriges geweint, man unterhält sich über kleine lustige Anekdoten, ebenso wie über große bedeutende Ereignisse. Zwischendrin machen einige einen Spaziergang mit den Hunden, Andere kümmern sich ums Essen, ich vervollständige die Bowle. Später erklingen Lieder, mal laut und schmetternd, mal leise und eindringlich, immer mit eigener Stimme gesungen. Manchmal haben sie etwas mit Weihnachten zu tun, manchmal aber auch nicht. Ein Lied wie &#8220;Süßer die Glocken nie klingen&#8221; kann auch für Nichtchristen eine erhebende Erfahrung sein, wenn es in feierlicher Stimmung von einem kleinen, fürs Leben verschworenen Kreis lieber Menschen gesungen wird.</p>
<p>Meist endet der Hitparadenteil des Tages mit dem Lied &#8220;Martins ganz einsame Weihnachten&#8221; von Dieter Krebs. Dann essen wir und trinken die Bowle, die ich gemacht habe. Der späte Hundespaziergang beendet den ersten Tag.</p>
<p>Und der zweite ist ganz ähnlich: Er beginnt oft mit &#8220;There&#8217;s a River&#8221; von Steve Winwood, aber die Ausrichter können sich das natürlich aussuchen. Wieder spricht man über den Rest des Jahres, hält eine Gesamtrückschau ab, unterhält sich, teilt Freund und Leid und genießt die Top 10 des jahres. Was wohl in diesem Jahr unser großer Hit sein wird? Das Schöne an dieser Hitparade ist, dass Jeder alles wählen kann. Da findet man Klassik neben Hardrock, Schlager der siebziger und achtziger Jahre neben Musik aus Brasilien, Spanien, Afrika, den Niederlanden und vielen anderen Ländern. Diese musikalische Vielfalt gefällt uns an unserer eigenen Hitparade, denn wir öffnen uns gegenseitig Türen zu vielseitiger Musik, und in so manchem Fall dadurch auch zu anderen Kulturen und Lebensweisen.</p>
<p>Und mit einem Mal ist es geschehen. Der Platz 2 ist gespielt, wir haben das Jahr in Kurzform noch einmal durchlebt. Mit unserer tätigen Mithilfe haben die Ausrichter das Essen auf den Tisch gebracht, nachher den Abwasch erledigt und für gute Stimmung gesorgt. Dann beginnt der von uns so genannte &#8220;traditionelle Teil&#8221; des Jahresfestes. Er ist immer gleich: Zuerst ertönt ein Teil der Wassermusik von Georg Friedrich Händel, währenddessen gibt der Ausrichter den Jahressieger der Hitparade bekannt. Manchmal kann man ihn erraten, wenn man die Wochenlisten einigermaßen verfolgt hat. Aber es gibt eigentlich jedes Jahr Leute, die keine Ahnung haben, welches Lied es denn sein wird, und für die es eine Überraschung ist. Nach der Verkündung wird das Lied gespielt. Und während es erklingt stellen die Ausrichter auf dem Tisch, um den wir sitzen, die mit Likör gefüllten Gläser bereit. Sobald unser Platz 1 verklungen ist, wird das Lied &#8220;Happy new year&#8221; von ABBA gespielt, und wir erheben uns, stoßen miteinander an und begrüßen das neue Jahr.</p>
<p>Ja, für uns beginnt in diesem Moment das neue Jahr. Weihnachten uns Silvester waren in diesen zwei Tagen, und wenn wir vom 25. Dezember oder vom 31. Dezember sprechen, nennen wir es oft das &#8220;Kalenderweihnachten&#8221; oder das &#8220;Kalendersilvester&#8221;. Ich für meinen Teil muss manchmal aufpassen, in Gesprächen mit anderen Menschen nicht zu behaupten, das neue Jahr habe schon angefangen. Das hat nichtts mit einem Spleen zu tun. Sondern das geschieht, weil ich die inttensive Erfahrung, die man mit Weihnachten und dem <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/jahreswechsel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jahreswechsel">Jahreswechsel</a> verbindet, tatsächlich bereits hinter mir habe, genau wie meine Freunde. Konsequenterweise dürfen ab der Woche nach der Jahreshitparade bei uns auch wieder Einzellisten eingereicht werden, die dann aber schon für das Folgejahr gelten, obwohl immer noch Dezember ist. Diese Tage um den dritten Advent sind für uns der Höhepunkt und Abschluss des Jahres.</p>
<p>Oft empfinden wir große Erleichterung und Freude in diesen Stunden, so gegen 18 Uhr am dritten Advent, wenn &#8220;Happy new Year&#8221; verklungen ist. Wir unterhalten uns über unsere Ideen für das begonnene Jahr, wir singen gemeinsam ein Lied, dann läuft &#8220;Töne sind verklungen&#8221; von Peter Maffay aus &#8220;Tabaluga und das leuchtende Schweigen&#8221;. Und mit der Toccata endet unser Jahresfest, wie es knapp 2 Tage zuvor begonnen hat.</p>
<p>Was immer uns in unserem Leben geschieht, dieses gemeinsame Wochenende gibt Kraft und Freude. Viele Jahre lang hat uns das Lied &#8220;Der Turm&#8221; des jüngst verstorbenen <a title="Link zur Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Hirsch" target="_blank">Ludwig Hirsch</a> begleitet. Den Text dieses Liedes haben wir immer gern gehört, und ein wenig haben wir uns in ihm gefunden:</p>
<p>&#8220;Ich weiß noch genau, ich war vielleicht 5 Jahre alt, da hab ich mir von Mutter einen Strumpf über den Kopf gezogen, bin damit runter zur Milchfrau und hab gebrüllt: &#8220;Fruchtjogurt oder Leben&#8221;. Sie haben mich zur Strafe den ganzen Tag in mein Zimmer gesperrt, die Vorhänge zugezogen, die Glühbirne aus der Fassung geschraubt und mich mit der Dunkelheit und einer Fliege, die da irgendwo zwischen Vorhang und Fenster herumlärmte, allein gelassen. Und ich hab mich hingesetzt und begonnen, aus meinen Träumen einen Turm zu errichten, einen Turm, bis zum Himmel hoch. Und ich und meine Freunde, der Franz, der Jakob, der Thomas und auch die kleine Hilde, wir liefen durch die Straßen und riefen alle <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a> der Welt zusammen und luden sie ein, mit uns in den Turm zu ziehen. Ja und das taten sie dann auch. Und wir sprachen alle die gleiche Sprache, lebten frei und glücklich, bis zum Himmel hoch, und niemand konnte uns stören dabei, denn vor dem großen Eingangstor war eine gewaltige, feuer speiende Fliege postiert, die uns beschützte.<br />
Und ich weiß noch genau, plötzlich polterte mein Vater ins Zimmer mit seinen schwarzen, schweren Schuhen, die er immer trug. Er riss die Vorhänge auf, schraubte die Glühbirne in die Fassung, erschlug die Fliege und rief: &#8220;Ausgeträumt, mein Sohn, raus!&#8221;. Da fiel mein Turm in sich zusammen, und alle Kinder der Welt waren wieder wie auf einen Schlag über die ganze Erde verstreut, und keiner verstand mehr die Sprache des Anderen.<br />
Und ich ging runter auf die Straße, traf dort den Franz, den Jakob, den Thomas und die kleine Hilde und erzählte ihnen meine Traumgeschichte.<br />
Und an diesem Nachmittag beschloss der Franz, nicht Verhaltensforscher, sondern Ziegelhersteller, der Jakob nicht mehr Astronaut, sondern technischer Zeichner zu werden, der Thomas beschloss, Architektur zu studieren, die kleine Hilde wollte sowieso immer Maurer lernen, und ich beschloss, ganz einfach Träumeerzähler zu werden. Und wir schworen uns hoch und heilig: Bald, sehr bald bauen wir uns einen Turm, einen Turm bis zum Himmel hoch.&#8221;</p>
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	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/advent/" title="Advent" rel="tag">Advent</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/dnms/" title="DNMS" rel="tag">DNMS</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/freundeskreis/" title="FReundeskreis" rel="tag">FReundeskreis</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/jahresfest/" title="Jahresfest" rel="tag">Jahresfest</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/jahreswechsel/" title="Jahreswechsel" rel="tag">Jahreswechsel</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/silvester/" title="Silvester" rel="tag">Silvester</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachten/" title="Weihnachten" rel="tag">Weihnachten</a></p>
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		<title>Adventskalender 3 &#8211; Von den Süßigkeiten, dem Bischofsstab und dem Sack</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 18:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn das kleine Finale der Weihnachtszeit, also der Nikolaustag, endlich gekommen ist, freuen sich viele Kinder auf die ersten Geschenke. Ich selbst habe viel länger an den Nikolaus als an das Christkind geglaubt. Der Grund dafür war einfach. Als ich &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-3-von-den-susigkeiten-dem-bischofsstab-und-dem-sack/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-3-von-den-susigkeiten-dem-bischofsstab-und-dem-sack/' addthis:title='Adventskalender 3 &#8211; Von den Süßigkeiten, dem Bischofsstab und dem Sack' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Wenn das kleine Finale der Weihnachtszeit, also der Nikolaustag, endlich gekommen ist, freuen sich viele <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a> auf die ersten <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/geschenke/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschenke">Geschenke</a>. Ich selbst habe viel länger an den <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/nikolaus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nikolaus">Nikolaus</a> als an das Christkind geglaubt. Der Grund dafür war einfach.</p>
<p><span id="more-1037"></span>
<p>Als ich noch ganz klein war, feierte unsere Dorfgemeinschaft Jahr für Jahr eine Kindernikolausfeier auf unserer Kegelbahn, wo alle Ereignisse von Bedeutung in unserer kleinen Welt stattfanden. Meine Mutter und ich zogen uns nachmittags unsere Jacken an und gingen die kurze Strecke zu dem Versammlungshaus ein wenig den Berg hinunter. Dort waren schon einige andere Kinder mit ihren Müttern oder großen Geschwistern versammelt. Ich weiß nicht mehr, wie diese Feier ablief, ich weiß nur noch, dass ich sie langweilig fand. Ich glaube, es wurden kleine Filme gezeigt, und ganz selten kam wohl auch ein Nikolaus und fragte uns, ob wir denn auch alle artig gewesen waren. Dann gingen wir wieder nach hause. Die eigentliche Bescherung, das wusste ich, kam erst jetzt. Es war schon tief dunkel, in den Fenstern und teilweise vor den Häusern konnte man die Tannenbäume leuchten sehen, der Weg war still.</p>
<p>In unserer Küche angekommen wartete ich mit unendlicher Spannung auf den Nikolaus. Ich muss meiner Mutter ziemlich auf den Nerv gegangen sein. Plötzlich ertönte unsere Klingel. Ich sprang auf, aber meine Mutter war schneller.<br />
&#8220;Ah, jetzt kommt der Nikolaus&#8221;, sagte sie. Schwere Schritte kamen die wenigen Stufen hinauf, und der heilige Mann blieb in der Tür stehen. Manchmal fragte er mich, ob ich brav war oder ob ich ein Gedicht aufsagen konnte. Die Stimme war immer ganz seltsam, man hörte förmlich, dass der Mund des Mannes von seinem langen Bart verdeckt wurde, jedenfalls klang er immer dumpf. Folgsam sagte ich mein Gedicht auf, und dann schüttete der Nikolaus, immer noch in der Küchentür stehend, Süßigkeiten aus seinem Sack in die Küche auf den Fußboden. Ich sammelte sie auf, so schnell ich konnte. Das war es. Ohne ein weiteres Wort, so glaube ich heute, ging der Nikolaus wieder weg. Aber ich hatte keinen Zweifel, dass er tatsächlich in unserer Tür gestanden hatte. Also musste es ihn doch auch wirklich geben?</p>
<p>Einige Jahre später in der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/schule/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schule">Schule</a> hatte ich eigentlich schon beschlossen, dass es keinen Nikolaus gab. Aber da geschah etwas, was mich ins Wanken brachte. Am Abend des Nikolaustages wurden wir alle von unserer Erzieherin in den Aufenthaltsraum gerufen. Ein Mann saß am Tisch und wartete auf uns. Er sei der heilige Nikolaus, stellte er sich vor, und erzählte, dass er der Bischof von Myra sei, und dass er jedes Jahr ausziehe, um die guten Kinder zu beschenken und denen ins Gewissen zu reden, die den rechten Pfad zu verlassen drohten. Er war ein freundlicher Mann. Jeder von uns wurde einzeln zu ihm gerufen, nachdem wir ein paar Lieder gemeinsam gesungen hatten. Der Nikolaus zeigte jedem von uns sein schweres, in Gold eingefasstes Buch, in dem er unser Verhalten des letzten Jahres aufgeschrieben hatte. Und tatsächlich: Er wusste einiges über uns. Im Großen und Ganzen war er ein freundlicher, manchmal sogar humorvoller Mann. Er wollte auch immer unbedingt von uns hören, was wir zu seinen Vorhaltungen zu sagen hatten, er ermunterte uns, die Sache aus unserer Sicht zu schildern. Ich fand ihn sehr sympathisch, ein heiliger Mann, dessen Wünschen man gern nach kam. Als ich vor ihm stand, fragte ich ihn, was denn genau ein Bischof sei. Er erklärte es mir und reichte mir dann seinen Bischofsstab. &#8220;Halt ihn fest, während ich in meinem Buch nachschlage, was ich dir zu sagen habe&#8221;, sagte er. Der Stab war größer als ich, und er war schwer. Er sei das Zeichen seines Amtes, erklärte der Nikolaus auf Nachfrage. Ich fand, der Stab sei unhandlich, aber er war schwer, groß und aus Holz, und er verlieh diesem Mann eine gewisse Autorität, zumindest in meinen Augen. Dieser Abend war mit Sicherheit die intensivste Nikolausfeier meines Lebens, abgesehen von der vielleicht, die ich vor 22 Jahren für meinen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/freundeskreis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FReundeskreis">Freundeskreis</a> selbst als Nikolaus ausrichtete. Die war größtenteils auch sehr lustig, und auch ich hatte ein goldenes Buch, in dem ich die Untaten meiner Freunde vermerkt habe.</p>
<p>Nicht immer ging das Nikolausfest aber so friedlich zu. Im Jahre 1952 zum Beispiel hatte mein Onkel Alfred, der damals 9 Jahre alt war, eine besondere Begegnung mit dem heiligen Bischof. Es war die schwierige Nachkriegszeit, und mein Onkel war ein schwieriges Kind. Er war faul, frech und unverschämt, und es ist seine eigene Selbstdarstellung, die ich hier wiedergebe. Meine Großeltern ließen sich etwas Besonderes einfallen. Auch sie bestellten einen verkleideten Nikolaus, ihren künftigen Schwiegersohn Wolfgang nämlich. Der las dem Jungen Alfred die Leviten. Auch dem Nikolaus gegenüber, so erzählt es die Familienlegende, soll Alfred noch frech gewesen sein. Da packte ihn der heilige Mann und stopfte ihn in seinen Sack, band diesen Zu, packte ihn sich auf den Rücken und verließ das Haus. Mein Onkel muss einen gehörigen Schrecken bekommen haben. Erst soll er noch gemotzt haben, dann soll er etwas kleinlaut geworden sein, als die Beiden sich aus der Siedlung entfernten und an der Hauptstraße ankamen. Schließlich versprach er dem Nikolaus, sich im kommenden Jahr zu bessern. Der heilige Mann entließ den Jungen aus dem Sack, ließ sich das Versprechen in die Hand geben und schickte meinen Onkel dann zurück nach hause. Diese Nikolausfeier hat sich wohl einen bleibenden Platz in den Annalen unserer Familie errungen.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-3-von-den-susigkeiten-dem-bischofsstab-und-dem-sack/' addthis:title='Adventskalender 3 &#8211; Von den Süßigkeiten, dem Bischofsstab und dem Sack' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/advent/" title="Advent" rel="tag">Advent</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/erinnerungen/" title="Erinnerungen" rel="tag">Erinnerungen</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kindheit/" title="Kindheit" rel="tag">Kindheit</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kindheitserinnerungen/" title="Kindheitserinnerungen" rel="tag">Kindheitserinnerungen</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/nikolaus/" title="Nikolaus" rel="tag">Nikolaus</a></p>
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		<title>Schwer verkorkst: Weg mit dem Privatrundfunk!</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 09:36:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten aus dem Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn ich mich mal wirklich unterhalten und berieseln lassen will, dann lese ich ein Buch, höre Musik oder spiele ganz selten ein Strategiespiel am Computer. Hin und wieder schaue ich auch mal einen Film. Und ihr so? Ich frage aus &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/schwer-verkorkst-weg-mit-dem-privatrundfunk/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/schwer-verkorkst-weg-mit-dem-privatrundfunk/' addthis:title='Schwer verkorkst: Weg mit dem Privatrundfunk!' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Wenn ich mich mal wirklich unterhalten und berieseln lassen will, dann lese ich ein Buch, höre Musik oder spiele ganz selten ein Strategiespiel am Computer. Hin und wieder schaue ich auch mal einen Film. Und ihr so? Ich frage aus guten Gründen.</p>
<p><span id="more-1036"></span>
<p>Es gibt sie tatsächlich, die Leute, die es nicht gewesen sein wollen, die sich aber doch Sonntag für Sonntag solche Shows wie &#8220;Schwer verliebt&#8221; anschauen wollen. <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/reality-tv/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Reality-TV">Reality-TV</a> nennen die Sender diese Shows. Sie suggerieren, dass man zwei Menschen, oder auch mal drei, dabei beobachten kann, wie sie sich einander annähern, wie sie ihren Alltag gemeinsam verleben. Dabei ist das gelogen. Diese Shows laufen nach einem geheimen Drehbuch ab, bei dem die Betroffenen als Laiendarsteller fungieren, ohne dass es tatsächlich um sie geht. Es geht um den Voyeurismus der Zuschauer, die niedersten Instinkte des Menschengeschlechtes, es geht darum, wie schön es ist, dabei zuzusehen, wie Mitmenschen der Lächerlichkeit, der Peinlichkeit und der Erniedrigung preisgegeben werden. Die Rhein-Zeitung hat <a title="Link zur Rhein-Zeitung" href="http://www.rhein-zeitung.de/regionales/extra_artikel,-Schwer-verletzt-statt-schwer-verliebt-Sarah-kaempft-mit-den-Folgen-der-SAT1-Kuppelshow-_arid,338629.html" target="_blank">den jüngsten Fall</a> einer fürs Leben gezeichneten jungen Frau porträtiert. Sie machte für schlappe 700 Euro bei &#8220;Schwer verliebt&#8221; mit, einem Format, bei dem korpulente Menschen systematisch erniedrigt, verspottet und verlacht werden, durch das Team, durch die Konkurrenz, durch millionen Zuschauer, die endlich jemanden finden, der noch dümmer ist als sie selbst, über den sie lachen, den sie verspotten können. Public Viewing in der Kneipe neben dem Wohnhaus einer Frau, die aufgrund eines unmenschlichen Knebelvertrages mit einer Fernsehproduktionsfirma nichts anderes tun kann, als mitzuspielen, als die Realität von den Fernsehleuten so verdrehen zu lassen, wie sie das für ihr Mobbing, für ihr Gelächter auf Kosten der Betroffenen brauchen. Und das bringt Einschaltquoten.</p>
<p>Nachdem ich den Bericht der Rhein-Zeitung aufmerksam gelesen habe, bin ich entsetzt, wütend, traurig und verbittert. Ich kenne selbst Menschen, die im Alltagsleben engagierte Aktivisten sind, die sich für die Belange Benachteiligter einsetzen, z. B. behinderte <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a>, und die doch ein solches Format anschauen. Was muss mit uns und der Welt geschehen sein, dass uns jedes Gefühl für Mitmenschlichkeit, Würde, Respekt und Achtung abhanden gekommen ist? Wieso darf es solche Sendungen überhaupt geben? Wieso darf es Formate geben, die gegen die Grundrechte verstoßen? Wegen des Marktes und der Millionen? Wegen der Lobby? Wegen der Unterhaltung? Der Ablenkung? der Entspannung?</p>
<p>Schon vor fast 12 Jahren habe ich mich <a title="Link zu meiner alten Seite" href="http://archiv.jens-bertrams.de/politik/themen/note10.htm" target="_blank">gegen die Sendung &#8220;big Brother&#8221; </a> gestellt, aber inzwischen ist alles nur noch schlimmer geworden. Reality-TV muss knacken und krachen, damit es Einschaltquoten bringt, es muss einen Dorftrottel, einen Prügelknaben oder eine Prügelmagd geben. Nur dann werden höchste Quoten und Werbeeinnahmen garantiert.</p>
<p>Um dies zu verhindern gibt es für mich nur eine Lösung: Der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/rundfunk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Rundfunk">Rundfunk</a>, der als auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen organisiert ist, muss verschwinden. Daher plädiere ich für eine Abschaffung des Privatrundfunks. Damit meine ich selbstverständlich nur den kommerziellen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/rundfunk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Rundfunk">Rundfunk</a>, der sich jeglicher gesellschaftlicher Verantwortung entzieht. Nichtkommerzieller, meist lokaler Funk oder Bürgerradios finde ich hingegen großartig. Wir brauchen ein Rundfunksystem, bei dem man sich an die Grundrechte hält, einen Bildungsauftrag wahrnehmen kann, ausgewogen informiert, und bei dem es trotzdem Unterhaltung gibt. Normale, menschliche Unterhaltung. Einen großen Preis zum Beispiel, ein neues Dalli-Dalli, ein Spiel ohne Grenzen. Wenn diese alten Sendungen irgendwo laufen, sind die Einschaltquoten ebenfalls gut. Wir brauchen ein System ohne Konkurrenz und Geldsorgen. Denn es ist die Konkurrenz und die Gier, die Fernsehmacher dazu treibt, Grundrechte und Mitmenschlichkeit einfach über Bord zu werfen.</p>
<p>Der Sender müsste der Frau aus &#8220;Schwer verliebt&#8221; jedenfalls eine saftige Entschädigung zahlen, den Nachbarn und Mitbewohnern erklären, wie diese Sendung funktioniert, und dann müssten solche Reality-TV-Formate verboten werden, noch vor dem Ende des privaten Rundfunks. Unterhaltung kann man auch anders haben.</p>
<p>Manchmal glaube ich, wir Menschen sind irgendwie in der Steinzeit stecken geblieben.</p>
<p>Weg mit dem Privatrundfunk!</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/schwer-verkorkst-weg-mit-dem-privatrundfunk/' addthis:title='Schwer verkorkst: Weg mit dem Privatrundfunk!' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/menschenwurde/" title="Menschenwürde" rel="tag">Menschenwürde</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/privatfernsehen/" title="Privatfernsehen" rel="tag">Privatfernsehen</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/reality-tv/" title="Reality-TV" rel="tag">Reality-TV</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/rundfunk/" title="Rundfunk" rel="tag">Rundfunk</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/verbot/" title="Verbot" rel="tag">Verbot</a></p>
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		<title>Adventskalender 2 &#8211; Winter am See</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 23:02:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Niederlande]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Den folgenden Text habe ich vor einem Jahr geschrieben, er gehörte zu einem persönlichen Adventskalender, aber in diesem Jahr veröffentliche ich ihn auch einfach als harmlose kleine Geschichte auf diesem Blog. Es war ein grauer und stiller Tag kurz vor &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-2-winter-am-see/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-2-winter-am-see/' addthis:title='Adventskalender 2 &#8211; Winter am See' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Den folgenden Text habe ich vor einem Jahr geschrieben, er gehörte zu einem persönlichen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/adventskalender/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Adventskalender">Adventskalender</a>, aber in diesem Jahr veröffentliche ich ihn auch einfach als harmlose kleine Geschichte auf diesem Blog.</p>
<p><span id="more-1034"></span>
<p>Es war ein grauer und stiller Tag kurz vor <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weihnachten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Weihnachten">Weihnachten</a> 1982. Die Luft war trocken, Schnee gab es hier in der Nähe des Wassers selten. Ich stand an einer kleinen Bucht des Sees, der nur wenige Meter von unserem Ferienhaus in Holland entfernt lag. Die Bucht zog sich wie ein dünner Finger weit ins Land hinein. Sie war nur rund 15 Meter breit. Ich stand auf der einen Seite, Helmut, mein Freund, auf der anderen Seite mir gegenüber. In der Stille klangen unsere Zurufe laut. Zwischen uns war die Oberfläche des Sees zugefroren, und das schon seit einigen Tagen. Helmut hatte einen Hammer dabei, den er mir über die glatte Eisfläche zuwerfen wollte, und ich sollte ihn dann wieder ihm zuwerfen. Auf dem Eis, so rechneten wir uns aus, würde er zum anderen Ufer hinüberschlittern. Ich war ganz aufgeregt, würde sich doch nun eine Frage beantworten, die ich mir schon seit einigen Jahren stellte: Wie klingt ein Objekt, das man aufs Wasser wirft? Macht es klirr und titscher-titscher-titscher-dirr, wie es in dem Wintergedicht von Christian Morgenstern heißt? Sicher: Unser Hammer war kein Kieselstein, aber dafür konnte man ihn dann besser hören.</p>
<p>Ich wartete gespannt. Schließlich schleuderte Helmut den Hammer, und er kam auf dem Eis auf und rutschte bis vor meine Füße. Das Geräusch klang in meinen Ohren wie ein, ich kann es nicht anders sagen, wie ein zu Stein gewordenes Gluckern. Kein Klirr, nur ansatzweise ein titscher, aber deutlich ein dirr, langgezogen und gut vernehmlich. Ich nahm den Hammer auf und warf ihn sozusagen von unten herauf auf die spiegelnde Eisfläche. Und nun geschah, was geschehen musste. Der Hammer kam zu früh auf dem Eis auf, hatte nicht genug Schwung und wurde abgebremst. Mitten auf der Eisfläche, ganz weit, ganz weit auf dem See draußen, blieb er liegen. Da war guter Rat teuer. Helmut machte sich auf den Weg zu mir um die Bucht herum, und wir beratschlagten, was wir jetzt machen sollten. Schließlich entschlossen wir uns, auf eigenen Sohlen hinauszugehen, um den Hammer wieder zu holen. War das Eis dick genug, war es alt genug?</p>
<p>Es war für mich das erste mal, dass ich hinaus ging auf das Eis. Ich war überrascht, dass es nicht im eigentlichen Sinne glatt war, man konnte relativ gut darauf laufen, wenn man Schuhe mit gutem Profil trug. Wir mussten eine Strecke von ungefähr 10 Metern zurücklegen, um den Hammer zu ergreifen. Wir hatten vielleicht 5 oder 6 Meter hinter uns gebracht, da hörten wir ein vereinzeltes leises Klicken oder Knacken. Ich erschrak, aber Helmut meinte, noch sei das Eis fest. Doch schon im nächsten Moment, wir waren nur einen Schritt weiter gegangen, vernahmen wir ein leises, aber lang anhaltendes Ächtzen, als sagte jemand leise: öööääähhh! Es war, als würde der See schicklich aufstoßen wollen. Um uns herum bildeten sich kleine Risse im Eis, und Helmut beobachtete dies einen Augenblick fasziniert und erzählte mir, was er sah: Irgendwo war das Eis gesprungen, und es bildeten sich immer mehr Verästelungen, und schließlich standen unsere Schuhsolen in Wasser. Das war der Moment, in dem wir uns aus unserer Starre lösten und langsam aber zielsicher den Rückweg antraten. Plötzlich, als wir fast am Ufer waren, knackte es hinter uns. Und als Helmut sich umwandte, nachdem wir sicher und weitgehend trockenen Fußes wieder auf festem Boden standen, sagte er: &#8220;Der Hammer ist im See versunken.&#8221;</p>
<p>Das war in meinem ersten Jahr in Holland, und wir haben viele Dezember dort verbracht. Unvergesslich wird mir die einzige Mitternachtsmesse meines Lebens sein, die ich mit meiner Mutter 1988 in der Kantine unseres Campingplatzes erleben durfte. Viele Leute waren gekommen, die ihre Ferien hier verbrachten, es herrschte eine anheimelnde, fast familiäre Atmosphäre. Auf der Bühne, auf der es sonst musikalische Darbietungen gab, war der Stall aufgebaut. Ein Ehepaar mit Baby verkörperte die heilige Familie, und während der ganzen Messe meldete sich hin und wieder eins der zwei Schafe, der Esel oder das Pferd, denn ich glaube, einen Ochsen hatten sie nicht mit in die Kantine gebracht. Die Tiere waren freundlich und zutraulich, man hatte ihnen genügend Gras und Stroh gegeben, und meine Mutter erzählte, dass sie sich offensichtlich wohl fühlten. Wie die Hirten oder andere Nachbarn oder Anwohner von Bethlehem fühlten wir uns, wie Menschen, die an einem tief friedlichen und erhabenen Augenblick teilhaben durften. Wenn jetzt aus dem Himmel ein Engel gestiegen wäre, um uns die Weihnachtsbotschaft zu verkünden, es hätte mich nicht sonderlich überrascht. Diese Kraft haben wir gebraucht, als mein Vater 2 Wochen später unerwartet starb.</p>
<p>Kalt und Grau war auch dieser letzte Dezembertag am See. Der erste <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/advent/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Advent">Advent</a> vor 5 Jahren. So kalt, dass die Eichhörnchen sich ihren Vorrat im Rohr des alten Staubsaugers angelegt hatten. Oder waren es Mäuse? So grau, dass man das Gefühl hatte, durch Watte zu gehen, durch Watte zu sprechen, in Watte zu leben. Und doch: Irgendwo tief in unseren Herzen wussten wir, dass wir nicht für immer weggehen würden. Dort am See war ein Ort, wo man die Weihnachtstage noch in echter Stille und Gelassenheit verbringen konnte. Und ich hoffe, eines Tages werden wir das auch noch einmal tun.</p>
<p>Nachtrag: Es ging schneller als gedacht. In diesem Jahr werden wir Weihnachten dort in den Niederlanden verbringen, wo ein Teil meiner Heimat ist.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/12/adventskalender-2-winter-am-see/' addthis:title='Adventskalender 2 &#8211; Winter am See' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/advent/" title="Advent" rel="tag">Advent</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/erinnerungen/" title="Erinnerungen" rel="tag">Erinnerungen</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/heelderpeel/" title="Heelderpeel" rel="tag">Heelderpeel</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kindheit/" title="Kindheit" rel="tag">Kindheit</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/kindheitserinnerungen/" title="Kindheitserinnerungen" rel="tag">Kindheitserinnerungen</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/winter/" title="Winter" rel="tag">Winter</a></p>
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