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	<title>Mein Wa(h)renhaus &#187; Weltraumfahrt</title>
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	<description>ein politisches Geschäft mit Käse aus Holland</description>
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		<title>Relaunch des Terraners &#8211; Meine Meinung über Perry Rhodan Neo</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit vielen viele Jahren lese ich die Sciencefiction-Heftserie Perry Rhodan. Ich mag positive Menschheitsutopien. Darum war ich auf den jetzt erfolgten Neustart sehr gespannt, und dies ist mein erster persönlicher Eindruck. Vor mehr als 50 Jahren startete &#8220;Perry Rhodan&#8221;, die &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/relaunch-des-terraners-meine-meinung-uber-perry-rhodan-neo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2012/01/relaunch-des-terraners-meine-meinung-uber-perry-rhodan-neo/' addthis:title='Relaunch des Terraners &#8211; Meine Meinung über Perry Rhodan Neo' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Seit vielen viele Jahren lese ich die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sciencefiction/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ScienceFiction">Sciencefiction</a>-Heftserie Perry Rhodan. Ich mag positive Menschheitsutopien. Darum war ich auf den jetzt erfolgten Neustart sehr gespannt, und dies ist mein erster persönlicher Eindruck.</p>
<p><span id="more-1132"></span>
<p>Vor mehr als 50 Jahren startete &#8220;Perry Rhodan&#8221;, die größte SF-Heftserie der Welt. Seit 4 Monaten nun wird die Geschichte der Menschheit in der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> in der Serie &#8220;Perry Rhodan Neo&#8221; neu erzählt. Vermutlich vor allem, um jüngere und neuere Leser auf die Hauptserie aufmerksam zu machen, doch in dem <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/projekt/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Projekt">Projekt</a> steckt Potential, wenn man nicht nur an kurzfristige Geschäftsinteressen denkt. Die ersten 9 Bände sind inzwischen erschienen, und ich habe sie alle gelesen.</p>
<p>Wer kennt nicht die Geschichte von Perry Rhodan? Im Jahre 1971, so erzählen es die Autoren im Jahre 1961, trifft die erste bemannte amerikanische Mondexpedition auf der Rückseite des Mondes auf ein außerirdisches Raumschiff, das dort notgelandet ist. Perry Rhodan, der Kommandant der Expedition, nimmt daraufhin Crest, einen alten, kranken außerirdischen Wissenschaftler, mit zur Erde, um ihn von seiner Leukämie heilen zu lassen. Als dank für diese Heilung schenkt der Wissenschaftler Rhodan und seinen Freunden das unendliche Wissen seines Volkes, der Arkoniden, die die Herrscher eines Sternenreiches mit mehr als 10.000 bewohnten Planeten sind. Mit diesem Wissen, und mit Crest und der arkonidischen Kommandantin Thora an seiner Seite, gelingt es Rhodan trotz heftigen Widerstands der alten Eliten, die Menschheit zu einen, und nach und nach das arkonidische Erbe zu übernehmen, denn das Volk der Arkoniden ist träge und dekadent geworden. Die Schlagkräftigen, disziplinierten und schnell vereinten Terraner werden binnen weniger Generationen zum mächtigsten Volk in der Galaxis. Und Perry Rhodan bleibt ihr Führer, denn er und seine Freunde haben die Unsterblichkeit erhalten, nachdem sie ein galaktisches Rätsel lösten. So bricht die Menschheit in ein neues Zeitalter auf, das ihr gehören sollte, zumindest in den optimistischen sechziger und frühen siebziger Jahren.</p>
<p>Perry Rhodan hat immer den Zeitgeist verfolgt. Aus dem Wissenschaftsoptimismus und einer gewissen Obrigkeitshörigkeit der ersten Jahre wurde ein immer stärker einsetzender Kulturpessimismus, andererseits eine Lockerung der militärischen Sitten, und ein sehr sehr bemühter Umgang mit der Gleichberechtigung der Frau setzte ein, der bis heute nicht wirklich normal geworden ist. Aber wie denn auch, in der Gesellschaft hat sich das Thema ja ebenso wenig erledigt.</p>
<p>So viel zur klassischen Perry-Rhodan-Serie. Warum aber einen Neustart? Mir fallen dafür einige Gründe ein. In den ersten 500 Heften wird teilweise eine Technik verwandt, die wir heute längst hinter uns gelassen haben. Neben fantastischen Antigrav-Generatoren und Andruckabsorbern, Transformgeschützen und Fiktivtransmittern gibt es als Herzstück der Schiffseinrichtungen Computer, sogenannte Positroniken, die ihre Ergebnisse über Lochstreifen ausgaben und auch durch solche programmiert wurden. Perry Rhodan konnte die Lochstreifen mit den Fingern lesen, was allerdings ein bemerkenswerter sozialer Fortschritt wäre, es wäre sozusagen wie eine Blindenschrift. Neben diesen eher technischen Gründen sind ganz klar die sozialen und politischen Umstände zu nennen. Wer heute die Geschichte der Vereinigung der Menschheit liest, der kann sie kaum mit sich und seiner Erde von heute in Zusammenhang bringen. Politische Konstellationen und auch soziale und menschliche Verhaltensweisen waren in den sechzigern anders, die Technikgläubigkeit war viel ausgeprägter als heute. Auch wurden in der Originalserie die Arkoniden als Überwesen dargestellt, bis sich ihr Bild nach einer Weile relativierte und sie zu Schlappschwänzen mutierten.</p>
<p>Die Neo-Serie möchte nun den Beginn der neuen Menschheitsgeschichte aus der Sicht unserer heutigen Welt heraus extrapolieren. Darum wurde die Handlung ins Jahr 2036 verlegt, und der Ton ist ein ganz anderer. Man geht von einer negativen Weltentwicklung bis 2036 aus. Die USA werden zu einer verkappten Diktatur, Russland wird zu einem neofeudalen, zaristischen Großreich, Iran, Pakistan, Indien, sie alle sind neue Global Player auf der politischen Bühne. Es gibt Stationen der Großmächte auf dem Mond, und sie melden sich plötzlich nicht mehr, weshalb Perry Rhodan zum Mond geschickt wird, um nach dem Rechten zu sehen, doch man weiß bereits von dem außerirdischen Raumschiff. Auch hier wird der Leukämiekranke Crest mit zur Erde genommen, auch hier landet Rhodan anstatt in den USA in der Wüste Gobi, errichtet mit Hilfe arkonidischer Roboter eine Stadt und versucht, mit seinen bescheidenen Mitteln eine neue <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zeit">Zeit</a> der Menschheit einzuläuten. In beiden Serrien leistet die Menschheit anfangs heftigen Widerstand, in beiden Serien spielen geistig mutierte Menschen mit besonderen Fähigkeiten eine Rolle, in beiden Serien wird das Raumschiff der Arkoniden auf dem Mond vernichtet, und nur ein Beiboot bleibt zurück. Trotz dieser Grundpfeiler entfernt sich die Handlung von Perry Rhodan Neo von ihrem Original, und das gefällt mir größtenteils sehr gut.</p>
<p>Ein wichtiger Unterschied ist, dass nicht die Technik so sehr im Vordergrund steht. In der Neo-Serie kann arkonidische Technik auch mal versagen, und Crest und Thora sind eben nicht auf allen Gebieten Experten und können nicht alles reparieren. Seitenweise Funktionsbeschreibungen von Triebwerken und Generatoren fehlen völlig. Die Technikverliebtheit ist einer nüchternen Betrachtung technischer Möglichkeiten gewichen. Eine gute Entwicklung, auch wenn ich den Verdacht habe, dass sie hauptsächlich deshalb so durchgeführt wurde, um die Helden der Serie in möglichst aussichtslose Situationen zu bringen. Damit sind wir auch schon beim einzigen Negativpunkt der Serie, sie ist wieder voll im Zeitgeist. Und der ist nun mal pessimistisch. Es fehlt mir der Optimismus der Protagonisten, lustige Anekdoten, mehr Hoffnung, auch mal das Gefühl, dem Unrechten oder &#8220;Bösen&#8221;, wie man so schön sagt, ein Schnippchen schlagen zu können. Es fehlt die positive <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/utopie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Utopie">Utopie</a>, die zumindest trotz des Spannungselements teilweise verwirklicht wird. Trotz der immer wieder heraufbeschworenen Krisen ist ein Teil der Faszination der Perry-Rhodan-Serie, dass es den Menschen in dieser <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/utopie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Utopie">Utopie</a> tatsächlich besser geht. Das ist bis jetzt nicht zu erkennen, die Helden sind entweder etwas blass, oder etwas verkniffen, und wenn sich Rhodan und seine Mitstreiter eines Tages durchsetzen, ist mir das mit mehr Blut erkauft, als es mir für eine <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/utopie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Utopie">Utopie</a> lieb ist. Andererseits bleibt wegen der zurückgefahrenen Technikverliebtheit mehr Platz für Charakterbeschreibungen. Man muss nicht gleich ein ganzes Heft verwenden, um eine Lebensgeschichte zu erzählen, aber die Beschreibung von Menschen und die Darstellung sozialer Gegebenheiten gefällt mir. Ein einfacher Bankangestellter aus der klassischen Serie wird zu einem Investment-Banker umfunktioniert, der seinen Beruf an den Nagel hängte und ein Heim für Straßenkinder gründete. Man kriegt mehr von einfachen Menschen mit, und hoffentlich auch, wie sich ihr Leben mit der Zeit zum Positiven wandelt.</p>
<p>Auffällig ist nach meiner Ansicht, dass einige Charaktere von unterschiedlichen Autoren merkbar unterschiedlich dargestellt werden. Der erste Gegenspieler Rhodans, der chinesische General Baijun, ist so ein Beispiel, oder auch der Generalsekretär der chinesischen KP, der bei seinem ersten Auftreten von Baijun nicht besonders beachtet wurde, beim zweiten Treffen aber als der große Überpolitiker dargestellt wurde, vor dem sich selbst der gewiefte Baijun in Acht nahm, und der am Schluss doch nur ein einfacher Machtmensch war, obwohl er vorher bei einem Gespräch mit dem General als sehr klug und überlegt dargestellt wurde. Vielleicht müssen sich die Autoren noch etwas aufeinander einspielen.</p>
<p>Ich hoffe, dass die Neo-Serie uns erhalten bleibt. Sie bietet Perspektiven, eine fantastische und doch vorstellbare Geschichte der Menschheit zu erzählen. Überwaffen wie der Psychostrahler, mit dem Arkoniden anderen Lebewesen ihren Willen aufzwingen können, und von dem Rhodan anfangs in der klassischen Serie regen Gebrauch machte, fehlen in der neuen Serie ganz. Dafür kommt es auf viele Menschen an, die etwas gemeinsam vollbringen sollen und wollen. Ein tolles Konzept, von dem ich hoffe, dass man es konsequent beibehält, ohne Rhodan zu blass werden zu lassen. Und man sollte nie vergessen, dass es sich um eine Utopie handelt. Sie sollte auch ein paar positive Züge tragen. Es kann nicht darum gehen, die Wirklichkeit von heute in die Zukunft zu übertragen, sondern aus der Wirklichkeit von heute eine bessere Zukunft zu gestalten.</p>
<p>Weiter so, perry Rhodan Neo! Ich bin sehr gespannt, mehr als auf die derzeitige Handlung der klassischen Serie!</p>
<p>p. S.: Ich wollte und will nicht zu viel über den Inhalt verraten, deshalb bleiben meine Ausführungen und Beispiele eher vage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Link zur Homepage" href="http://www.perry-rhodan.net" target="_blank">Hier ist der Link zur Perry-Rhodan-Homepage</a></p>
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		<title>Ich bin ein Terraner &#8211; Mein Bericht über den Perry-Rhodan-Weltcon in Mannheim</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 15:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<description><![CDATA[An diesem Wochenende habe ich mich aus der Politik, der Wirtschaft und dem ganzen Rest gelöst und bin nach Mannheim gefahren. 11 Stunden lang Besuchte ich die &#8220;Perry Rhodan World Convention&#8221;, die feier zum 50jährigen Bestehen der &#8220;längsten, jemals erzählten, &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/10/ich-bin-ein-terraner-mein-bericht-uber-den-perry-rhodan-weltcon-in-mannheim/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/10/ich-bin-ein-terraner-mein-bericht-uber-den-perry-rhodan-weltcon-in-mannheim/' addthis:title='Ich bin ein Terraner &#8211; Mein Bericht über den Perry-Rhodan-Weltcon in Mannheim' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>An diesem Wochenende habe ich mich aus der Politik, der Wirtschaft und dem ganzen Rest gelöst und bin nach Mannheim gefahren. 11 Stunden lang Besuchte ich die &#8220;Perry Rhodan World Convention&#8221;, die feier zum 50jährigen Bestehen der &#8220;längsten, jemals erzählten, fortlaufenden Geschichte der Welt (Andreas Eschbach)&#8221;. Von diesem Tag im Kreise meiner Mitterraner möchte ich euch Erzählen.</p>
<p><span id="more-1018"></span>
<p>Seit Monaten wussten mein Freund <a title="Link zur Homepage" href="http://www.mrfox.de" target="_blank">Eckart Fuchs</a> und ich, dass wir die Jubiläumsfeier von <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Perry_Rhodan" target="_blank">Perry Rhodan</a> besuchen wollten. Perry Rhodan ist eine Science-Fiction-Heftserie, die am 8. September 1961 ihren Anfang nahm und bis heute andauert. Soeben ist Heft 2615 erschienen, und daneben gibt es weitere 415 Taschenbücher, eine Schwesterserie im selben Universum mit 850 Heften, mehrere Spin-offs, Hörspiele, Hörbücher, E-Books, Computerspiele, Comics und vieles mehr. Die Gegner Perry Rhodans behaupteten früher, es handle sich um eine faschistoide, in den Weltraum übertragene Lanzer-Serie. Die Fans erklären, sie berichte vom Aufbruch der Menschheit ins All und von der ewigen Suche nach einer friedlichen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> der Menschheit. Die Gegner sprechen von Trivialliteratur, was niemand in Abrede stellt, die Fans begleiten Stil und Erzählform durchaus kritisch, bleiben ihrer eigenen Geschichte der Menschheit allerdings verbunden. Und ein Stück davon übertragen sie oft in ihr alltägliches Leben. &#8211; Ich gebe es zu: Ich bin ein Terraner!</p>
<p>Eckart und ich fuhren mit dem Zug nach Mannheim, wo im Kongresszentrum Rosengarten der <a title="Link zur Homepage" href="http://www.weltcon2011.de" target="_blank">Weltcon</a> stattfand. Bei solchen Gelegenheiten habe ich meistens ein wenig Angst vor Stress und Menschenmassen, was meinen Genuss hemmt. Aber gestern hatte ich diese Angst nicht, und meine gute Stimmung und mein Optimismus übertrugen sich auf die Wirklichkeit. Um halb 8 fuhren wir los, in Frankfurt erwischten wir ohne Probleme unseren Anschlusszug, im Zug frühstückten wir und kamen guter Dinge mit 15 Minuten Verspätung in Mannheim an. Also beeilten wir uns, das Kongresszentrum schnell zu erreichen, und zwar zu fuß. Das Wetter war traumhaft schön, und eine leichte Luft wehte in der Stadt. Die Nähe von Neckar und Rhein fühlte man in der Luft, die Sonne schien, die Stimmung wurde noch besser. Trotz der Eile konnte ich dieses schöne Bild in mich aufnehmen.</p>
<p>Ziemlich genau um 10 Uhr waren wir vor <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/ort/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ort">Ort</a>, mussten dann noch ins Pressebüro, holten uns unsere Namensschilder mit dem Vermerk &#8220;Presse&#8221; ab, und dann ging es los. Auf dem Weg zur Eröffnung trafen wir eine Frau, die sich uns als Behindertenbeauftragte des Con vorstellte. Ein roter Punkt auf meinem Namensschild gab mir das Recht, in den ersten 2 Reihen zu sitzen. Als Vertreter der Presse hatte ich dasselbe Recht. Mit großer Umsicht und Freundlichkeit wurden alle Besucher, aber auch besonders behinderte Menschen auf dem Con betreut. Als ich vor 14 Jahren meinen ersten Con besuchte, gab es so etwas überhaupt nicht. Den Helferinnen und Helfern des Cons, die den ganzen Tag über mit höchst möglicher Aufmerksamkeit, ausgesuchter Freundlichkeit und sehr viel Freude, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft für unser Wohl sorgten, möchte ich auch mein ganz besonderes Lob aussprechen.</p>
<p>Kurz vor halb 11 trafen wir im Mozartsaal ein. Auf der Bühne die Con-Band Cosmolodics, die auch eine neue Perry-Rhodan-CD herausgegeben haben. Sie begleiteten den Con mit Zwischenmusiken und Live-Auftritten. Bis zur offiziellen Eröffnung wurden Bilder und Ereignisse aus der 50-jährigen Geschichte gezeigt. Autoren und Zeichner, die im Verlauf der Jahre starben und erwähnt wurden, erhielten von den Fans applaus. Dann trat Mike Hillenbrand, der Moderator des Con, auf die Bühne und die Teilnehmer wurden in mehreren galaktischen Sprachen begrüßt. Der Perry-Rhodan-Autor <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wim_Vandemaan" target="_blank">Wim Vandemaan</a> gab einen kurzen, sehr humoristischen Abriss über die Serie. Vorher allerdings hatte auch ich einen im Nachhinein extrem peinlichen Auftritt. Hillenbrand fragte, wer heute anwesend sei, der damals, am 8. September 1961, das erste Heft erworben habe. Ich aber verstand aufgrund der Akkustik etwas falsch und glaubte, es werde nach Leuten gefragt, die jemals das Heft 1 käuflich erworben hätten. Meinen Irrtum sah ich zu spät ein, denn ich meldete mich und wurde auf die Bühne gebeten. Vermutlich gibt es ein Photo, auf dem ich neben den alten Hasen der PR-Serie auf der Bühne stehe, und vermutlich wird darauf hingewiesen, dass diese Leute das erste Heft zum Ersterscheinungstermin gekauft hätten. Aber als Perry-Rhodan-Heft Nr. 1 erschien, war ich noch gar nicht geboren. Wie gesagt, das ist mir etwas peinlich, ist aber nicht mehr zu ändern. Jedenfalls bitte ich bei den alten Hasen um Entschuldigung.</p>
<p>Dann kam einer der größten lebenden deutschen Autoren auf die Bühne, dem ich später am Tag noch einmal persönlich begegnen sollte: <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Eschbach" target="_blank">Andreas Eschbach</a>. Viele nennen ihn einen SF-Autoren, aber er mag keine Genres, und er hat recht damit. Eschbach, der Autor vieler wunderbarer Romane wie &#8220;eine billion Dollar&#8221;, &#8220;Das Jesusvideo&#8221;, &#8220;ausgebrannt&#8221;, &#8220;der Nobelpreis&#8221;, &#8220;die Haarteppichknüpfer&#8221;, &#8220;Quest&#8221; und &#8220;Ein König für Deutschland&#8221; gratulierte Perry Rhodan zum 50. <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/jubilaum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jubiläum">Jubiläum</a>. Er selbst sei mit Perry Rhodan persönlich und literarisch aufgewachsen, erzählte er. Und dann sagte er, Perry Rhodan werde als die größte SF-Serie der Welt bezeichnet, aber das Stimme nicht. Wörtlich fuhr er fort: &#8220;Wir sind ja hier unter uns, wir können Klartext reden, den Tatsachen ins Auge blicken. Und die Tatsache ist einfach die: Perry Rhodan ist die längste fortlaufende Erzählung aller Zeiten, und zwar mit Abstand. Und ich möchte euch gern klar machen, wie groß dieser Abstand ist. Wenn man in eine gute Buchhandlung geht und eine gebildete Buchhändlerin um den längsten jemals geschriebenen Roman bittet, dann wird sie &#8230; einem &#8230; vermutlich von Marcel Proust &#8220;Auf der Suche nach der verlorenen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zeit">Zeit</a>&#8221; anbieten. &#8230; Man hat es gezählt, es hat rund anderthalb Millionen Wörter, was ungefähr 6000 Manuskriptseiten entspricht. &#8230; Das ist der doppelte Umfang der gesamten Harry-potter-Serie, das 15- bis 20fache eines normalen Romans. Vergleichen wir damit Perry Rhodan, stand heute. Heft 2615 ist erschienen. Jedes Heft hat ungefähr 100 Manuskriptseiten, das heißt also wir haben es hier mit einem fortlaufend erzählten Werk von 260.000 Manuskriptseiten zu tun. Das ist 43 mal so viel wie das Werk von Marcel Proust. &#8230; Perry Rhodan heute, das ist so als gäbe es von Harry Potter 520 Bände. &#8230; Seit Erfindung der Schrift ist niemals und nirgends eine längere fortlaufende Geschichte erzählt worden als Perry Rhodan.&#8221; Er würdigte die organisatorische Leistung, in 50 Jahren nicht eine Ausgabe versäumt zu haben, egal ob Todesfälle, Weltkrisen oder Katastrophen passierten. &#8220;Egal ob Mondlandung oder Mogadischu, Fall der Mauer oder Fall des World Trade Centers&#8230;&#8221;. Dann befasste sich der Autor mit der Zukunftsvision Perry Rhodan, mit dem, was in 50 Jahren sein könnte. Humorvoll nahm er den Titel des Heftes 5000 vorweg, blickte aber auch zurück auf das, was man vor 50 Jahren erwartete und was tatsächlich eingetreten ist. Man wollte damals 50 Hefte schreiben, nicht 50 Jahre durchhalten. Damals sei John F. Kennedy Präsident der USA gewesen, und das beherrschende Thema war die Rassentrennung. Dass 50 Jahre später ein Farbiger Präsident der USA sein würde, das habe man vielleicht voraussehen können, sagte Eschbach und meinte dann: &#8220;Dass eine Frau Bundeskanzler sein würde, das, so wage ich zu behaupten, wäre den damaligen Perry-Rhodan-Autoren nicht eingefallen.&#8221; Er hatte die Lacher auf seiner Seite, denn die Fans wissen sehr wohl um das verkrampfte Geschlechterverständnis vieler PR-Autoren. &#8220;1961 war die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zeit">Zeit</a> des kalten Krieges und der Atomwaffen&#8230; &#8211; Wenn man in die Zukunft geschaut hätte, hätte man vermutlich gedacht &#8230; es würden uns Dinge plagen wie atomare Strahlung, Hungersnöte oder vielleicht auch Invasion von Aliens. Dass eine unserer größten Sorgen heute sein könnte, dass es eine Horde psychopatischer Bänker gibt, denen niemand Einhalt gebieten kann, das hätte man sich 1961 bestimmt nicht träumen lassen&#8221;, sagte Andreas Eschbach und bekam Szenenapplaus, auch von mir. In 50 Jahren werde es millionen Teilnehmer des Weltcons geben, der amtierende Bundeskanzler, der übrigens keiner der heute im Bundestag vertretenen Parteien angehören werde, halte die Eingangsrede, die Leute seien mit Fahrzeugen angereist, die nicht mehr mit Benzin betrieben würden. Eine interessante Zukunftsvision. Aber Andreas Eschbach übte auch humorvoll Kritik an der Serie. Zielsicher und vermutlich zutreffend charakterisierte der Starautor den Zyklus, der gerade in 50 Jahren laufen wird. &#8220;Im Heft 5200 ist ein geheimnisvoller, übermächtiger Gegner aufgetaucht, der die Milchstraße und speziell das Solsystem bedroht und Perry Rhodan und seine Getreuen zum Handeln zwingt&#8221;, erzählte Eschbach und erntete Applaus und Gelächter, denn das sind die Elemente jedes Zyklus der letzten <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zeit">Zeit</a>. Kritiker bemängeln, dass sich die Autoren selten noch etwas neues einfallen lassen. Die Serie, erklärte Eschbach, habe immer den Zeitgeist mit verkörpert, und man könne aus den Heften der frühen sechziger Jahre mehr über diese <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zeit">Zeit</a> lernen, als aus soziologischen Abhandlungen. Eine tolle Rede von Andreas Eschbach.</p>
<p>Dann begann das literarische Quintett. Unter Führung von Dr. Rainer Stache, der seine Doktorarbeit in den achtziger Jahren über Perry Rhodan geschrieben hat, debattierten die Autoren Wim Vandemaan, Andreas Eschbach und Frank Schätzing, sowie der Literaturkritiker und Journalist Denis Scheck über die Serie. Man beschimpfe Rhodan oft als Trivialliteratur, es habe sogar Versuche gegeben, ihn auf den Index zu setzen wegen Schunt und faschistischer Züge. Gott sei dank habe PR diese Versuche auf sich gezogen, denn jede ernsthafte <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/literatur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Literatur">Literatur</a> provoziere Widerstand, sagte Scheck. Andreas Eschbach hat an Perry Rhodan das Handwerk des Schreibens gelernt: Wie funktioniert ein Cliffhanger, wie führt man in eine Handlung ein usw. Wim Vandemaan wies darauf hin, dass Trivialliteratur ja aus dem altgriechischen Bildungssystem stamme. Man konnte dort die drei Künste Grammatik, Rhetorik und Dialektik, also Lesen, Schreiben, Diskutieren, lernen. Daraus sei Trivialliteratur entstanden, das war, was jeder können sollte. Damit könnte man sagen, dass es sich bei PR um <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/literatur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Literatur">Literatur</a> für Jedermann handelt. Es gibt einige Beispiele, die in der Debatte auch aufgezählt wurden, wie Literaturkritik die Romane von Thomas Mann und Wolfgang von Goethe verrissen habe, weil sie keine hochstehende <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/literatur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Literatur">Literatur</a> gewesen seien. Es kam der Vorschlag auf, dass auch Peter Handke und Elfriede Jellinek einmal Gastautoren bei Perry Rhodan werden könnten. Frank Schätzing bekundete jedenfalls Interesse. Er war es dann auch, der für den letzten Höhepunkt dieser Veranstaltung sorgte: Er sprach über Sex im Weltraum. Für einen seiner Romane hatte er sich versucht darüber zu informieren, bei ESA und NASA, bei DLR und anderen Institutionen, aber niemand konnte darüber etwas sagen. Sein Fazit: Die Amerikaner sind zu prüde, um es getan zu haben, und die Russen zu besoffen, um sich noch daran zu erinnern.</p>
<p>Der PR-Autor Leo Lukas veranstaltete dann ein humorvolles Spiel mit 2 Teams, einem aus Autoren und einem aus Fans, mit dem Titel &#8220;Wer wird Galaxionär&#8221;. Galax ist die Währung im Perryversum, und das Wissen der beiden Teams über die Inhalte der Serie wurde getestet. Lukas ist sowieso der Komiker im Team, und natürlich habe ich auch mein Wissen überprüft. Obwohl ich natürlich längst nicht alle Hefte gelesen habe, das wäre bei dieser Masse auch kaum möglich, habe ich mir selbst weit über die Hälfte der Fragen korrekt beantwortet, so ungefähr drei viertel vielleicht sogar.</p>
<p>Dann wurde die neue Serie &#8220;Perry Rhodan Neo&#8221; vorgestellt. Die Idee dahinter ist, den Anfang der Serie noch einmal neu zu erzählen, und zwar zeitgemäßer. So beginnt Perry Rhodan seine Abenteuer in der neuen Serie im Jahre 2036. Die Welt, wie sie dann ist, wird aus der Welt von heute extrapoliert. Frank Borsch zeichnet für den ersten Roman &#8220;Sternenstaub&#8221; verantwortlich, und es handelt sich nicht um einen klassischen SF-Roman. Die Geschichte wird nicht einfach noch einmal erzählt, sondern sie wird ganz anders erzählt, mit teilweise anderen Hauptpersonen, mit anderen Lebensgeschichten und -Zusammenhängen. Es ist ein Buch mit viel mehr sozialen Zusammenhängen als 1961, wo vor allem die Technik im Mittelpunkt stand. Vermutlich erzählt der erste Neo-Band ebenso viel über unsere heutige Zeit, wie das erste Heft damals über die sechziger Jahre berichtete.</p>
<p>Bevor Eckart und ich uns auf eine Besichtigungstour durchs Kongresszentrum und die diversen Ausstellungen begaben, mussten wir erst einmal etwas Essen. Obwohl es Speisen aus verschiedenen Teilen der Galaxis gab, blieben wir beim terranischen Schnitzel. Dann ging es durch die Räume mit Raumschiffsmodellen, Heften, Büchern, CD&#8217;s, persönlichen Gegenständen der PR-Erfinder und vielem mehr. Natürlich gab es auch eine Anzahl von T-Shirts, PR-Figuren, Sammelkartenspiele und ähnliches. Für mich waren ein paar ausgestellte ESA-Satelliten besonders interessant, denn die konnte man sogar anfassen. Deutlich konnte ich ihre Trommel- oder Würfelform, die Solar-Ausleger, die Beschichtung mit Solarzellen und ihre Antennen erkennen. Erstmals gewann ich eine Vorstellung davon, wie ein solcher Satellit aussieht, nachdem er von einer Trägerrakete ins All gebracht wurde und sich dort entfaltet hat.</p>
<p>Natürlich mussten Eckart und ich als alte Fans auch mit einem Glas Vurguzz anstoßen, dem allgegenwärtigen Getränk n der Serie. Der war zwar ganz schön teuer, schmeckte aber gut, auch wenn viel zu viel Eis drin war. In der Nähe dieser Vurguzz-Bar trafen wir auf meinen Freund und Kollegen Metin Gemril. Der war die ganzen drei Tage auf dem Con, und er wurde von einem Con-Helfer zu uns geführt. Ich fragte ihn, wie er ohne Begleitperson zurecht komme, und er erzählte von der Hilfsbereitschaft der ehrenamtlichen Helfer, dass man ihn herum führte, dass er jede Veranstaltung besuchen konnte. Er war vollkommen begeistert, und ich kann diese Begeisterung nur teilen. Während unseres Gespräches erreichte uns die Nachricht vom Pressebüro, dass Andreas Eschbach für ein Interview mit mir bereit sei. Wir sollten uns um 16:45 Uhr im Pressebüro einfinden.</p>
<p>Einen Kaffee und viele tiefe Atemzüge später saß ich ihm gegenüber und stellte ihm Fragen. Und Andreas Eschbach beantwortete sie gewissenhaft. Er mag keine Genres, sagte er mir, drum nennt er sich auch nicht SF-Autor. Zurecht, denn seine Romane sind meistens keine SF-Romane. Ich bin auf sein neues Buch &#8220;Der Herr aller Dinge&#8221; gespannt. Ich fragte ihn, warum er seine Hörbücher kürzen lasse, er bezeichnete es als kaufmännische Entscheidung und das gekürzte Hörbuch als eigene Kunstform für die, die nicht intensiv zuhören wollten. Auch ansonsten sagte er viele schlaue Dinge, auf die ich später beim Ohrfunk noch einmal eingehen werde.</p>
<p>Danach gingen wir in den Mozartsaal zurück und lauschten noch einem Vortrag der ESA, allerdings war der für mich nur noch halb interessant, weil da viel mit Photos und Videos gearbeitet wurde. Auch die Veranstaltung Perry Rhodan multimedial und die Vorführung eines Dokumentarfilms konnte ich nur teilweise verfolgen, vor allem beim Film kriegte ich natürlich nicht alles mit. Interessant war allerdings noch ein Ausblick auf die nächsten 400 Hefte der Serie, der auch sehr humorvoll gestaltet wurde.</p>
<p>Um 21 Uhr, mitten im Film, mussten wir zurückfahren, aber auf dem Gang trafen wir noch Frank Borsch. Er ist für die Exposés der Perry-Rhodan-Neo-Reihe verantwortlich. Ich wollte mit ihm eigentlich ein Interview über diese Arbeit führen. Als er mich sah, kam er auf mich zu und begrüßte mich mit &#8220;Hallo Jens&#8221;. Vor 5 Jahren hatten wir mal ausführlich miteinander telefoniert, jetzt nannte er mich beim Vornamen, allerdings wegen des Namensschildes. Als ich ihm dann aber sagte: &#8220;Schön, dich zu treffen, wir haben vor 5 Jahren mal miteinander telefoniert&#8221;, erinnerte er sich sofort. &#8220;Ach das lange Interview mit Ohrfunk&#8221;, meinte er. Ich war sehr positiv überrascht, und wir vereinbarten, bald wieder miteinander in Kontakt zu treten.</p>
<p>Die Terraner, so sagte es Eckart während des Tages, seien ein besonderes Völkchen. Hilfsbereit, freundlich, unaufgeregt, offen. Das erlebe man selten auf Großveranstaltungen. Ich glaube auch, dass die &#8220;Terraner&#8221; unter Anderem deswegen Terraner sind, weil die Serie ihrem eigenen Verständnis von der Menschheit, wie sie sein sollte, entgegenkommt: geeint, friedlich, weltoffen. Eines nämlich haben die Kritiker der PR-Serie immer übersehen: Zur Mannschaft des Perry Rhodan gehörten immer alle Menschen, alle Rassen, Religionen und viele viele Völker waren und sind vertreten und werden gleichberechtigt behandelt. Natürlich ist das bis heute eine <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/utopie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Utopie">Utopie</a>, aber eine wünschenswerte. So bin auch ich ein Terraner und Weltbürger.</p>
<p>Wir fuhren nach Frankfurt, aßen dort noch eine Kleinigkeit und fuhren weiter nach Marburg. Um 1 Uhr in der Nacht war ich nach 18 Stunden wieder zu hause. Es war ein wirklich schöner Tag.</p>
<p>Ad Astra, Perry Rhodan, auf die nächsten 50 Jahre!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>p. S.: Ich habe während des ganzen Bericht nicht ein einziges Mal den Chefredakteur Klaus N. Frick erwähnt, was ich hiermit nachhole. Neben dem Universum und dem Perryversum gibt es unter seiner Führung ja auch noch das Klausoversum.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/10/ich-bin-ein-terraner-mein-bericht-uber-den-perry-rhodan-weltcon-in-mannheim/' addthis:title='Ich bin ein Terraner &#8211; Mein Bericht über den Perry-Rhodan-Weltcon in Mannheim' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/erlebtes/" title="Erlebtes" rel="tag">Erlebtes</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/jubilaum/" title="Jubiläum" rel="tag">Jubiläum</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/perryrhodan/" title="PerryRhodan" rel="tag">PerryRhodan</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/sciencefiction/" title="ScienceFiction" rel="tag">ScienceFiction</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/utopie/" title="Utopie" rel="tag">Utopie</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/weltcon/" title="Weltcon" rel="tag">Weltcon</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zukunft/" title="Zukunft" rel="tag">Zukunft</a></p>
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		<title>Der letzte Flug der Atlantis Teil 3 &#8211; Touchdown</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 11:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[erlebte Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist der letzte Tag des Space-Shuttle-Programms, in einer Stunde wird Atlantis ihre letzte Landung beginnen, und in etwas mehr als zweieinhalb Stunden ist alles vorbei. Viele mögen denken, dass das gut so ist, weil man das Geld auch sinnvoller &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/07/der-letzte-flug-der-atlantis-teil-3-touchdown/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/07/der-letzte-flug-der-atlantis-teil-3-touchdown/' addthis:title='Der letzte Flug der Atlantis Teil 3 &#8211; Touchdown' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Es ist der letzte Tag des Space-<a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/shuttle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Shuttle">Shuttle</a>-Programms, in einer Stunde wird <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/atlantis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Atlantis">Atlantis</a> ihre letzte <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/landung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Landung">Landung</a> beginnen, und in etwas mehr als zweieinhalb Stunden ist alles vorbei. Viele mögen denken, dass das gut so ist, weil man das Geld auch sinnvoller ausgeben kann. Ich sehe das anders.</p>
<p><span id="more-946"></span>
<p>Viele Menschen wissen gar nicht, was die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumfahrt/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Raumfahrt">Raumfahrt</a> alles an Entwicklungen ermöglicht hat. Dass die Teflonpfanne ein Nebenprodukt der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumfahrt/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Raumfahrt">Raumfahrt</a> ist, mag ein Gerüchtt sein, aber in medizinischer Hinsicht zum Beispiel hat sie schon einiges gebracht. Außerdem wäre es in <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> vielleicht möglich, mit Hilfe der direkt eingefangenen Sonnenenergie, viele Energieprobleme hier auf der Erde zu lösen. Jim Lovell, der Kommandant von Apollo 13, hat einmal zu einem Abgeordneten gesagt, der ihn auf die hohen Kosten ansprach: &#8220;Was wäre, wenn Columbus nach der Entdeckung der neuen Welt nie wieder aufgebrochen wäre?&#8221; Ich glaube, dass man immer Kosten und Mühen auf der einen Seite, und Nutzen auf der anderen Seite gegeneinander abwägen muss.</p>
<p>Der Funkverkehr ist gelassen und ruhig. Es ist die 135ste Landung, die 4 Astronautinnen und Astronauten beginnen damit, sich in ihren Sitzen in ihren Raumanzügen festzuschnallen, eine langwierige Prozedur. Das Wetter am Kennedy Space Center, wo der Shuttle landen wird, ist ausgezeichnet. Gleich werden die Mitglieder der Expedition eine Menge Flüssigkeit zu sich nehmen, um das Wiedereinwirken der Schwerkraft auf ihre Körper nach 13 Tagen gut zu überstehen. Bei allen Erfolgen, die man im Weltraum schon verbuchen konnte, bleibt der Kosmos doch ein lebensfeindlicher Raum für uns Menschen, genau wie die Welt unter Wasser.</p>
<p>&#8220;Von jetzt an leben wir in einer Welt, in der der Mensch den Mond betreten hat. Und es ist kein Wunder, wir haben uns einfach dazu entschlossen&#8221;, soll Jim Lovell heute vor 42 Jahren nach der ersten Mondlandung gesagt haben. Heute stellen die USA ihre ambitionierte, selbstständige bemannte Raumfahrt vorläufig ein. Ein Nachfolgeprogramm für das Shuttle ist derzeit noch nicht in Sicht. Ich habe meine Zweifel, ob ich in meiner Lebensspanne noch den <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/start/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Start">Start</a> einer bemannten Mission zum Mars oder noch einmal zum Mond erleben werde. Wir gehen, im Gegensatz zu Columbus, den Weg nicht konsequent weiter, obwohl wir das tun könnten, ohne ganze Völker auszurotten oder unermessliches Leid über Andere zu bringen.</p>
<p>Ich möchte am liebsten Schlafen, zumal nicht viel passiert. Heute Nacht habe ich eine Sendung produziert. Aber um nichts in der Welt möchte ich diese Landung verpassen. Es ist ein historischer Moment in der Geschichte der Raumfahrt.</p>
<p>10:49 Uhr: Manövertriebwerke des Shuttles zünden ein letztes mal, die Landung beginnt. In jeder Mitteilung des Presseoffiziers schwingt diese gewisse Wehmut, aber auch der Stolz mit. Zum letzten mal in 135 Flügen und 30 Jahren Geschichte geschieht heute Morgen alles, so hörte es sich die ganzen letzten Tage an, sieht man von den durchaus häufigen Routineberichten ab. Die Landung des Shuttles bedeutet ja auch nicht, dass es keine Amerikaner mehr im All gibt, allerdings fliegen sie mit russischen Sojus-Kapseln zur internationalen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumstation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Raumstation">Raumstation</a>.</p>
<p>Auch nach dem Beginn des Landemanövers ist es still im Funkverkehr, geredet wird nur, wenn es nötig ist, Höflichkeiten oder Smalltalk finden nicht statt.</p>
<p>50 Fahrzeuge etwa machen den Konvoi aus, der den Orbiter nach der Landung empfängt. Es geht darum, das Shuttle zu kühlen, und für Notfälle stehen Feuerwehrfahrzeuge und Krankenwagen bereit. Rund 40 Minuten nach der Landung wird die letzte Shuttle-Crew den Orbiter verlassen. Der Punkt, so höre ich gerade, wo das Raumschiff zum stehen kommt, soll markiert werden und eine Plakette oder ähnliches erhalten. Man schreibt Raumfahrtgeschichte heute. Dabei hat das Schiff auf seiner dreizehntägigen Reise eigentlich nicht viel mehr getan, als Güter zur internationalen Raumstation zu bringen.</p>
<p>Natürlich ist die Landung des Raumschiffs auch gefährlich. Ich erinnere mich an die allererste Shuttle-Landung am 14.04.1981 auf der Edwards Airforce Base in Californien. Dieter Kronzucker berichtete damals für das ZDF noch via Telefon von der Landung. Die Frage war, ob der Hitzeschild mit seinen besonderen Kacheln die hohen Temperaturen beim Wiedereintritt ausgehalten hatte. Diese Frage stellt sich bei jeder Landung, auch wieder in wenigen Minuten bei der letzten Shuttle-Landung. Dieser erste Shuttle Columbia ist dann auch im Jahre 2003 beim Wiedereintritt explodiert.</p>
<p>Und dann ist es plötzlich so weit. Beim verspäteten Frühstück höre ich die Landung. Unaufgeregt sprechen Chris Ferguson und Doug Hurley mit der Bodenstation, es scheint keine Verbindungsunterbrechung zu geben, die früher bei der Landung notwendig war und die die Angst aufkommen ließ, der Hitzeschild könne versagen. Selbst von der internationalen Raumstation aus konnte man die Atlantis landen sehen. Um 11:57:54 Uhr am 21. Juli 2011 stand der letzte Shuttle auf seinem letzten Standplatz, den er aus eigener Kraft erreichte. Eine für mich spannende und großartige Geschichte findet damit ihr Ende. Schade nur, dass die kurzen Wortwechsel von amerikanischem Patriotismus nur so strotzen. Dabei hätte man die Leistung des Menschen an sich rühmen und würdigen können. Doch immer kommt dieser erwartete Patriotismus, bei dem man sich fragt, wie nahe er am Nationalismus ist. &#8220;God bless the united States&#8221; zum Beispiel.</p>
<p>Lange Perioden der Stille folgen der Landung. Ab und an ein paar Infos über Funk, Routinearbeiten zur Kühlung des Shuttles. Schneller als gedacht fährt der Wagen heran, mit dem die Astronauten in ihre Quartiere gebracht werden. Selbst der Presseoffizier schweigt lange. Die Spannung ist raus, der Rest ist Abspann.</p>
<p>12:46 Uhr: &#8220;All crew members are out of the orbiter, Elvis has left the building&#8221;, sagt der Typ vom Bodenpersonal, der den vier Astronauten herausgeholfen hat. Jetzt meldet sich auch der Pressesprecher wieder. Mission Control Center Houston wird nach 50 Jahren bemannter Raumfahrt durch eigene Fahrzeuge in diesen Minuten vorläufig schließen. Vielleicht gehört die Zukunft ja doch nicht der Raumfahrt und den großen Visionen. Vielleicht gehört sie doch den kleinen Kriegen und Intrigen hier auf der Erde.</p>
<p>Der Flugdirektor verabschiedet sich, das Team sei zum letzten mal zusammengekommen, und man könne stolz auf die Leistung sein. Es ist 12:55 Uhr.</p>
<p>Die Crew wird, bevor sie in ihre Quartiere zur Generaluntersuchung fährt, noch einmal zu fuß ihr Gefährt umrunden, so eine Art Tradition, die sich einbürgerte. Die Abfahrt von Chris Ferguson, Doug Hurley, Sandra Magnus und Rex Walheim ist dann endgültig der letzte Höhepunkt des heutigen Tages, der nicht rein technischer Natur ist. Im Kontrollraum feiern sie schon, die Stationen sind verlassen, mit Ausnahme der des Presseoffiziers, der die Bilder der feiernden kommentiert. Ich glaube, ich gehe schlafen.</p>
<p>Ich bin mit der Begeisterung für die Raumfahrt aufgewachsen, für mich ist es schade, dass sich der wiederverwendbare Raumtransporter nicht durchgesetzt hat, dass der Schritt hin zu einer mobileren Raumfahrt nicht funktionierte.</p>
<p>Aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Vielleicht wird es ja eines Tages eine Raumfahrt mit neuen Technologien geben, die im Dienste der gesamten Menschheit steht.</p>
<p>signing off</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/07/der-letzte-flug-der-atlantis-teil-3-touchdown/' addthis:title='Der letzte Flug der Atlantis Teil 3 &#8211; Touchdown' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/atlantis/" title="Atlantis" rel="tag">Atlantis</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/landung/" title="Landung" rel="tag">Landung</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumfahrt/" title="Raumfahrt" rel="tag">Raumfahrt</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/shuttle/" title="Shuttle" rel="tag">Shuttle</a></p>
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		<title>Der letzte Flug der Atlantis Teil 2 &#8211; Das spannende an der Raumfahrt</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 23:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Besatzung des Space Shuttle Atlantis und der ISS haben heute einen Spacewalk, einen Weltraumspaziergang durchgeführt. Es war der letzte in der dreißigjährigen Geschichte des Orbiters, und ich wünschte, ich hätte dabei sein können. In diesen Tagen bedaure ich wirklich &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/07/der-letzte-flug-der-atlantis-teil-2-das-spannende-an-der-raumfahrt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/07/der-letzte-flug-der-atlantis-teil-2-das-spannende-an-der-raumfahrt/' addthis:title='Der letzte Flug der Atlantis Teil 2 &#8211; Das spannende an der Raumfahrt' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Die Besatzung des Space <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/shuttle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Shuttle">Shuttle</a> <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/atlantis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Atlantis">Atlantis</a> und der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/iss/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ISS">ISS</a> haben heute einen <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/spacewalk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spacewalk">Spacewalk</a>, einen Weltraumspaziergang durchgeführt. Es war der letzte in der dreißigjährigen Geschichte des Orbiters, und ich wünschte, ich hätte dabei sein können.</p>
<p><span id="more-920"></span>
<p>In diesen Tagen bedaure ich wirklich sehr, dass ich einen Alltag habe. Ich komme einfach nicht dazu, den Funkverkehr zwischen Shuttle und Bodenstation so intensiv zu verfolgen, wie ich gern würde. Aber ich bin ein sammler historischer Dokumente, und darum schneide ich so viel wie möglich von dem Ereignis mit. Manche fragen mich, was ich daran so spannend finde?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da ist zunächst einmal das Abenteuerliche einer außergewöhnlichen Situation. Da sind Menschen, die in einen unglaublichen Raum vorstoßen, einen unendlichen, scheinbar lebensfeindlichen Raum, aber man lässt sich etwas einfallen, um ihn doch betreten zu können. Das fasziniert mich. Dann ist da natürlich die Bewunderung für die Kreativität, mit der Menschen es schaffen, diesen fremden Raum begehbar zu machen, wenn auch nicht im wahrsten Wortsinne. So fremdartig ist dieser Raum, dass sogar die körperliche Orientierung verloren geht, und die uns auf der Erde umgebende Luft nicht vorhanden ist. Welche Kniffe und Methoden haben wir Menschen, um dies zu erreichen. Und natürlich ist auch da der Gedanke, etwas historisch bedeutsames zu erleben, den Fall einer Grenzschicht, den nächsten Schritt in unserer Entwicklung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das mag sich für einen sozialkritisch geprägten Menschen furchtbar kitschig anhören, aber ich stehe dazu. Das heißt nicht, dass ich nicht auch die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumfahrt/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Raumfahrt">Raumfahrt</a> kritisch betrachte, aber es heißt, dass ich mich ihrer grundsätzlichen Faszination nicht entziehen kann und will. Ich wäre gern mit geflogen, würde gern in den engen Räumen der ISS die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/schwerelosigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schwerelosigkeit">Schwerelosigkeit</a> erkunden, würde gern helfen, die Fracht des Shuttles in der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumstation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Raumstation">Raumstation</a> zu verstauen, so lange es auch dauert, das Gepäck ein paar Meter vom Orbiter zur Station zu bewegen. Ich würde gern aus einem der Fenster auf die Erde sehen, oder in der absoluten Schwerelosigkeit im All schweben im Raumanzug, um die Erde mal über, mal unter mir zu sehen, ohne das Gefühl zu haben, mich zu drehen. Und vieles mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In Gesprächen, die ich über die Raumfahrt führe, halten mir die Menschen vor, dass sie viel kostet, und dass man sich doch besser dabei stünde, das Geld für naheliegendere Projekte auszugeben. Als ob es bei der Raumfahrt nicht um naheliegende Projekte ginge: Um Energieversorgung, um Medizin, um Solarkraft und um so vieles mehr, was unseren Alltag erleichtern kann. Die Frage ist, ob der langfristige Nutzen die kurzfristigen Kosten aufwiegt. Diese Frage muss man immer wieder neu stellen. Ich glaube, dass der Nutzen enorm ist, solange die Raumfahrt friedlich betrieben wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Inzwischen sind die Besatzungen am Ende ihres fünften Flugtages zu Bett gegangen. Allein 2 Tage hat das Shuttle benötigt, zur ISS aufzuschließen und anzudocken. Allein das Docking, das mit äußerster Präzision durchgeführt werden muss, dauerte mehrere Stunden. Jetzt werden die Crew-Mitglieder wohl bereits ihre Schlafplätze eingenommen haben. Wenn sie sich nicht an der Wand im Stehen festgeschnallt haben, werden sie in seltsamer Haltung in der Luft hängen, die Arme fast nach vorn vor den Körper gestreckt, das soll in der Schwerelosigkeit wohl sehr entspannend sein. Oder eben sie stehen an der Wand. Das nimmt weniger Platz weg als ein Bett, und in der Schwerelosigkeit sind Liegen und Stehen ein und dasselbe. Ich würde gern wissen, wie sich das anfühlt, in der Schwerelosigkeit zu schlafen. Wenn man einmal in der Schwerelosigkeit gelebt hat, kann man dann wohl in Träumen dieses Gefühl noch nachempfinden, wenn man wieder auf der Erde ist?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Natürlich interessiert mich auch der wissenschaftliche Aspekt der Weltraummissionen, doch zunächst einmal möchte ich mir den Alltag vorstellen können. Wo leben und Arbeiten die Frauen und Männer, die gleichzeitig Techniker und Wissenschaftler sein müssen. Wie leben Sie, wie gewöhnen sie sich an die ungewohnte Umgebung?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In ein paar Tagen wird die Atlantis zum letzten Mal zur Erde zurückkehren. Danach wird eine der bis dato führenden Raumfahrtnationen darauf angewiesen sein, dass sie bei anderen Nationen mitfliegen darf. Ein guter Zeitpunkt, nüchtern über die bisherigen Ergebnisse von 50 Jahren bemannter Raumfahrt nachzudenken. Und wer weiß? Vielleicht höre ich ja noch den ersten menschlichen Funkspruch vom Mars?</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/07/der-letzte-flug-der-atlantis-teil-2-das-spannende-an-der-raumfahrt/' addthis:title='Der letzte Flug der Atlantis Teil 2 &#8211; Das spannende an der Raumfahrt' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>
	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/iss/" title="ISS" rel="tag">ISS</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/projekt/" title="Projekt" rel="tag">Projekt</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumfahrt/" title="Raumfahrt" rel="tag">Raumfahrt</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/schwerelosigkeit/" title="Schwerelosigkeit" rel="tag">Schwerelosigkeit</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/shuttle/" title="Shuttle" rel="tag">Shuttle</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/spacewalk/" title="Spacewalk" rel="tag">Spacewalk</a></p>
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		<title>Der letzte Flug der Atlantis Teil 1: Abenteuer Raumfahrt</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 21:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[erlebte Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsspezialist]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 12. April 1981 begann eine Ära, die Ära des wiederverwendbaren Raumtransporters, des Space Shuttle. Ein Raumschiff, dass aus eigener Kraft nach seiner Mission zur Erde zurückkehren und wie ein Flugzeug landen konnte. In diesen Tagen findet der Traum nach &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2011/07/der-letzte-flug-der-atlantis-teil-1-abenteuer-raumfahrt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2011/07/der-letzte-flug-der-atlantis-teil-1-abenteuer-raumfahrt/' addthis:title='Der letzte Flug der Atlantis Teil 1: Abenteuer Raumfahrt' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Am 12. April 1981 begann eine Ära, die Ära des wiederverwendbaren Raumtransporters, des Space <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/shuttle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Shuttle">Shuttle</a>. Ein Raumschiff, dass aus eigener Kraft nach seiner Mission zur Erde zurückkehren und wie ein Flugzeug landen konnte. In diesen Tagen findet der Traum nach 30 Jahren sein Ende, und ich bin dabei.</p>
<p><span id="more-918"></span>
<p>&#8220;&#8230; drei, zwei, eins. &#8211; Und jetzt sehen wir eine riesige Rauchwolke herauskommen, das ist das Kühlwasser, und das Raumfahrzeug hebt ab! &#8211; Strahlend &#8211; der Strahl ist heller als die Sonne&#8230;&#8221; (Werner Büdeler für die ARD, 12. April 1981 gegen 14 Uhr).</p>
<p>Ich glaube, dass so jede meiner Geschichten über das Space Shuttle anfangen wird, die ich jemals schreiben werde. Es war der erste Höhepunkt einer langen Geschichte, die ich immer verfolgt habe. Ich bin als politischer und gesellschaftlicher Idealist nie ein Feind des Fortschritts gewesen, ich bin nur der Meinung, dass der Fortschritt den Menschen dienen muss. Den Traum von den Sternen, so unendlich weit und doch zum Greifen nahe, habe ich immer mit geträumt, und das werde ich auch in <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> tun.</p>
<p>Es ist 20:30 Uhr, drei Stunden nach dem <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/start/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Start">Start</a> des letzten Space Shuttles <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/atlantis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Atlantis">Atlantis</a>. Die beiden Missionsspezialisten werden gerade dabei sein, Küche und Trinkwassersystem, Computer und Kamerasysteme zu installieren, Pilot und Kommandant bereiten die nächste Triebwerkszündung vor. Es ist eng auf dem Flugdeck, aber eine Etage tiefer, wo die beiden Missionsspezialisten arbeiten, ist etwas mehr Platz. In 90 Minuten umrundet das Raumschiff einmal die Erde, und alle vier werden sie herunterblicken, hinaus aus dem Fenster, um den blauen Planeten in seiner verletzlichen Lufthülle zu bewundern&#8230;</p>
<p>Ich war 12 Jahre alt damals, im April 1981. Seit meiner frühesten Kindheit hatte ich mich für Raumfahrt interessiert. Erst für SF-Fernsehserien wie Mondbasis alpha 1 und Enterprise mit Captain Kirk und Mr. Spock. Aber dann wollte ich auch mehr über die Mondlandung wissen, über die ersten Menschen im All und viele weitere Weltraumgeschichten. Mein Wunschtraum war damals, zu anderen Planeten zu fliegen, und wer weiß: Vielleicht traf man dort ja auch andere Lebewesen, von denen man etwas lernen konnte? Es war ein großes Abenteuer, und gerade das faszinierte mich. Wie gern hätte ich selbst in einer Rakete gesessen, aber ich begriff schnell, dass das unmöglich war.</p>
<p>In den Filmen, die über eine weit entfernte Zukunft berichteten, konnten Raumschiffe von jedem Planeten, von fast jedem Ort selbstständig aufsteigen, und auch wieder an fast jedem Ort auf jedem Planeten selbstständig niedergehen. Die Wirklichkeit auf der Erde sah anders aus. Jedes Raumschiff konnte man nur einmal benutzen, und für Start und <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/landung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Landung">Landung</a> benötigte man ein riesiges Team. Da war die Idee eines wiederverwendbaren Raumschiffs eine großartige Neuerung. Optimisten sprachen vom Pendelverkehr ins All, und es gab sogar Kinderhörspiele, die über eine künftige internationale <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumstation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Raumstation">Raumstation</a> mit dem Namen &#8220;Orbit Challenger&#8221; berichteten, die von Space Shuttles angeflogen wurde. In diesen Hörspielen konnte man einiges über eine mögliche <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumstation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Raumstation">Raumstation</a> und über das Shuttle lernen, und ich habe sie verschlungen. Auch über den Kalten Krieg, Killer- und Spionagesatelliten und über die <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/schwerelosigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schwerelosigkeit">Schwerelosigkeit</a> erfuhr man einiges. Das Shuttle war also so eine Art Bus ins All. Fantastisch. Und den ersten Schritt dieser Entwicklung, den ersten Start des Shuttles Columbia, wollte ich am 10. April 1981 am Fernsehen verfolgen&#8230;</p>
<p>Gegen 10 Uhr heute Morgen unserer <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zeit">Zeit</a> wurden die 4 letzten Menschen, die je mit einem Shuttle fliegen werden, geweckt. Commander Chris Ferguson, Pilot Doug Hurley, sowie die beiden Missionsspezialisten Sandra Magnus und Rex Walheim. Die Mediziner machten erstt die üblichen Tests vor dem Start, dann gab es Frühstück, und dann gab es eine Konferenz wegen des Wetters. Es gab nur eine dreißigprozentige Chance für gutes Wetter, denn bei starkem Regen kann das Shuttle nicht starten, und genau der war angekündigt. Also gab es noch einmal eine Zitterpartie. Und wie vor 30 Jahren saß ich auch heute an meinen Geräten, nicht am Fernseher, sondern am Rechner. Und ich hörte den englischen Livekommentar der NASA. Beim ersten Start war ich dabei, ich wollte auch den letzten verfolgen. Ein seltsames Gefühl, dass das große <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/projekt/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Projekt">Projekt</a> nun doch nichts war&#8230;</p>
<p>Dieses große Projekt brachte einige Neuerungen. Der 10. April 1981, an dem das Shuttle erstmals mit John Young und Robert Crippen an Bord starten sollte, war ein Freitag. Den ganzen Nachmittag konnte man im ZDF Sondersendungen hören, der Start war für vor 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit geplant, musste aber wegen eines Computerfehlers ständig verschoben werden. Ich hoffte, er würde an diesem Tag noch gelingen, die Spannung stieg, aber nach 19 Uhr wurde der Start endgültig abgeblasen. Stattdessen sendete das ZDF eine Sendung mit dem Wissenschaftsexperten Joachim Bublatt, der den Hitzeschild der Columbia vorstellte. Dazu hatte er sogar eine der neu entwickelten Hitzeschildkacheln mit ins Studio gebracht. Durch diesen Hitzeschild ermögliche man es, dass das Schiff unbeschädigt landen und wiederverwendet werden könne, hieß es&#8230;</p>
<p>Leider habe ich den ganzen Mittag mit einer wichtigen, aber langwierigen Diskussion zur Präimplantationsdiagnostik verbracht. Darum habe ich den letzten Start eines Shuttles im Vorhinein gar nicht so genießen können. Inzwischen hat sich ja auch viel geändert: Fast sind die Flüge Routine geworden. Schade, dass auch hier die Kosten der Grund für die Einstellung des Programms sind. Das Shuttle ist viel teurer geworden, und es hat viel weniger Anwender und Benutzer kommerzieller Art gefunden, als man sich zu Beginn erhofft hatte. Der Traum von der Reise zu anderen Sternen starb früh an Geldmangel. Dabei wäre dieses Raumfahrzeug sowieso nicht für diesen Traum geeignet gewesen&#8230;</p>
<p>Nach dem internationalen Frühschoppen am 12. April 1981, genau 20 Jahre nach dem ersten bemannten Raumflug, lief bei uns wieder der Fernseher, zweiter Versuch des Starts des Shuttles, und diesmal gelang alles. Mein Vater beschrieb mir, wie das Raumschiff aussah, und später habe ich ein Modell gesehen. Der externe Tank war viel größer als das Raumschiff selbst.</p>
<p>Joachim Bublatt hatte die Hitzeschildkacheln gezeigt. Er hatte sie extremer Hitze ausgesetzt, hatte mit einem Hammer draufgeschlagen, zeigte die robuste Bauweise. Weil das Raumschiff wie ein Flugzeug landen und nicht wie sonst an Fallschirmen niedergehen sollte, war es höheren Temperaturen ausgesetzt. Beim Start ist das Shuttle ein unbeschreibliches Monstrum mit seinen beiden seitlich angesetzten langen feststoffraketen und dem dicken Treibstofftank, auf dem das Raumschiff aufliegt. Die Raketen werden nach 2 Minuten, der Tank nach 8 Minuten abgesprengt. Dann erst ist das Raumfahrzeug nur auf sich selbst gestellt. Eine beeindruckende Leistung, diese erste Mischung aus Raum- und Luftfahrzeug&#8230;</p>
<p>Sie werden den Robotarm des Schiffes noch testen, die Systeme für die Annäherung an die internationale Raumstation konfigurieren, die Fernsehkameras so einstellen, dass sie gute Bilder nach Houston senden. Dann wird noch eine medizinische Befragung und Konferenz stattfinden. Am Ende dieses Bordtages wird den Astronauten etwas Zeit zur freien Verfügung eingeräumt. Der Tag endet um 2 Uhr heute Nacht.</p>
<p>Zum letzten mal für lange Zeit wurden heute Mittag amerikanische Astronauten zur Startrampe gebracht und machten ihren Spaziergang zum Startort. Das Einsteigen in das enge Gefährt ist eine langwierige Prozedur. Jeder Handgriff ist auf die Sekunde genau geplant. Und auch, falls etwas schief geht, verlieren die Verantwortlichen nicht die Ruhe. Heute stoppte der Countdown bei T-31 Sekunden, als das Shuttle auf computertechnische Eigenversorgung umschaltete. Die Computer hatten entdeckt, dass sich der letzte Versorgungsarm nicht vollends zurückgezogen hatte und hielten den Countdown an. Glücklicherweise war aber alles in Ordnung, und der Start konnte nach kurzem Überprüfen durch die verantwortlichen Techniker doch durchgeführt werden, eben nur 3 Minuten später.</p>
<p>Viele fragen sich, wozu man die Raumfahrt braucht. Ich werde in den nächsten Tagen genug Gelegenheit haben, die Frage zu beantworten, denn ich werde den letzten Flug eines Shuttles in diesem Blog begleiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Link zu Spaceflight 101" href="http://www.spaceflight101.com" target="_blank">Mehr informationen gibt es hier</a>.</p>
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	<p>Tags: <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/missionsspezialist/" title="Missionsspezialist" rel="tag">Missionsspezialist</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/ort/" title="Ort" rel="tag">Ort</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/projekt/" title="Projekt" rel="tag">Projekt</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumstation/" title="Raumstation" rel="tag">Raumstation</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/shuttle/" title="Shuttle" rel="tag">Shuttle</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/start/" title="Start" rel="tag">Start</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zeit/" title="Zeit" rel="tag">Zeit</a>, <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zukunft/" title="Zukunft" rel="tag">Zukunft</a></p>
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		<title>Ein Planet zum Auswandern &#8211; Fehlt nur noch die Reisetechnik</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2007 06:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Bertrams</dc:creator>
				<category><![CDATA[erlebte Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumfahrt]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor wenigen Tagen haben Forscher einen Planeten entdeckt, der der Erde ähnlich ist. Er ist nur 20,40 Lichtjahre von uns entfernt und liegt in unmittelbarer kosmischer Nachbarschaft unserer Heimatsonne. Wäre das nicht ein prima Planet zum Auswandern? Angesichts der sozialen &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2007/04/ein-planet-zum-auswandern-fehlt-nur-noch-die-reisetechnik/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2007/04/ein-planet-zum-auswandern-fehlt-nur-noch-die-reisetechnik/' addthis:title='Ein Planet zum Auswandern &#8211; Fehlt nur noch die Reisetechnik' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Vor wenigen Tagen haben Forscher einen Planeten entdeckt, der der Erde ähnlich ist. Er ist nur 20,40 Lichtjahre von uns entfernt und liegt in unmittelbarer kosmischer Nachbarschaft unserer Heimatsonne. Wäre das nicht ein prima Planet zum Auswandern?</p>
<p><span id="more-217"></span></p>
<p>Angesichts der sozialen Spannungen auf unserer Welt, angesichts des Gegensatzes von Reich und Arm, haben sich vielleicht schon manche Utopisten gewünscht, auf einen fremden Planeten auswandern und dort einfach neu anfangen zu können. Science-Fiction-<a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/literatur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Literatur">Literatur</a> fördert immer wieder diesen Wunsch. Bislang fehlte es aber sowohl an geeigneten Planeten, als auch an der für die Reise notwendigen Transportmöglichkeit und Technik. Ein Problem, so behaupten Forscher laut <a href="http://www.morgenpost.de/content/2007/04/25/wissenschaft/896205.html" target="_blank" title="Link zum Artikel bei der Berliner Morgenpost">Berliner Morgenpost</a>, könnte jetzt gelöst sein. Forscher eines europäischen Projektes haben nämlich jetzt mit Hilfe des Riesenteleskops in La sila (Chile) einen sogenannten Exoplaneten gefunden, der um die Sonne <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gliese_581" target="_blank" title="Link zum Wikipediaartikel über Gliese 581">Gliese 581</a> kreist. Diese Sonne ist wesentlich kleiner als unsere, darum muss der Planet, um für Leben geeignet zu sein, auch viel näher an seiner Sonne liegen. Das Jahr dauert auf dieser Welt nur 13 Tage, trotzdem liegt er innerhalb des möglichen Lebensraumes. Die Wissenschaftler vermuten auf seiner Oberfläche Temperaturen zwischen 0 und 40 Grad, und damit das Vorhandensein von Wasser in flüssiger form. Das ist die wichtigste Voraussetzung von Leben, wie wir es kennen. Über eine Atmosphäre oder die Schwerkraftverhältnisse auf dieser Welt sagt der Artikel nichts aus, aber der Planet ist größer als die Erde, und ich nehme an, dass auch die Schwerkraft das anderthalbfache unserer Erdschwere beträgt. Vielleicht könnte man also was machen? Vielleicht wäre es möglich, diesen Planeten einmal mit einem Raumschiff zu besuchen und damit die Träume der SF-Leser wirklichkeit werden zu lassen?</p>
<p>
<p>Leider sieht es dafür gar nicht gut aus. Das Licht braucht schon über 20 Jahre, um das Sonnensystem zu erreichen, in dem sich der Planet befindet. Unsere Raumschiffe würden Jahrhunderte brauchen, eher Jahrtausende. Und da noch keiner die Lichtmauer durchbrochen hat, und dies nach den physikalischen Gesetzen unseres Universums auch kaum möglich scheint, müssen wir uns wohl weiterhin mit der Erde begnügen, es sei denn, wir erfinden irgendwann die Einfriermethode. Menschen werden lebensschonend eingefroren, begeben sich auf eine jahrtausende währende Reise zu einem neuen Ziel, landen dort, kolonisieren den Planeten und stellen irgendwann fest, dass sich die Erde kurz nach dem <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/start/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Start">Start</a> ihres Raumschiffes selbst vernichtete &#8230; &#8211; oder so ähnlich.</p>
<p>Aber wenn dort Leben existiert, und vielleicht ja auch intelligent ist, dann hat man vielleicht mit einem großen Teleskop in rund 580 Lichtjahren Entfernung (natürlich nach den eigenen Lichtjahren gemessen) einen Planeten entdeckt, der als dritte Welt seine stark strahlende, gelbe Sonne umrundet. Und wer weiß? &#8211; Vielleicht liefern wir uns gegenseitig irgendwann einmal per Funk oder Taschenlampe mit Morsesignalen den Beweis dafür, dass wir nicht allein die Krone der Schöpfung sind.</p>
<p>
<p>Aber: Auswandern? &#8211; Ich weiß nicht, bis dahin wird es wohl noch ein Weilchen dauern&#8230;</p>
<p>
<p>Ad Astra!</p>
<p>
<p>Copyright 2007, Jens Bertrams</p>
<p class="zoundry_bw_tags">
  <!-- Tag links generated by Zoundry Blog Writer. Do not manually edit. http://www.zoundry.com --><br />
  <span class="ztags"></span><span class="ztagspace">Technorati</span> : Erde, <a href="http://technorati.com/tag/Exoplanet" class="ztag" rel="tag">Exoplanet</a>, Gliese 581, <a href="http://technorati.com/tag/Technik" class="ztag" rel="tag">Technik</a>, Weltraumfahrt</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2007/04/ein-planet-zum-auswandern-fehlt-nur-noch-die-reisetechnik/' addthis:title='Ein Planet zum Auswandern &#8211; Fehlt nur noch die Reisetechnik' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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		<title>Flug und Landung der Discovery &#8211; Ein großer Schritt für die AstronautInnen, ein kleiner Schritt für das Internet</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2005 00:45:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Das Nest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[erlebte Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumfahrt]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist weiß Gott nicht der erste Flug, der mit der Discovery ins All gestartet ist, aber trotzdem sind wir natürlich weit davon entfernt, daß solch ein Flug eine reine Routineangelegenheit ist. Noch immer besitzt das All seinen alten Zauber, &#8230; <a href="http://blog.jens-bertrams.de/2005/08/flut-und-landung-der-discovery-ein-grosser-schritt-fur-die-astronautinnen-ein-kleiner-schritt-fur-das-internet/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2005/08/flut-und-landung-der-discovery-ein-grosser-schritt-fur-die-astronautinnen-ein-kleiner-schritt-fur-das-internet/' addthis:title='Flug und Landung der Discovery &#8211; Ein großer Schritt für die AstronautInnen, ein kleiner Schritt für das Internet' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='wb_fb_top'><div style="float:right;"></div></div><p>Es ist weiß Gott nicht der erste Flug, der mit der Discovery ins All gestartet ist, aber trotzdem sind wir natürlich weit davon entfernt, daß solch ein Flug eine reine Routineangelegenheit ist.<br />
<span id="more-52"></span><br />
Noch immer besitzt das All seinen alten Zauber, seine Magie, seine unheimliche Anziehungskraft. Leider bin ich zu jung, um zu Zeiten der ersten Mondlandung bereits gebannt vor dem Bildschirm gesessen zu haben oder den Krimi um die Apollo 13 mitbekommen zu haben. Erst die Verfilmung dieser dramatischen Ereignisse machten mich das erste Mal so richtig neugierig auf <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/raumfahrt/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Raumfahrt">Raumfahrt</a> und alles, was damit zusammenhing. Und nun bietet sich mir also die erste Chance, einen Raumflug selbst am Computer mitzuerleben. Ich habe schon mal alte Aufnahmen vom Funkverkehr der ersten Mondlandung gehört, doch hielt sich meine Faszination leider etwas in Grenzen, denn ich verstand fast kein einziges Wort. Und so bestand der Kick ausschließlich in dem Bewußtsein, daß ich da einem wirklich historischen Moment lauschen durfte. </p>
<p>Diesmal ist es anders. Diesmal verstehe ich fast jedes Wort, und die Qualität läßt es fast unglaublich erscheinen, daß diese Stimmen aus dem Weltraum kommen  sollen, aus einer Umlaufbahn um die Erde. Unvorstellbar, daß zur <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zeit">Zeit</a> des Apollostarts Computer noch erstaunlich waren, die in ein ganzes Zimmer paßten. Hautnah bekommt man plötzlich Reparaturen am Hitzeschild mit, Schritt für Schritt kann man den Alltag an Bord belauschen und ansehen. Natürlich ist man auch in Sachen Medienwirksamkeit mit der <a href="http://blog.jens-bertrams.de/tag/zeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zeit">Zeit</a> gegangen, und man geht es typisch amerikanisch an. Der japanische Astronaut bekommt eine Einspielung eines japanischen Kinderchors, in dem auch seine Kinder mitsingen, als wake-up-call was an sich ja ganz überraschend hätte wirken können, wenn seine Antwort darauf nicht so allzu einstudiert klänge. Die Interviews werden vorsichtiger und beherrscht geführt wie bei Sportlern heutzutage. Schließlich hört die Welt mit, und diesem Umstand wird wesentlich mehr Rechnung getragen als in den 70ern. Das pionierhafte in den Stimmen ist etwas verschwunden und hat zeitgemäßer Professionalität Platz gemacht. Man muß Souveränität verkaufen statt Erstaunen. Und dennoch: Hinter all dem Brimborium können sie nicht die kleinen, menschlichen Dialoge ersticken, kommt doch einiges von der täglichen Arbeit und den Untertönen rüber zwischen den AstronautInnen und Houston. Und darum  find ich es immer noch enorm spannend. In fast genau 9 Stunden wird sie nun landen, die Discovery, und man kann nur hoffen, daß ihre Crew heil wieder hier ankommt. Ich jedenfalls zittere mit und werde dabei sein. Zumindest im Internet.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://blog.jens-bertrams.de/2005/08/flut-und-landung-der-discovery-ein-grosser-schritt-fur-die-astronautinnen-ein-kleiner-schritt-fur-das-internet/' addthis:title='Flug und Landung der Discovery &#8211; Ein großer Schritt für die AstronautInnen, ein kleiner Schritt für das Internet' ><a class="addthis_button_"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a></div>Keine tags in diesem Beitrag.]]></content:encoded>
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