Ich bin ein Rassist

Dieser Beitrag ist keine Selbstbezichtigung, kein einsichtsvolles zu Boden schauen, keine Rechtfertigung, keine Selbsterkenntnis, die nun ein Schulterklopfen erwartet, erhofft oder gar verlangt. Er ist eigentlich nur ein Statement nach einem längeren Zuhören, das damit nicht beendet ist. Ein Zwischenergebnis sozusagen, ein Moment des Innehaltens auf einem Weg, bei dem es keine Punkte zu holen, kein schnelles Endziel zu erreichen gilt. Trotz all dem wird er betroffenen Menschen wie ein Fishing for Compliments vorkommen, ein Text, der Aufmerksamkeit erheischt, und obwohl ich sage, dass er das nicht will, werde ich diesen Verdacht nicht ausräumen können, damit müssen wir alle leben. – Die aussage dieses Textes, auf einen Nenner gebracht, lautet: Ich bin ein Rassist. Oder genauer: Ich verhalte mich selbstverständlich rassistisch, Tag für Tag. Und ich profitiere von einem rassistischen System, in dem BPOC, also black, indigenous and People of Colour, strukturell benachteiligt und diskriminiert werden, auch von mir, auch von Linken, auch von wohlwollenden Intellektuellen.

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Ich bin ein Terrorist

Den folgenden Beitrag habe ich am 02.06.2020 für den Ohrfunk verfasst und veröffentliche ihn hier zur Dokumentation.

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Dem “großen Vorsitzenden” einen herzlichen Glückwunsch zum 65. Geburtstag

Normalerweise hätten wir bestimmt heute Nachmittag zusammengesessen und gefeiert, auch wenn das große Fest erst im April stattgefunden hätte. Doch leider machte uns Fräulein Corona einen großen Strich durch die Rechnung, und so muss ich auf diesem Wege unserem großen Vorsitzenden gratulieren, der heute 65 wird.

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Über die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen in der Coronakrise

Beginnen wir mit folgender Meldung: Leider ist vor wenigen Tagen der Zeichner der Asterix-Comics, Alberto Uderzo, gestorben. Auf Twitter kursieren Trauerbekundungen. Warum ich das erzähle? Weil es bedeutet, dass sich Menschen auch wieder für andere Dinge als das Corona-Virus interessieren. Es ist der erste Schritt zu einer Konsolidierung, die man nicht mit einer Normalisierung verwechseln sollte.

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Zwischen Teamtalk und Todesangst – Ein Bericht aus der neuen Normalität

Es ist der elfte Tag meiner selbstgewählten Quarantäne. Sie begann mit einer art von Urlaubsgefühl, inzwischen wechseln sich Phasen der Zuversicht mit dunklen Phasen der Angst ab: Ein Bericht aus dem neuen Alltag.

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You’ll never walk alone – Gedanken zu einer Radioaktion

In zwei Stunden spielen über 150 große und viele kleine Radiostationen in Europa “You’ll never walk alone” von Gerry & the Pacemakers. Der Ohrfunk ist auch dabei. Wir brauchen etwas, was Mut macht, die Situation fühlt sich immer beängstigender an.

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Persönliche Impressionen aus dem Corona-Alltag

Gestern Nachmittag haben wir in der Sonne gesessen, dann in aller Ruhe ein Buch gelesen. Das Wetter war schön, auf der Straße war wenig Verkehr. Es herrschte eine angenehme Ruhe, es war fast wie in einem Urlaub.

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Corona, Freitag der Dreizehnte und der ganze Rest

Heute ist Freitag der Dreizehnte. Es ist natürlich Zufall, aber es fällt mir auf. Seit gestern steigen die Corona-Fälle in Deutschland massiv an, oder richtiger, es werden mehr positive Testergebnisse bekannt. Und bei mir schleicht sich langsam ein mulmiges Gefühl ein. Dies wird ein persönlicher Beitrag.

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Service-Beitrag zum Corona-Virus

Den folgenden Beitrag habe ich für den Ohrfunk am 10. März geschrieben, er ist größtenteils noch aktuell.

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Was geschah im Herzen? – oder: Ach nee, ich bin ja gar kein Pavian

Am letzten Donnerstag Vormittag, als ich von den Ermordungen in Hanau hörte, war ich … – Was sagt man da eigentlich immer? Man spricht von Entsetzen, von Wut, Trauer und Angst. Aber was fühlt man wirklich? Diese eindringliche Frage hat Deniz Utlu in einem herzzerreißenden, erschreckenden und berührenden Beitrag im Spiegel gestellt, und deshalb mache ich mich auf eine Reise in meinen eigenen Alltagsrassismus.

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