Dem “großen Vorsitzenden” einen herzlichen Glückwunsch zum 65. Geburtstag

Normalerweise hätten wir bestimmt heute Nachmittag zusammengesessen und gefeiert, auch wenn das große Fest erst im April stattgefunden hätte. Doch leider machte uns Fräulein Corona einen großen Strich durch die Rechnung, und so muss ich auf diesem Wege unserem großen Vorsitzenden gratulieren, der heute 65 wird.

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Über die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen in der Coronakrise

Beginnen wir mit folgender Meldung: Leider ist vor wenigen Tagen der Zeichner der Asterix-Comics, Alberto Uderzo, gestorben. Auf Twitter kursieren Trauerbekundungen. Warum ich das erzähle? Weil es bedeutet, dass sich Menschen auch wieder für andere Dinge als das Corona-Virus interessieren. Es ist der erste Schritt zu einer Konsolidierung, die man nicht mit einer Normalisierung verwechseln sollte.

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Zwischen Teamtalk und Todesangst – Ein Bericht aus der neuen Normalität

Es ist der elfte Tag meiner selbstgewählten Quarantäne. Sie begann mit einer art von Urlaubsgefühl, inzwischen wechseln sich Phasen der Zuversicht mit dunklen Phasen der Angst ab: Ein Bericht aus dem neuen Alltag.

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You’ll never walk alone – Gedanken zu einer Radioaktion

In zwei Stunden spielen über 150 große und viele kleine Radiostationen in Europa “You’ll never walk alone” von Gerry & the Pacemakers. Der Ohrfunk ist auch dabei. Wir brauchen etwas, was Mut macht, die Situation fühlt sich immer beängstigender an.

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Persönliche Impressionen aus dem Corona-Alltag

Gestern Nachmittag haben wir in der Sonne gesessen, dann in aller Ruhe ein Buch gelesen. Das Wetter war schön, auf der Straße war wenig Verkehr. Es herrschte eine angenehme Ruhe, es war fast wie in einem Urlaub.

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Corona, Freitag der Dreizehnte und der ganze Rest

Heute ist Freitag der Dreizehnte. Es ist natürlich Zufall, aber es fällt mir auf. Seit gestern steigen die Corona-Fälle in Deutschland massiv an, oder richtiger, es werden mehr positive Testergebnisse bekannt. Und bei mir schleicht sich langsam ein mulmiges Gefühl ein. Dies wird ein persönlicher Beitrag.

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Service-Beitrag zum Corona-Virus

Den folgenden Beitrag habe ich für den Ohrfunk am 10. März geschrieben, er ist größtenteils noch aktuell.

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Was geschah im Herzen? – oder: Ach nee, ich bin ja gar kein Pavian

Am letzten Donnerstag Vormittag, als ich von den Ermordungen in Hanau hörte, war ich … – Was sagt man da eigentlich immer? Man spricht von Entsetzen, von Wut, Trauer und Angst. Aber was fühlt man wirklich? Diese eindringliche Frage hat Deniz Utlu in einem herzzerreißenden, erschreckenden und berührenden Beitrag im Spiegel gestellt, und deshalb mache ich mich auf eine Reise in meinen eigenen Alltagsrassismus.

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Nach jedem Mord

Nach jedem Mord sagen sie:

“So kann es nicht weiter gehen!”

Doch es dauert nicht lange, da geschieht der nächste Mord.

Nach jedem Mord sagen sie:

“Dieser Mord ist ein Weckruf!”

Doch sie schlafen alle gern und absichtlich weiter.

Nach jedem Mord sagen sie:

“Es war ein Einzeltäter, oder zwei, oder drei! Jedenfalls Verwirrte!”

Doch nie lichtet sich rechts der Mitte die Verwirrung, niemand ist geistesklar, ehrlich und mutig.

Nach jedem Mord sagen sie:

“Es *könnte* ein fremdenfeindlicher Anschlag sein.”

Wie fremd ist jemand, der hier geboren wurde? Wie fremd der, der hier Steuern zahlt? Wie fremd die Schwester, der Bruder? Es ist Rassismus!

Nach jedem Mord sagen sie:

“Wir müssen gegen die Systemfeindlichkeit und Gewaltbereitschaft der Ränder vorgehen.”

Doch links ist nur bedeutungsloses nichts, der Krebs rechts wächst weit in die Mitte hinein.

Nach jedem Mord sagen sie:

“Wir müssen die Opfer schützen und brauchen mehr Sicherheitsgesetze!”

Doch sie geben den Überwachungsstaat nur schlüssel- und eilfertig in die Hände der Nazis.

Nach jedem Mord sagen sie:

“Spätestens jetzt muss…”

Doch sie verschlucken sich.

Nach jedem Mord sagen sie:

“Es gibt keinen organisierten Rechtsterrorismus, nur einzelne, durchgeknallte Irre.”

Doch jeder Einzelne von ihnen ist längst ein durchgeknallter Irrer.

Nach jedem Mord sage ich:

“Jetzt ist eine Grenze überschritten, von der ich dachte, sie sei unverrückbar.”

Doch ich sage es nicht mehr, es stimt nicht, es gibt keine
unverrückbaren Grenzen mehr.

Nach jedem Mord:

Trauer und Wut, Wut und Trauer!

Und Hilflosigkeit!

Vor 38 Jahren spielte ich mal öffentlich die deutsche Nationalhymne aus Respekt vor der Demokratie und der Menschlichkeit hier.

Nach jedem Mord vergesse ich ein weiteres Wort, einen weiteren Ton.

Ich bin und bleibe Weltbürger, nach jedem Mord mehr!

Nach jedem Mord sagen sie:

“Wir müssen die Ordnung des Grundgesetzes wahren und verteidigen.”

Doch meine Hoffnung auf das Grundgesetz schwindet, mit jedem Mord mehr!

Kälte und Leere kriechen durch mich.

Ich bewundere die Kämpfer*innen, die Aufrechten, die Mutigen, die Starken.

Nach jedem Mord sagen sie: “Jetzt erst recht” und “nie wieder!”

Nach jedem Mord rufen sie zu Demonstrationen auf:

“Kommt alle und setzt ein Zeichen!”

Doch es kommen immer weniger, und es reicht nicht einmal mehr für eine Lichterkette.

“Lasst preisen uns, eh noch die Nacht auf uns fällt,

was uns noch verblieb auf der rollenden Welt.

bevor wir verstummen und gehn.

Den Hass, dass das Haus uns zu säubern gelinge,

um noch zu genießen ein wenig die Dinge,

bevor wir verstummen und gehn.”

(aus einem Gedicht des österreichisch-jüdischen dichters Theodor Kramer, der vor den Nazis fliehen musste.)

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Ein Ausweg für Thüringen: Bodo Ramelow beschämt die bürgerlichen parteien

In den letzten Tagen ist mir bei allem Nachdenken keine Lösung für das Patt in Thüringen eingefallen, das ja vor allem an der bescheuerten Haltung der bürgerlichen Parteien liegt. Jetzt hat Bodo Ramelow einen verblüffenden und wirklich großen Vorschlag gemacht und gezeigt: Man kann auch anders Politik machen.

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